herzalarm - reanimationsteam ... was passiert nachher?

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3 Antworten

Werden die Reanimationebemühgungen eingestellt, reist das Rea-Team in der Regel wieder ab und überlässt dem Stationsarzt den Papierkram. Es wird sicher auch mal gesagt "er ist tot", aber das ist noch nicht die offizielle Feststellung des Todes in Dokumentenform: ein Arzt muss den Tod feststellen und in einem speziellen Formular dokumentieren. Dazu müssen allerdings sichere Todeszeichen wie Totenflecken oder Leichenstarre vorliegen, so dass die Feststellung nicht immer unmittelbar gemachtwerden kann. Sobald jedoch sichere Todeszeichen da sind, kann der Tod vom Stationsarzt festgestellt werden, er muss außerdem eine Leichenschau an der entkleideten Leiche durchführen. Eine zweite Visite nach 2 Stunden, wie hier mehrfach erwähnt, ist mir nicht bekannt, sobald sichere Todeszeichen da sind, kann der Totenschein ausgefüllt werden (lediglich vor der Feuerbestattung erfolgt eine zweite Leichenschau durch den Bestatter, aber eben erst unmittelbar vor der Einäscherung). Der Leichnam wird dann ins Bett gelegt und entsprechend zurechtgemacht, damit die Angehörigen sich nochmal verabschieden können. Sollte der Patient einer nicht natürlichen oder unbekannten Todesursache gstorben sein, z.B. nach Sturz auf dem Flur oder auch in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang zu einer Operation, muss die Kriminalpolizei über die unklare Todesursache informiert werden und den Leichnam in Augenschein nehmen. Die Polizei entscheidet dann nach Rücksprache mit dem Staatsanwalt, ob ein Fall vorliegt, in dem ermittelt werden sollte. Meist ist dies aber nicht der Fall. Wird der Leichnam freigegeben, oder liegt ein natürlicher Tod vor und die Polizei ist gar nciht erschienen, wird der Leichnam in der Prosektur des Krankenhauses verwahrt, bis er von einem durch die Angehörigen ausgewählten Bestattungsinstitut abgeholt und dort zur Beerdigung vorbereitet wird.

Jemanden für tot zu erklären dauert ein bischen länger als es immer im TV dargestellt wird. Das ist eine Menge Schreibkram, wie immer im bürokratischen Deutschland.

Nachdem der Patient verstorben ist, werden alle "Schläuche" entfernt und der Patient wird in Position gelegt und evtl. gewaschen, anschließend mit einem Laken abgedeckt. Der Patient muss noch 2 Stunden auf Station bleiben und nochmal von einem Arzt angeschaut werden, bevor er in die L-Halle gebracht wird.

derbas 31.10.2012, 21:46

DH

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Der Arzt stellt den Tod fest. Nach einer gewissen Zeit - ich meine 2 Stunden - ist der Arzt verpflichtet noch mal eine Untersuchung zu machen um den Patienten auf sichere Todeszeichen (=Leichenstarre, Leichenflecken) zu untersuchen.

Dabei wird der Verstorbene i.d.R. entkleidet.

Danach bekommt der Verstorbene ein Sterbehemdchen an und wird, mit Fußzettel oder Aufkleber gekennzeichnet - in die Leichenhalle (Prosektur) gebracht.

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