Herzspezialisten gesucht?

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4 Antworten

Das erste Ziel der Behandlung einer Sinustachykardie besteht in der Ursachenanalyse. In vielen Fällen handelt es sich um eine kompensatorische Reaktion des Herzens, um eine resultierende oder eine sich abzeichnende Minderversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen auszugleichen. Mögliche Ursachen sind z.B. Stress, Eisenmangel, Magnesiummangel oder Schilddrüsenüberfunktion. Genaueres dazu findest Du hier.

http://symptomat.de/Sinustachykardie


Ausserdem sind Magnesium und Kalium wichtig, weil diese beiden Mineralien die Herzzellen elektrisch stabilisieren.

http://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_52535708/herzrhythmusstoerungen-magnesium-und-kaliummangel-gefaehrlich.html

Übrigens bekam meine Tante einen AV-Block durch Betablocker - gehört zu den häufigen Nebenwirkungen des Wirkstoffs Bisoprolol.

http://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Bisoprolol/nebenwirkungen-medikament-10.html

Im Krankenhaus wurde der AV-Block mit CORDORAX behandelt. Zu den häufigen Nebenwirkungen des Wirkstoffs Amiodaron gehört "Lungenentzündung".

http://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Amiodaron/nebenwirkungen-medikament-10.html

Nach zwei Tagen bekam sie tatsächlich eine Lungenentzündung. Die Ärzte gaben ihr Antibiotika - da es sich aber um keine bakterielle Lungenentzündung handelte konnte das Antibiotikum natürlich auch nicht helfen. Da die Ärzte nicht mehr weiter wußten und keinen blassen Schimmer davon hatten gaben sie ihr anstatt Cortison nur noch Morphin - und sie starb nach weiteren zwei Tagen.

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Kommentar von ClassicTomcat
06.03.2017, 20:34

Oh das tut mir leid 😢 Dankeschön trotzdem Mein AV-Block ist angeboren

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Hallo ClassicTomcat,

als allerletzte Möglichkeit bliebe immer noch, den Sinusknoten in einem Herzkathetereingriff zu abladieren, also zu veröden.
Vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um eine reine Sinustachykardie, die mit Medikamenten nicht einstellbar ist und keine weitere Behandlungsoption besteht, Dir aber erhebliche Probleme bereitet.

Du wärest nach einem solchen Eingriff auf einen Herzschrittmacher angewiesen. Dann wäre definitiv schluss mit der Tachykardie. Gerade bei einem jungen Menschen ist man mit dieser Therapie natürlich sehr zurückhaltend und sie kommt als allerletztes in Betracht.
Vorher kann man versuchen, Teile des Sinusknotens elektrisch zu verändern oder die Leitungsbahnen zwischen Vorhof und Hauptkammer zu abladieren. Wenn das nicht klappt, dann die Ultima ratio.

Alles Gute.

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Kommentar von ClassicTomcat
06.03.2017, 19:05

Vielen Dank 😊

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Ich bin nicht sicher, ob mein Fall Deiner Situation ähnelt (und natürlich bin ich Laie): Vor mehr als 2 Jahren hatte ich extreme Herzrhythmusstörungen (mit stundenlangem Puls weit über 120). Durch einen Kathetereingriff über die Vene am Oberschenkel sind gewisse Nervenpunkte um das Herz herum verödet worden und ich habe seitdem keinerlei Beschwerden mehr. Vielleicht fragst Du bei deinem Kardiologen diesbezüglich mal nach.

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Kommentar von ClassicTomcat
06.03.2017, 18:45

Ich habe aber keinerlei Herzrhythmus Störungen es wurde öffters schon 24h ekg gemacht... Trotzdem danke 😊

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Erstmal zur Begriffsklärung: "Sinus"-Tachykardie bedeutet, dass die Tachykardie in einem Sinusrhytmus statt findet, und das ist der physiologische, also gesunde, Rhytmus.

Das Herz beschleunigt physiologisch immer die Schlagzahl, wenn das Blut schneller strömen muss. So wie der Mensch schneller läuft, wenn er weniger Zeit hat, ein Ziel zu erreichen, also z.B. die S-Bahn noch erwischen will, bevor sie abfährt.

Darum steigt die Schlagzahl bei körperlichen Anstrengungen in Arbeit, Sport usw. etc. sowie unter jeder Einwirkung von Stress, die in uns Urzeitwesen Reaktionen wie Angriff oder Flucht einleiten.

Anatomisch gibt es zwei Quellen von EInwirkung auf die Schlagzahl: aus dem Gehirn/Rückenmark-System und aus dem Herz selbst.

Das Herz hat eine grundlegende Selbststeuerung, die aus dem Sinus- und nachgeordneten, Knoten kommt und eine Minimalfunktion gewährleistet. Die wird, entwicklungshistorisch jünger, von Anweisungen aus dem Hirn "überbrückt", die die Schlagzahl erhöhen können, wenn das nötig ist.

Aus Gründen, die ich noch weniger wissen kann als Du, da ich Dich hier wohl kaum untersucht habe, reguliert das Gehirn bei Dir die Funktion eben höher. Du hast Deine medizinischen Befunde, nicht ich oder irgendjemand sonst hier, also kann hier auch niemand besser wissen als Du selbst, warum das bei Dir passiert.

Vielleicht ist die Ursache ja auch keine neurologische, sondern eine endokrinologische.

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Kommentar von ClassicTomcat
06.03.2017, 17:47

Achso habe ich vergessen dazu zu schreiben das passiert meistens wenn ich mich nicht viel bewege also im Unterricht oder mal Zuhause also nicht unter anstrengung oder so

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Kommentar von ClassicTomcat
06.03.2017, 17:52

Das wurde ja durch einen Psychologen ausgeschlossen

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