heutiges Beispiel für Höhlengleichnis von Platon?

4 Antworten

Stell dir vor du hättest nie lesen gelernt. Du kennst keine Straßennamen, du kannst weder Busfahrpläne noch Zeitungen lesen, du musst dir alles merken was du hörst sonst ist es für immer weg, ausser du bindest es in Geschichten ein, die du anderen und damit auch dir selbst immer wieder erzählst. Dazu lebst du in einem Dorf und hörst zwar Leute von Riesenstädten, Autos, und riesigen Flugzeugen erzählen. Das sind ja alles Spinner, die können einem viel erzählen. Wie soll ein tonnenschwerer Vogel aus Eisen denn jemals fliegen? Wie ein Wagen, den niemand anschiebt vorwärts rollen? Wie kann man ein Haus bewohnen, das so hoch ist, dass man eine halben Tag Treppen steigen muss um in seiner Wohnung anzukommen? Das ist doch alles Quatsch. Wie kann man Licht machen ohne Feuer zu machen? Und so weiter. Es wird hunderte oder sogar tausende Sachen geben die du nicht gelerntz hast und die du deshalb kaum ein ordnen kannst.
Ein nanderes Beispiel: Du fliegst nach Thailand, eine Strandurlaub machen. Bei einem Dschungeltrip verlierst du deine Reisegruppe und stolperst in ein Dorf, wo niemand europäische Gepflogenheiten, Gesten oder Sprechen kennt. Es gibt weder ein Wörterbuch noch jemand der daran interessiert ist dich zu verstehen. Du bist, mangels Sprache fast zu einer Art Tier in dieser Gesellschaft geworden, jemandem mit dem man nicht reden kann und es deshalb auch nicht tut. Ich will damit nicht thailändische Gastfreundschaft kritisieren, sondern die uns oft recht fremden und nicht verständlichen Gesten und Gesichtsausdrücke einer fremden Kultur, dazu eine Sprache mit der die meisten von uns nicht viel anfangen können, das setzt uns schon irgendwie in eine Höhle, in der wir die Schatten des wahren Lebens nur an einer Wand tanzen sehen wo sie verzerrt wirken und oft mehrfach gedeutet werden können. Die Wand ist unsere Wahrnehmung einer fremden und nicht einzuordnenden Welt. Unser Verständnis für das was vorgeht, ist minimal. Und aufgrund dieser verwirrenden Erfahrung müssen wir jetzt handeln, uns entscheiden und herausfinden wie wir unsere Situation verbessern können. Wer die Schatten an der Wand besser interpretieren kann, also eine größere Trefferquote erzielt, kann adäquater auf neue Situationen reagieren. So ähnlich ist auch unser normales Leben gestrickt. Es gibt einfach Menschen die sehen in einer für uns völlig undurchsichtigen Geschichte eine Riesenchance für sich und wenn sie dann den Beweis antreten und diese erfolgreich nutzen, bestärkt sie das und macht sie offener für weitere Chancen. Während wir ohne eine Initialzündung vor uns hindämmern vor undurchschaubaren Schattenrissen.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Schau den Film Matrix. Das ist dasselbe

Klingt nach Hausaufgabe, aber okay, ich geb einen Tipp:

Stell dir vor, du liest seit jeher nur eine einzige Zeitung, vielleicht die BILD oder irgendetwas anderes, relativ einseitiges. Du denkst vielleicht, du wüsstest auch allein durch die BILD, was in der Welt passiert, du hast ein gutes Abbild(Das Schattenspiel an der Wand). 

Was würde passieren, wenn du irgendwann beschließt "aus der Höhle zu gehen" und dich im gesamten Spektrum der Medienlandschaft umschauen würdest. Was du Neues lernen und Altes verwerfen würdest.

Philosophie-Abi: (Inwiefern) unterscheiden sich platonische Ideenlehre und Idealismus?

Nur ganz kurz: Nach meinem Vorwissen würde ich Platon ja eigentlich dem objektiven Idealismus zuordnen: Seine Ideenlehre ist eindeutig dualistisch, die prä- und postnatale Existenz sowie die Reinkarnation der Seele lassen darauf schließen, dass der Geist/die Ideen den Körper/die Dinge hervorbringen. Objektiver Idealismus, weil die Idee des Guten (mir zumindest?) gottgleich der Ursprung aller Wahrheit und Existenz zu sein scheint.

Aus meinen Aufzeichnungen geht jedoch eine Disparität von Ideenlehre und Idealismus hervor: Platon nehme keinen aktiven Beobachter an - wieso nicht? Muss die Seele sich zum Wahrnehmungsprozess nicht anstrengen, vgl. gerade das Höhlengleichnis?
Außerdem stelle allgemein der Idealismus die Realität der (dinglichen) Welt infrage. Wieso das? Ich dachte immer, der Idealismus bedeutete, den Geist als Urheber der dinglichen Welt zu behaupten, warum kann diese dadurch nicht existieren?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?