Hey, frage mich schon seit längerem, was der Unterschied zwischen Benzin und Diesel ist... Vlt findet sich ja jemand?

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5 Antworten

Dieselmotoren verdichten höher (aber nicht generell, bei Mazda z.B. nicht), der Kraftstoff entzündet sich von selbst und ohne Zündfunken. Außerdem benötigen sie für den Kaltstart in der Regel (Ausnahmen gibt es auch hier) Glühkerzen, umden Brennraum vorzuwärmen. Dieselmotoren laufen je magerer (also mehr Luft in Relation zur Kraftstoffmenge), je kleiner Last und Drehzahl sind. Das macht sie, neben dem höheren Energiegehalt des Kraftstoffes, deutlich sparsamer als Ottomotoren. Es birgt jedoch ein Problem: Viel Luft im Brennraum bedeutet auch, dass mit Hilfe von Stickstoff, welcher zu einem großen Teil in der Luft vorhanden ist, leicht die gefürchteten Stickoxide entstehen können. Außerdem entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von Dieselkraftstoff immer viel Ruß, welcher aufwendig gefiltert werden muss. Benzinmotoren sind im Regelfall umweltfreundlicher, weil sie weniger Schadstoffe (vor allem Stickoxide und Ruß) emittieren, außerdem laufen sie leiser und ruhiger, dafür verbrauchen sie bei gleicher Leistung mehr Kraftstoff.

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Diesel ist eigentlich Öl. Diesel ist sehr zündwillig, verdampft schlecht. Damit es zu einer selbstzündung kommen kann, benötigt der Diesel eine hohe Verdichtung. Die Verbrennung verläuft schlagartig und sehr schnell. Der Diesel wird flüssig in den brennraum eingespritzt. Mit Hilfe eines drall im brennrau

Was beim Diesel erwünscht ist, nämlich die selbstzündung ist beim Benzin absolut unerwünscht. Benzin ist eher zündunwillig allerdings verdampft dieser sehr gut. Benzinluftgemisch wird kontrolliert fremdgezündet. Die flammenfront ist eher langsam. Beim Benziner wird ein tumble eingesetzt.

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Benziner Fremdzünder und Diesel Selbstzünder auf Grund der höhern Verdichtung (Kompression) .

Während beim Ottomotor dem Brennraum beim Ansaugtakt eine je nach erforderlicher Leistung dosierte Menge eines zündfähigen Kraftstoff-Luft-Gemisches zugeführt wird, 

erhält der Dieselmotor dabei ausschließlich immer eine volle Zylinderfüllung Luft (oder ein Luft-Abgasgemisch), die beim Turbodiesel Drücke bis zu zwei Bar aufweisen kann. 

Diese Luft wird beim Verdichtungstakt bis auf etwa 20:1 komprimiert, wodurch sie sich auf etwa 700 bis 900 °C erhitzt. 

Vor dem oberen Totpunkt beginnt die Einspritzung unter Feinstverteilung und Zerstäubung des Kraftstoffes in der heißen Luft im Brennraum.

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checkpointarea 21.08.2016, 14:53

Die genannten hohen Verdichtungsdrücke sind beim Dieselmotor aktuell unüblich, viele verdichten weitaus weniger, extremstes Beispiel ist Mazda mit 14:1.

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Bei Diesel braucht man keine Zündkerzen.

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