Hey ähm.. würden Mephistopheles und Faust aus Goethes Faust nicht total gut zusammen passen?

3 Antworten

Mephisto ist kein selbständiges (ganzes) Individuum, sondern nur etwas „Halbes“ oder – wie er selbst sagt – „ein Teil von jener Kraft,
die stets das Böse will und stets das Gute schafft“.

Infolgedessen kann man sagen, Mephisto ist eine antreibende Kraft in Faust, die ihn zu einem bestimmten Handeln, und zwar zum Bösen, animiert. Letztlich aber schafft er damit nur etwas Gutes (siehe Gretchens Schicksal; sie wird von Fausts antreibender Kraft zugrunde gerichtet, ist aber dennoch „gerettet“, wie es am Ende von Faust I heißt).
Das „Böse“, zu dem Mephisto den Faust unaufhörlich anstiftet, ist das, was aus der Sicht des „Herrn“ wertlos, hinfällig, hohl, unnütz, niedrig, verderbt ist; aber natürlich auch das Verbrecherische gehört zum „Bösen“ (s. Mephistos Mord an Gretchens Mutter oder in Faust II der Mord an Philemon und Baucis).

Faust soll zu einer niedrigen Gesinnung, zur rein viehischen Lust und
zum gemeinen Handeln gegenüber Gretchen verführt werden, und zwar durch diese mephistophelische Kraft in ihm selbst.


Deshalb passen Mephisto und Faust nicht zusammen, weil Mephisto kein selbständiges Individuum ist, sondern nur eine "Kraft" darstellt, eine negative Kraft in Faust.



Da hat jemand Faust entweder nicht gelesen oder kein bisschen verstanden. deine "Fangirl" Fantasien ja in allen Ehren, aber der Gedankengang ist schlichtweg bescheuert wenn man auch nur ein bisschen Ahnung hat was für Absichten Mephisto hat. Dir sagt der Begriff out of character vermutlich was...

Ich weeeiss und ja ich hab es gelesen :D aber trotz seiner Absichten kann er sich ja dennoch verlieben. Gerade weil er der böse ist der sich nicht in sein "Opfer" verlieben sollte und es dann einfach so passiert das wäre mega süß ❤

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Mmmh, das liegt im Trend. Sie outen sich als schwul und machen "Ehe für alle". TrauzeugInnen sind zwei HexInnen. Die Flitterwochen verbringen sie auf dem Blocksberg. Dann adoptieren sie Gretchen. Für weitere dramatische Verwicklungen wäre gesorgt. 

Textvariante: Typisch für Mephisto, den Vater der Lüge und Betrüge, er legt den Faust rein, Gretchen ist in Wirklichkeit ne alternde Tunte, was Faust aber erst in der Probehochzeitsnacht rausfindet.

Dieser Gretchen dachte sich, sie kriegt nen Alchemisten ab, der aus Wasser Wein, aus Dreck Gold und aus Alt wie Neu machen kann, also so ne Mischung aus österreichischer Winzer, Alchymist und Schönheitschirurg. Aber dann sagt Faust: da steh ich nun ich armer Thor, und bin so klug als wie zuvor.

Da bringt sich Gretchen um, aus Zorn, Enttäuschung und um den Faust zu strafen. (Ende von Faust 1. Fortsetzung folgt)

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