Heute ist ein Pferd beim Rosenmontagszug zusammen gebrochen (Kreislaufkollaps) Was haltet ihr davon Pferde bei Karnevalsumzügen.?

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7 Antworten

Ich finde das nur Tierquälerei,

Die Lautstärke und die Menschen massen sind nicht gut fürs Pferd.

Habe es auch in den Nachrichten gesehen und war sehr schockiert von so was,wie kann man ein Pferd so eine Belastung aussetzen und ich finde so was geht zu weit da dies nicht mehr Tierliebe ist sondern nur noch ausnutzung des Tieres,pferde sind nicht nur Nutztiere sondern sind Seelen tröster und immer für ein da kurz gesagt sie sind ein Freund für ein und ich finde das dies was die Leute machen alles andere als Tierliebe ist!!!



Ponyherzen 172, ich war einfach nur schockiert, als ich im Fernsehen gesehen habe, wie dass arme Pferd dort mitten, völlig am Ende auf dem Pflaster lag. Ich hatte Tränen in den Augen und da ist mir alle Lust auf dass Schauen des Rosenmontagszug Köln vergangen. Dem Pferd soll es aber wieder besser gehen.

 

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die pferde müssen im prinzip so trainiert sein, wie polizeipferde. dann ist das gar kein problem.

aber welches pferd ist schon so trainiert???

militärpferde in früheren zeiten haben eine menge mehr ertragen müssen und können. allerdings war zu diesen zeiten das verhältnis und das zusammenleben zwischen pferd und reiter viel enger und der tagesablauf des pferdes mit dem des reiters völlig verknüpft. das heisst, die vertrauensbasis war viel grösser. pferde haben schier unglaubliches ertragen und sind mit ihrem reiter auf gedeih und verderb überall hingegangen.

http://www.blick.ch/news/schweiz/pferd-stirbt-ploetzlicher-herztod-am-sechselaeuten-id3651763.html

der artikel mit dem plötzlichen herztod... nun ja.. aufgrund der sedierung? aufgrund der aufregung und dementsprechend der kreislaufüberlastung? die pferde werden vorher tierärztlich untersucht. wenn eins nicht fit ist, darf es nicht teilnehmen. da ist das dahinscheiden am plötzlichen herztod wegen altersschwäche doch sehr unwahrscheinlich.

während des sechseläuten umzugs ist ein teil der pferde sediert. das wird von tierschützern berechtigterweise immer wieder bemängelt.

ausserdem wird jedes pferd während des umzugs von zwei personen geführt. damit "nichts passieren kann, falls das tier unruhig wird". wer sich mit pferden auskennt, weiss dass das blödsinn ist, weil ein grosspferd auch mit 130 kilo, die an den zügeln hängen problemlos überall hinlaufen kann, wenn es nur genug panik hat.

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mein fazit:

die pferde müssen ausreichend auf die extrem stressige situation vorbereitet werden - eben  so ähnlich wie polizeipferde.

ponyfliege, nicht nur in Köln ist ein Pferd beim Rosenmontagszug umgekippt. In Bonn ist eine Kutsche mit zwei Pferden durchgegangen (Verletzte). In Remscheid ist ein Pferd mit einem Auto zusammen gestoßen.

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@bergwolf2017

und beim sechseläuten 2015 sind alle drei dinge passiert.

wenn die pferde entsprechend trainiert sind, ist die teilnahme an solchen veranstaltungen überhaupt kein problem.

ein polizeipferd hat 6 jahre ausbildung mit 5x die woche training hinter sich, bis es auf grosdemos eingesetzt wird. genauso sorgfältig wird der reiter ausgebildet.

ich kenne jahrmarktsponys, neben denen könnte die welt untergehen und sie würden nicht mal die nüstern kraus ziehen, geschweige denn in panik geraten. aber das liegt daran, dass sie ihren menschen absolut vertrauen.

das problem auf solchen veranstaltungen sind reiter und kutscher, die an selbstüberschätzung leiden, in die die pferde nicht das vertrauen in die absolute verlässlichkeit haben, die es für solche veranstaltungen braucht.

bei solchen umzügen sollte es ein absolutes alkoholverbot für akteure UND publikum geben. und es sollten entweder ALLE wagen von pferden gezogen werden oder gar keiner.

pferde sind keine zuckerpuppen.

pferde, die das vertrauen in ihre bezugspersonen haben und sich in jeder situation zu 100% auf die bezugsperson verlassen können, wachsen über sich hinaus. pferde können unglaubliches ertragen und unglaubliches leisten - mit vertrauen.

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@ponyfliege

Ponyfliege, stimmt, Pferde können unglaubliches ertragen, unglaubliches leisten.

Jahrmarktsponys dürften wohl eher abgestumpft sein!

Damit Menschen "den Spaß an der Freude" ausleben können, müssen die Pferde geschunden werden?

Ich weiß wie Polizeipferde ausgebildet werden!

Aber weil die wenigsten Pferde, geschweige die Reiter entsprechend ausgebildet sind, stellen sie bei Rosenmontagszügen in den Hochburgen des rheinischen Karneval für alle Beteiligten ein so großes Gefahrenpotenzial dar!

Beim Kölner Rosenmontagszug fahren 30 Prunk und Persiflage-Wagen mit, die mit Aufbauten und Menschen beladen sind. Woher sollen die Zugpferde und Fahrer Deiner Meinung nach herkommen? Aus ganz Deutschland antransportieren?

Davon abgesehen handelt es sich beim Rosenmontagszug nicht um eine Pferdeveranstaltung sondern um rheinische Brauchtumspflege.

Du kannst Alkohol nicht während des Rosenmontagszug für Zuschauer verbieten. Die Jecken kommen schon alkoholisiert am Bahnhof an. Alkoholkontrollen am Kölner Bahnhof für 1.) Million Zuschauer. Woher soll dass Personal kommen?

Die Brauereien (Sion Kölsch) sponsert den Rosenmontagszug. Hauptumsatz für die Brauereien, die im Übrigen den Erhalt der Kaltblutpferde fördern!

Fazit: Pferde in Rosenmontagszügen in den Hochburgen des Karneval sind überholt, es ist Tierquälerei und eine Zumutung für die Pferde und es macht keinen Sinn.

Hast Du jemals erlebt wie fertig und steif die Pferde nach ihrem Einsatz im Rosenmontagszug sind?

 

 

 

 

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@bergwolf2017

ich sehe das anders. wie ich das sehe, habe ich oben bereits dargelegt.

und - nein. die jahrmarktsponys sind nicht abgestumpft. ich weiss, dass das ein gängiges vorurteil ist.

bei den jahrmarktsponys handelt es sich ponys aus einem vom tierschutz zertifizierten betrieb, die von erwachsenen versorgt, gehalten und trainiert werden. bis ein pony zuverlässig dafür tauglich ist, dauert es 3-4 jahre. und die alten, die eigentlich ihr rentnerdasein "geniessen" sollen, stellen sich von allein am trailer an, weil sie mitwollen.

um beurteilen zu können, ob ein pferd diesen rummel geniesst - es gibt nämlich solche pferde,  muss man jahrzehnte lange erfahrung mit pferden haben und mit dem wesen der spezies pferd hoch vertraut sein.

sogenannte "freiwillige tierschützer" schmeissen auch brot auf pferdekoppeln (füttern also ohne erlaubnis fremde pferde, von denen sie nicht wissen, ob die nicht etwa krank sind ausser heu nichts fressen dürfen) - und zeigen dann pferdebesitzer an, weil die tiere ja "so unterernährt sind, dass sie sich wie die geier aufs futter stürzen".

wenn man aktiv tierschutz betreiben will, muss man ideologien an die seite schieben und mit sachverstand dran.

übrigens gibt es eine promillegrenze für reiter und kutscher im öffentlichen strassenverkehr und auf veranstaltungen. und die beträgt 0,5 promille.

zu 99,9% ist das pferd auf dem fastnachtszug zusammengebrochen, weil es vorher SEDIERT wurde und aufgrund dessen der kreislauf nicht mitgemacht hat. das sedieren der pferde für solche veranstaltungen ist TIERSCHUTZWIDRIG. die teilnahme der pferde selbst ist es nicht.

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@ponyfliege

na ich weiß nicht , sicherlich gibt es auch verantwortungsbewusste Pferdehalter, die Tiere die auf Jahrmärkten, Rummel etc stundenlang in einem engen Kreis laufen müssen sind zu bedauern. Ebenso die Kutschpferde in Städten, die stundenlang die Menschen durch verkehrsreiche Strassen fahren müssen. Alles andere als ein angenehmes Leben für die Tiere, aber dies betrifft auch andere Bereiche in der Pferdehaltung und dem Umgang mit diesen wundervollen Tieren.  

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@ponyfliege

Was hat bitte meine Frage jetzt mit Leuten zu tun, die Pferde unerlaubt füttern?

Ist doch ein vollkommen anderes Thema.

Was versetzt Dich in die Lage, ach so allwissend über die Spezies Pferd sein zu wollen um einem anderen Personenkreis jegliche Sachkenntnis abzusprechen?

So viel Selbstüberschätzung ist schon peinlich.

Verfügst Du über nonverbale Kommunikation oder woher weißt Du dass die Pferde im Kölner Rosenmontagszug dass stundenlange Stop and Go über Kopfsteinpflaster und wenn ihnen Geschosse um die Ohren fliegen genießen?

Dein Vergleich mit dem Militär hinkt.

Das Militär hat schon immer, ganz besonders im ersten und zweiten Weltkrieg Pferde konfisziert um sie als Kanonenfutter an den Fronten zu verheizen. Die Realität war nicht so heroisch wie im Mädchenfilm "Gefährten"!

Wenn man diskutieren will, sollte man schon sachlich fundierte Argumentierte anbringen.

Wenn die Teilnahme von Pferden an solchen Veranstaltungen verboten wäre, hätte ich meine Frage nicht stellen brauchen.

Was für eine Logik!

Auch noch Ferndiagnostiker in Sachen Tiermedizin, oh wow!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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@ponyfliege

Ponyfliege, von Herdentrieb hast Du wohl noch nie etwas gehört. Pferde bleiben im allgemeinen nicht gerne alleine!

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@bergwolf2017

"Pferde können unglaubliches ertragen", kopfschüttel, wenn dies die Zielsetzung im Umgang mit den Tieren sein soll. Das Leid der Pferde ist die Ignoranz  der Menschen.

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Ich kann von meinem eigenen Pferd sagen, dass er den Leonhardiritt bei uns sehr interessant fand und äußerst gelassen war. 

Da gabs auch Trommeln, Geschrei, Publikum, Kinder... Er ist aber generell einer, der sowas eher interessant als erschreckend findet. 

Es kommt aufs Pferd an, würde ich sagen. 

LyciaKarma, danke für Deine Antwort. Na ja, das war in Köln. Der Tag beginnt für die Pferde um 4 Uhr im Heimatstall. Um 8.00 Uhr werden die Pferde an die Hotels etc. gefahren um von den Reitern (Prinzengarde, Reiterkorps etc.) ca. 480 Pferde in Empfang genommen zu werden, dabei sind die so genannten Läufer, die aufpassen müssen dass keine Zuschauer etc. vor die Pferde laufen. Dann wird zum Aufstellungsort geritten. Um 10.30 Uhr setzt sich der Zug in Bewegung. Dann geht es für die Pferde über teilweise glitschigen Kopfsteinpflaster im stop and go. Durch enge Tore, da regnet es Konfetti, die Kamelle (Bonbons), Sträuße und sonstige Wurfgeschosse fliegen rum. 1. Million gröllende Zuschauer, büllende Musik, die von oben (Fenster) und von unten jubeln. Der Zug geht über 4.Stunden. Dabei sind noch etliche Pferde (Ponys, Kleinpferde) die Fußgruppen begleiten. Die Fußgruppen müssen sich schon teilweise um 4.00 Uhr in der Frühe aufstellen. Nach dem Tierschutzgesetz dürfen die Pferde nicht mehr mit Beruhigungsmitteln gespritzt werden, aber dass geschieht leider immer noch. Man sieht es wenn die Pferde stolpern und bei den Wallachen dass Glied schlaff hängt. Dass dürfte keinem Pferd gefallen.

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@bergwolf2017

Wir waren insgesamt auch knappe 7 Stunden unterwegs, 2 davon waren der Umzug. 

Ich denke schon, dass man Pferde auch trainieren kann, sodass sie ruhig bleiben, aber ich bezweifle, dass das viele tun.

Ich kann diese Größenordnung allerdings schlecht einschätzen, das gebe ich zu. 

Ich bleibe aber dabei - es kommt aufs Pferd an, sowie auf dessen Ausbildung. 

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@LyciaKarma

LyciaKarma, hinzu kommt noch dass die Zuschauer (1.Million) überwiegend stark alkoholisiert sind.

Im Übrigen ist in Bonn beim Rosenmontagszug eine Kutsche mit zwei Pferden durchgegangen und wo anders ein Pferd mit einem Auto zusammen gestoßen. (Verletzte)

Es ist ganz einfach nicht mehr nötig, viel zu gefährlich, Tierquälerei, dass Pferde im Rosenmontagszug mit gehen.

Ich möchte Dich nicht angreifen, aber sorry, Du kennst weder die Dimensionen, noch die Bedingungen in Köln, aber Du bleibst dabei?

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@bergwolf2017

Sowas ist nicht nötig, da magst du Recht haben. Aber es ist gut möglich, wenn man ein paar Dinge beachtet. 

Ich bin da ganz bei Ponyfliege. 

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@LyciaKarma

joa, danke...

der erhoffte empörte aufschrei der pferdefreunde ist ausgeblieben...

aber auch die "abgestumpften jahrmarktsponys" existieren hauptsächlich in den köpfen von laien, die alles vermenschlichen müssen. die jahrmarktsponys gehören zu den pferden mit der höchsten durchschnittlichen lebenserwartung, weil sie nämlich artgerecht bewegt wertden - und gehalten. niemand macht sich absichtlich seine lebensgrundlage kaputt... es muss soviel zeit und geld investiert werden, dass es einfach absurd wäre, die tiere schlecht zu behandeln.

die grossen zirkusse betreiben sogar auf eigene kosten tierparks, in denen ihre rentnertiere einen hervorragenden lebensabend geniessen.

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@ponyfliege

das mag in wenigen Fällen zutreffen, aber das nach deine  worten die "abgestumpften Jahrmarktponys " nur in Laienköpfen existieren ist schon eine grenzwertige und nicht den Tatsachen entsprechende Aussage.

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@ponyfliege

Ponyfliege, sehr artgerechte Bewegung von Ponys etc. die in den Innenstädten stehen um Futtergeld zu erbetteln, weil diese armseligen kleinen Zirkusse nicht wissen, wie Mensch und Tier den Winter überstehen sollen.

 

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@ponyfliege

Ponyfliege, Zoos werden mit öffentlichen Geldern gefördert. Über Gnadenhöfe können solche Zirkusse ihre Steuern abschreiben und vermarkten ihren Zirkus noch gut.

Im Übrigen, die süßen Löwenbabys in den Zoos werden wenn sie zu groß werden, nicht an Zoos und Zirkusse verkauft werden können, getötet!

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@LyciaKarma

LyciaKarma, das Pferd "Querida" ´, soll ausgerutscht sein und wurde für den Rosenmontagszug verliehen. Die Reiters des Korps müssen 35 Reitstunden absolvieren!

Bei den Kutschpferden in Bonn handelte es sich um zwei Kutschpferde, "Kaltblüter" die einen Bagagewagen zogen und von einem Zuschauer geschlagen wurden und dabei dann durch gegangen sind 9 Passanten verletzt haben!

 

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@ponyfliege

Ponyfliege, woher weißt Du dass Jahrmarktsponys zu den Pferden mit der höchsten durchschnittlichen Lebenserwartung gehören? Oder meinst Du Ponys im allgemeinen, die werden in der Regel sehr alt!

Artikuliere Dich bitte etwas genauer und werfe nicht die Begrifflichkeiten durcheinander!

Deine Argumentation ist wie Deine Rechtschreibung!

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Nur, wenn sie so gelassen sind, dass ihnen der ganze Trubel nichts ausmacht. Und ein Kreislaufkollaps legt den Verdacht nahe, dass hier mit Beruhigungsmitteln gearbeitet wurde, das geht gar nicht!

Gar nix! Für die ist das Stress pur... allerdings geht es auf manchem Turnierplatz/Pferdeveranstaltung auch zu wie auf dem Rummel...

Gar nichts. Sollte man wegen Tierquälerei verbieten.

Ich finde es schrecklich.Pferde sind ziemlich scheue Tiere und wenn sie dann diesen riesen lärm von lauten Trommelschlägen und "halo" gebrülle hören kann so etwas passieren

Der Stress für die Pferde beginnt ja schon viel früher, die Gruppen müssen sich schon in aller Frühe aufstellen, bevor der Zug überhaupt um 11.11. Uhr los geht. Für die Pferde bedeutet dass ein endlos langer Tag mit Geschrei, Trommeln, Wurfgeschossen, (Kamelle etc). Die Wagen werden eh von Traktoren gezogen. Ich bin für ein Verbot!

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Da hast du vollkommen recht ! Tiere haben nichts bei Karneval zu suchen . 

Eben auch weil sie sehr Scheu sind ... Und wenn ein Pferd erschrickt und einen Menschen verletztz bleibt die Frage .... 

Wer haftet dafür oder isch dann schuld ???

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@bergwolf2017

das ist alles geregelt. für sowas gibt es versicherungen.

beim pferd ist das über die tierhalterhaftpflicht geregelt, die jeder pferdehalter abschliessen MUSS.

so eine veranstaltung findet nicht statt, wenn das nicht geregelt ist.

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@bergwolf2017

ponyfliege, falls Du Pferde auf der Wiese stehen hast, schau mal in Deiner Pferdehaftpflichtversicherung nach ob Weiderisiko mit versichert ist. Sonst könnte es trotz Pferdehaftpflicht unter Umständen teuer werden.

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