Heulkrämpfe trotz Antidepressiva?

6 Antworten

Du solltest herausfinden, welche Arten von Situationen und Gedanken in dir einen derartigen Zustand von Hilflosigkeit und Verzweiflung auslösen. Medikamente wie Anti-Depressiva sind keine Heilmittel, sondern lediglich Hilfsmittel. Es werden bestimmte Botenstoffe im Körper angeregt, so dass du z.B. einen regelmäßigen Schlafrhythmus oder einen besseren Stoffwechsel bekommst. Diese Dinge sorgen zwar rein körperlich für mehr Wohlbefinden, sind aber keineswegs Heilmittel für eine belastete Psyche. Du kannst dich mit Medikamenten nicht glücklich zaubern. Diese Erkenntnis solltest du dir vielleicht mehr zu Gemüte führen, damit du verstehst, dass du einen Teil deines Schicksals selber in der Hand hast. Verlasse dich nicht zu sehr darauf, dass Medikamente und Therapie alleine dich auf magische Weise heilen. 

Natürlich ist Depression ein Zustand, für den du erstmal nichts kannst. Du bist nicht daran Schuld, dass deine Psyche von Natur aus derart anfällig für bestimmte negative Reize ist. Demnach hilft es dir natürlich auch nicht, wenn dir jemand sagt "lach doch einfach mal". Wenn du dich in einer depressiven Phase befindest, wird selbst die fröhliche Tätigkeit des Lachens unerwartet mit etwas Negativem verbunden. Deine Reaktion auf gewisse alltägliche Dinge ist also fehlgeleitet. Womöglich beginnst du deshalb auch abends unerwartet an zu weinen, obwohl eigentlich nichts Besonderes passiert ist. 

Aber es gibt Wege, diesen depressiven Kreis zu analysieren und zu unterbrechen. Mit Sicherheit ist hier gute therapeutische und womöglich medizinische Betreuung vonnöten. Wenn du dich bei deiner jetzigen Therapeutin nicht gut aufgehoben fühlst, solltest du schleunigst wechseln! Nicht jeder Therapeut passt zu jedem Patienten! Zu erkennen, dass deine Vertrauensperson dir eigentlich nicht gut tut, ist schonmal ein erster Schritt in Richtung Besserung. Womöglich hat sie dir nicht mal eine richtige Dosis an Medikamenten verschrieben. (Wobei die Dosis im Laufe der Zeit womöglich oft angepasst werden muss, da Depression ein sehr komplexes Krankheitsbild ist, das sich wandeln kann). Analysiere dein Umfeld und versuche herauszufinden, was dich alles daran stört. Gibst du dich vielleicht täglich mit Menschen ab, die dich aber eigentlich nur verunsichern? Gibt es alltägliche Situationen, mit denen du große Schwierigkeiten hast? Wiederholen sich in deinem Lebensablauf bestimmte Muster, die für dich zwar gewöhnlich, aber eigentlich unangenehm sind? 

Versuche, diese und ähnliche Fragen zu beantworten. Und versuche dann die Problematik in Worte zu fassen. Du musst dein Problem so gut es geht beschreiben können, damit dir optimal geholfen werden kann. Es kann wehtun, die Wahrheit aussprechen zu müssen, aber mit Klarheit kannst du weiterarbeiten. 

Du wirst um ein Gespräch mit dem Facharzt nicht herum kommen, da ggf. die Dosierung verändert oder das Medikament gewechselt werden muss.

So ganz grundsätzlich denke ich aber auch, dass du von solch einer Medikation zu viel und zu schnell etwas erwartest.

Deine psychische Erkrankung ordnet sich eben nicht deinen beruflichen und privaten Wünschen unter.

Es mag komisch klingen, aber zu Nebenwirkungen vieler Antidepressiva gehören auch depressive Schübe. Rede mit deinem Psychiater darüber. Evtl. muss das Medikament gewechselt werden.

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Hallo zusammen...mein Arzt und ich haben beschlossen das ich die antidepressiva wieder langsam ausschleichen kann...habe leider durch das Medikament clomipramin eine menge zugenommen, es wurde dann auf sertralin gewechselt wodurch ich nicht mehr so zugenommen habe, aber hab auch nicht abgenommen...jetzt würde ich interessieren ob sich das Gewicht wieder reduziert wenn ich das Medikament wieder absetze..

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Hatte zu Anfang immer dunkelbraune Augen. Später wurde bei mir eine Depression diagnostiziert und seit dem ging es mir kake. Nehme schon seit 3-4 Jahren Antidepressiva und fühle mich damit auch wohl. (Sertralin 100mg) 16 Jahre alt. Mittlerweile sind meine Augen hellbraun. Konnte auch bemerken, dass ich in letzter Zeit schlechter sehe. Habe bereits Termin mit Augenarzt Ende Mai. Würde mich freuen über Hilfe.

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Hallo, liebe Community. (:

Vor einiger Zeit wurde mir von meiner Psychiaterin vorgeschlagen, mir Tabletten verschreiben zu lassen. Anfangs war ich dagegen, weil ich mit eigener Kraft aus der Depression herauskommen wollte.. aber mir erscheint das unmöglich. Mit meiner Therapeutin habe ich auch schon darüber geredet. Sie meinte, manchmal bräuchte man eben eine "Starthilfe". Einfach damit es mir aus diesem Loch hilft und ich dann ohne weitermachen kann. Zurzeit bin ich auch total am Ende. Einige Leute, einschließlich meiner Psychiaterin und Therapeutin, meinen meine Lage würde sich nur verschlechtern. Egal, wie sehr ich es auch versuche, ich schaffe es nicht, glücklich zu sein oder irgendetwas zu tun. Ich kann einfach nicht mehr. Ich halte es nicht mehr aus. Deshalb überlege ich es doch mit Medikamenten zu versuchen.

Nur einige Sachen bereiten mir da Sorgen: die Nebenwirkungen und die Folgen. Ich bin mir ziemlich unsicher darüber, ob ich das vertragen würde. Am meisten habe ich Angst davor, dass sich meine Persönlichkeit ändert.

Hat da jemand Erfahrungen gemacht? Sind die Nebenwirkungen schlimm bzw. treten häufig welche auf? Ist das Absetzen sehr schwer?


Ich hoffe auf Eure Hilfe. (:

LG Hoshizora Rin

// Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich gerade mal 15 bin //

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