Hey, ich habe vor meine Ausbildung abzubrechen da der Job nicht so mein Fall ist,bin noch in der Probezeit. Bekomme ich jtz noch einen Schulplatz?

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2 Antworten

Zunächst mal grundsätzlich:

Du hast entweder einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeit oder einen Job. Das sind nämlich drei sehr unterschiedliche Sachen. 

Und Lehrjahre können und sollen auch keine Herrenjahre sein. Denn wer gut herrschen will, der muss erst mal dienen können. UND sich auch in den Details, welche zu seinem Herrschaftsgebiet gehören, nicht nur gut auskennen, sondern sie bestenfalls selbst beherrschen. 

Eine Ausbildung meint eine längere Zeit, während der bei uns in D fast immer im Dualen System Wissen und Können bezogen auf das ausgewählte Berufsbild vermittelt bekommst und einüben kannst. 

Kein Beruf der Welt hat nur schöne Seiten. Und ob ein Beruf Spaß macht, Das ist vor allen Dingen Einstellungssache. Zumindest in unserer Gesellschaft. 

Ein Job braucht zu 100% keinen Spaß machen. Da geht der Mensch hin, um Geld zu verdienen. 

Eine Arbeit macht im Idealfall Spaß. Aber durchaus nicht immer. Ich bin dieser Fragestellung einige Jahrzehnte sowohl durch eigene Praxis als auch durch Lesen von Lebensgeschichten auf den Grund gegangen. Also lasse ich hier keinen leeren Spruch raus. 

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Wenn Du tatsächlich wechseln willst, dann solltest Du zuerst die Zusage zur Übernahme in eine andere ausgesuchte Möglichkeit, in Deinem Fall Schule, schriftlich bestätigt haben. Hierzu nutze das Landesschulrecht um zu lesen, an wen Du Dich genau wie wenden kannst. 

Hast Du schon die für Dich passende Schule gefunden, so wende Dich dort bitte an die Schuldirektion. Kannst Du schriftlich, heute oft auch per Mail. 

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Das Unternehmen Jacobs wird Dir bekannt sein. Von diesem Unternehmen möchte ich Dir eine wahre Geschichte aufschreiben, die sich so in den 1980-iger Jahren zugetragen hat: 

Die Firma stellte damals auch Schokolade her. 

Der Firmeninhaber, ein Kaufmann alter Hamburger Kaufmannsschule, und sein Prokurist, oberster Buchhalter der Firma ,besuchten auch diese Werke unangemeldet hier und da. 

Eines Tages kamen also beide, Firmenchef und Buchhalter. Wie immer zog sich erst mal der Buchhalter seine Schuhe aus und schlüpfte in mitgebrachte Hausschuhe. Wie immer blieb der Firmenchef so lange stehen, bis der Wechsel erfolgt war 

Sie gingen in die Produktion. Da saß an einem Fließband eine neue Mitarbeiterin. Die war wohl schlecht eingearbeitet worden. Es kam zu einem Stau an ihrem Fließband, ausgerechnet, als sich Chef und Buchhalter näherten. Sie versuchte verzweifelt, diesen Stau zu beheben, hatte aber sichtlich absolut keine Ahnung, wie. 

Chef und Buchhalter sahen sich an. Der Chef nahm die Aktentasche des Buchhalters, der Buchhalter ging freundlich zu der neuen Jobberin, bat sie zur Seite und zeigte ihr, wie so ein Stau behoben wird. 

Der Werksleiter wollte sich entschuldigen und erklärte, die Frau würde schnellstmöglich entlassen. Es folgte ein Wortschwall. 

Chef und Buchhalter sahen sich den Abteilungsleiter an, der vor Ärger rot wurde. 

Der Werksleiter wurde mit sofortiger Wirkung entlassen. 

Die Mitarbeiter dieses Werkes erzählten in der Stadt, dass auf diese einfache Weise vom Gesamtunternehmen absehbar hoher Schaden abgewendet worden war. 

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Nein. Es macht überhaupt keinen Spaß, an so einem Fließband zu stehen. 

Nein. Es ist absolut nicht vorgesehen, dass sich so ein Buchhalter damit auskennt, eine Maschine bedienen zu können. 

ABER

Wer wirklich und dauerhaft arbeiten will, der ist auch neugieirig, wenn es um äußerst spaßfreie Themen geht. 

UND

Je besser sich ein Mensch damit auskennt, mit diesen gerade spaßfreien Themen, je höher die Chancen, wirklich dauerhaft Karriere machen zu können. 

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Wir haben die Idee von anständiger Arbeit in unserer Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten nicht nur einfach ausgeblendet, sondern auch ausgelacht. Deshalb haben wir heute 1,9 Millionen Menschen zwischen 20 - 34 Jahren ohne Ausbildung. Wir haben Studierte mit sehr guten Abschlüssen, die nie in ihrem Leben einen bezahlten Job finden werden. 

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Natürlich kann sich ein Mensch irren. Gerade ein junger Mensch. 

Und natürlich war es noch nie üblich, für immer in einem Beruf zu bleiben. Höchstens mal für wenige Jahrzehnte. Maximal. 

Aber denke in Ruhe über meine Worte nach. Und dann überlege, ob es nicht Sinn machen kann, auf der Ausbildung aufbauend an einer soliden Karriere zu arbeiten. 

Gehe also zu der für Dich zuständigen Kammer und bitte um einen Ausbildungspaten. Der ist auch dann empfehlenswert, wenn Du tatsächlich wechseln willst. Denn solche Ausbildungspaten sind in der Regel Rentner, also Menschen mit reichlich Lebenserfahrung. Ihre Beratung hat wirklich Hand und Fuß. Im Gegensatz zu jener des BIZ

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Hast du erst  jetzt die Ausbildung begonnen?

Falls ja, kannst du noch absolut nicht wissen ob der beruf was für dich ist oder nicht.

Du hast ihn dir nach irgendwelchen kriterien ausgesucht. Bleib erstmal ein paar monate dort. Dann kannst du besser beurteilen ob es was für dich ist oder nicht.

Sonst wirst du schwierigkeiten haben dich sogar bei dem besten beruf der welt zu integrieren. Denn ausbildung ist nie leicht. Also erstmal geduldig weitermachen und abwarten.

Ansonsten ist es schwer jetzt noch irgendeine schule mitzumachen.

Evtl bietet das arbeitsamt etwas an wo du noch reinspringen kannst. Das sind meist einjährige schulen wo man lernt bewerbungen zu schreiben, mit praktikum in firmen.

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derboss27 19.09.2016, 19:18

Ich arbeite seit fast nem Monat bei der Firma und habe gemerkt der Job ist nichts für mich.

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