Herrscht in Deutschland wirklich Religionsfreiheit?

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54 Antworten

Natürlich herrscht Religionsfreiheit, aber in einem vorgegebenen Rahmen.

Das bedeutet, wenn durch die Ausübung die Rechte anderer verletzt werden, kann die Ausübung beschränkt oder gar verboten werden.

Hier kann nicht jeder machen, was er will, jedoch gibt es Leute die Gegenteiliges glauben oder einfach nicht wissen wollen, was man nicht darf.

Und es ist doch auch klar, daß wenn ich mich in einer Gruppe oder Versammlung befinde, die ständig negativ auffällt, die anderen Menschen da etwas genauer hinsehen.

Und aus solchen Beobachtungen in Verbindung mit Überzeugungen b.z.w. Meinungen entstehen Klischees b.z.w. Vorurteile.

Muslime fallen z.B. durch ihre Gewohnheiten und auch Bräuche auf, wobei auffällt, daß Muslime ihre Religion so ausüben, wie es jeder gerne möchte.

Dabei scheint es weder Grenzen noch sonstwas zu geben und dabei werden dann meist irgendwann die Gesetze des Landes " vergessen ", in dem man lebt.

Manche Muslime gehen sogar soweit, meinen zu müssen, daß die Gesetze des gewählten Gastlandes überhaupt nicht gelten und wundern sich dann, wenn es irgendwann mal richtig " Gegenwind " gibt.

Natürlich gibt es in jeder Bevölkerung Stimmungsschwankungen und diese sind oftmals auch spürbar, denn es gibt Menschen mit diversen Ängsten wie z.B. die Angst der Überfremdung.

Ich denke, diese Angst ist derzeit sehr aktuell und die Bevölkerung b.z.w. ein Teil davon reagiert entsprechend.

Das ist auch ein Resultat der Parallelgesellschaft , die von denjenigen gebildet wird, die sich nicht anpassen wollen.

An dem Punkt ist sichtbar, daß die Integration völlig versagt hat und darin sehen viele Menschen einen klaren Nachteil für unser Land.

Und wer das nicht sieht oder sehen will, denn wird die Realität eines Tages einholen......

Gruß,

fraschi

P.S.: Im Übrigen sind Moscheen kein Teil unserer Kultur und stoßen deshalb langsam auf Ablehnung, weil Moscheen durch diverse Vorkommnisse in Verruf geraten sind.

Und nicht nur das, sie werden als Symbol für die optische Aufzwingung einer Religion gesehen und das geht eindeutig zu weit.

Dazu ist auch klar zu sagen, daß z.B. Katholiken oder Protestanten ihre Kirchen auch nicht bauen dürfen, wo sie möchten....an dem Punkt ist in manchen Staaten die Religionsfreiheit spätestens beendet....wenn es da soetwas überhaupt gibt b.z.w. vorgesehen ist.

Hinzu kommt, daß auch die Moscheevereine anscheinend Falschspieler sind, weil sie uns manchmal etwas vorgauckeln wollen, was offensichtlich nicht so ganz stimmt......

Diese Anmerkungen könnte ich noch lange fortführen, aber lassen wir das......

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Kommentar von Renguees
26.07.2016, 00:44

Vielen Dank für deine Antwort. Du hast in allen Punkten Recht. :)

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Hallo. :-)

Man hat ja im Unterricht damals immer vermittelt bekommen das in Deutschland Religionsfreiheit usw. herrscht.

"Religionsfreiheit" bedeutet, dass der Staat die Ausübung der Religion nicht verbieten darf. Einschränkungen sind jedoch durchaus möglich.

So ist etwa die religiöse Schächtung ein Verstoß gegen Paragraph 4 des Tierschutzgesetzes und bedarf einer Ausnahmegenehmigung.

Aber irgendwie kann ich das nicht richtig glauben, wenn ich sehe wie Muslime hier in Deutschland tagtäglich diskriminiert werden

Das Recht auf Ausübung der Religion bedeutet nicht, dass jeder einzelne Bürger die Religion, ihre Lehren, Ausübung und Anhänger toleriert.

Toleranz lässt sich nicht per Gesetz in die Köpfe der Menschen setzen.

Kaum gibt es irgendwo Pläne, das eine Moschee gebaut werden soll, gibt es prompt Demonstrationen gegen den Bau von Moscheen usw

Ein Problem ist, dass der Islam nicht einfach nur eine Religion ist, sondern mit dem Ideal eines Gottesstaates nach islamischen Recht (Scharia) auch politische Aspekte hat.

Eine Moschee ist also nicht einfach nur ein Gebetshaus, sondern auch eine Art politische Einrichtung, wie eine Parteizentrale - auch wenn das liberale Muslime anders sehen.

Da das islamische Recht nicht mit den demokratischen Werten vereinbar ist, reagieren einige Menschen ablehnend auf solch ein politisches Symbol, ähnlich wie etwa auf einen Laden der von Nazis betrieben wird.

Warum betrachten die Leute ein Muslim nicht einfach als normaler Mensch (Individuum) wie jeder andere?

Weil sich ein Teil der Muslime nicht wie der Rest der Bevölkerung verhält. Gerade der konservative Islam behindert die Akzeptanz der Muslime als ganzes.

Muslime reagieren auf die Aufforderung, endlich moderner und westlicher zu werden teilweise mit dem Argument, die Anordnungen Gottes im Quran stünden über den weltlichen Forderungen, oder sogar irdischem Gesetz.

Man wird dann von muslimischer Seite dann auch gerne mal polemisch und kritisiert die "nuttige" Kleidung westlicher Frauen, die ja unsittliches Verhalten und Sexualstraftaten geradezu provozieren.

Mit so einer Einstellung wird das nichts mit der Integration.

Ich sage ausdrücklich nicht, dass das bei allen Muslimen so ist - ich habe auch Minirock-Türkinnen ohne Kopftuch und Alkohol trinkende Männer kennen gelernt, die sich selbst dennoch als Muslime sehen.

Die gemäßigten Muslime sollten aber vielleicht einfach mal mehr Druck ausüben, damit die ultra-religiöse Oma aus einem hinteranatolischen Dorf ihren in Deutschland lebenden Enkeln nicht konservative Gedanken über Sex, Kleidung und Ehre in den Kopf setzt.

Man stelle sich mal vor, es wird nie über den Islam in den Medien berichtet, dann würden glaube ich die wenigsten Menschen kritisch gegenüber dem Islam stehen, weil sie einfach nichts schlechtes darüber hören würden. 

Das wiederum ist eine Behauptung, die auch von der PEGIDA kommen könnte - die böse, von den Zionisten gesteuerte Lügenpresse berichtet nur einseitig und unwahr über die Dinge.

Einige Muslime sehen einfach nicht, dass dieser politisch-religiöse Islam eben tatsächlich ein Problem sein kann, der zu Gewalt führt.

Immer reflexartig zu rufen "Das sind keine wahren Muslime" und Verschwörungstheorien über die USA zu verbreiten, löst das Problem nicht.

Liberale Muslime sehen den Islam nur als Religion. Radikale Muslime sehen auch die politischen Aspekte des Islam und verbinden beides.

So lange der Islam eine Verbindung von Religion, Rechtssystem und Politik darstellt, ist er ein besonders effektiver Gewaltherd.

Auch da sind moderne Muslime in der Pflicht ihrem Nachbarn in der Moschee mal über den Mund zu fahren und ihm zu sagen, dass anti-demokratische Ideologien hier nichts verloren haben.

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Kommentar von MickyFinn
21.07.2016, 15:51

,,Auch da sind moderne Muslime in der Pflicht ihrem Nachbarn in der Moschee mal über den Mund zu fahren und ihm zu sagen, dass anti-demokratische Ideologien hier nichts verloren haben."

Ganz meiner Meinung !

... und ein wirklich guter Text.

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Kommentar von rawierawie
22.07.2016, 08:13

Sehr gut geschrieben!

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Kommentar von latricolore
22.07.2016, 12:56

Sehr gute Antwort!

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Kommentar von Bambi201264
22.07.2016, 13:12

In der Tat, eine wirklich gute Antwort.

Ich möchte noch anmerken, dass auch, wenn nichts über den Islam bzw. die Muslime in der Presse/dem Fernsehen berichtet würde, wir trotzdem genügend negative (und auch positive) Beispiele für das Verhalten von Muslimen und Muslimas aus eigener Anschauung kennen würden...

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Kommentar von realsausi2
28.07.2016, 09:18

Sehr gut heraus gearbeitet. Daraus folgt die Erkenntnis, dass eben der Teil des Islam, der sich politisch und Recht setzend geriert, nicht durch die Religionsfreiheit gedeckt ist.

Diese Bereiche sind allein dem Staat vorbehalten und dürfen nicht religiös geprägt sein. Auch das ist ein wichtiges Stück Religionsfreiheit.

Nur ein Staat, der frei von Religion ist, kann auch Religionsfreiheit garantieren.

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Ich hätte mal eine ernst gemeinte Frage an dich: Nehmen wir an, du hast eine Schwester in meinem Alter (29) und sie würde mit mir ausgehen wollen. Wäre das für dich und deine Familie okay, oder würde das gar nicht gehen?!

Hintergrund der Frage ist der, dass ich in einem Viertel mit hohem Migrantenanteil aufgewachsen bin. Darunter viele Türken. Und ich muss ganz offen und ehrlich sagen, dass ich gerade von dieser Gruppe mittlerweile sehr wenig halte. Das beziehe ich auf die Nationalität und die Religion, denn ich habe stets gemerkt, dass beides Hand in Hand geht.
Ich bin mal mit einem türkischen Mädchen ausgegangen und wir hatten sehr viel Spaß. Auf dem Heimweg hat einer ihrer Bekannten uns gesehen. Am nächsten Tag meinte sie, wir könnten uns nicht mehr sehen, weil ihre Eltern es erfahren hätten und es sie in Gefahr bringen würde. Aber genug mit den Geschichten aus meiner Jugend...
Fakt ist, viele Europäer mögen Muslime nicht so, weil sie (mit Ausnahme der säkularisiertesten und aufgeklärtesten unter ihnen) einen anderen Mindset haben, als wir. Und das merkt man in vielen Bereichen des Lebens. Dass man die aktuelle Berichterstattung und den Terrorismus auf alle Muslime projiziert, ist zwar sehr schade, liegt aber leider in der Natur des Menschen. Das wirst du aus den Köpfen der Leute nicht so schnell heraus bekommen.

Die Religionsfreiheit garantiert dir übrigens der Staat, nicht das Volk. Du darfst deine Religion ausüben, ohne dich vor Verfolgung fürchten zu müssen. Du hast auch das Recht, eine Moschee zu bauen... aber die anderen Leute haben eben auch das Recht, dagegen zu demonstrieren und dagegen zu klagen. Solche Klagen gehen aber oft genug auch zu Gunsten der Muslime aus und daran merkt man, dass die Religionsfreiheit tatsächlich funktioniert.

Ich kann dir nur folgendes sagen und folgenden Rat geben: Die Menschen hier werden dir ebenso kritisch gegenüber stehen, wie konservative Muslime mir als Christ in den islamischen Ländern gegenüber stehen. Du kannst nicht viel mehr tun, als selbst die Veränderung zu sein, die du dir in anderen Menschen wünscht, und zu hoffen, dass dein Beispiel irgendwann von manchen anderen Leuten nachgeahmt wird. 
Wenn du aber...
- böse bist, wenn deine Schwester mit einem Deutschen ausgeht,
- beleidigt bist, wenn eine Zeitung deinen Propheten auf die Schippe nimmt,
- deine eigene Religion für etwas Besseres hältst, als die der anderen,
... dann werden die Menschen dich immer als Fremdkörper wahrnehmen. Und das zu Recht, denn du lebst dann nur am selben Ort, wie die Deutschen, aber nicht in der selben Gesellschaft.

Dass die Medien nun aufhören sollen, über den Islam zu berichtet, ist auch nicht der richtige Weg. Es ist nun Mal der islamische Terrorismus und Extremismus, der heute für ein großes Gewaltpotenzial in der Welt sorgt. Soll man davor die Augen verschließen und so tun, als würde es nicht passieren?
Vielleicht wäre es der bessere Weg, wenn die friedlichen Muslime hierzulande sich mal ganz klar gegen Gewalt und für das Leben im Westen aussprechen würden. Wenn sie sich also auf unsere Seite stellen würden. Aber davon hört man ja leider auch nichts... stattdessen demonstrieren die AKP-freundlichen Türken für ihren Sultan in Istanbul. Und der hat vor einigen Jahren noch Sprüche wie diesen hier gesagt:

Die  Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.
Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten
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wenn ich sehe wie Muslime hier in Deutschland tagtäglich diskriminiert werden

Der größte Teil davon ist Kritik.

Kritik ist in Deutschland ein wichtiger Teil der westlichen Werte und mir ist schon öfter aufgefallen das Muslime nicht mit Kritik zurecht kommen, sondern sich direkt persönlich angegriffen fühlen. 

 im Netz sind unglaubliche viele Hasspostings 

Hasspostings kommen von Menschen, die den Islam generell ablehnen und in einem Land wie Deutschland nicht haben möchten.

Das diese Hasspostings nicht in Ordnung sind, möchte niemand abstreiten. Aber ich kann durchaus verstehen das die Menschen hier, langsam wütend werden, wenn sie sehen, wie der Islam (der nunmal Politische Ansichten vertritt) sich immer mehr auf eine Art "Sonderposition" stellt.

Mir gefällt es z.B überhaupt nicht, das in Talkshows bei denen über den Islam gesprochen wird, immer und immer wieder die Aussagen von den anwesenden Muslimen dort verharmlost werden. Sie (Muslime) werden immer unterbrochen sobald sie zum Punkt kommen wollen. Nur damit das deutsche Volk nicht merkt wie radikal diese ihre Werte verteidigen. 

Auch die scheinbare Unantastbarkeit dieser Religion kotzt mich mittlerweile nur noch an (um es auf Deutsch zu sagen). Man darf nichts kritisieren, Muslime sind sofort beleidigt, historische Tatsachen werden als Lügen abgestempelt und unsere Medien werden natürlich von "ganz oben" gesteuert und sind nicht zu beachten - Lügenpresse. 

Jetzt denke mal ganz scharf nach. Ist es nicht verständlich das Deutschland Menschen mit solch einem Weltbild nicht einfach akzeptieren möchten ?

Nicht akzeptieren möchten das Muslime ein Tausende Jahre altes Relikt über das deutsche Gesetzt stellen ?

Das deutsche Mädchen in Schwimmbädern als "Nuttig" bezeichnet werden, nur weil sie einen Bikini und keinen "Neoprenanzug" tragen ?

die Leute GARNICHT mehr in der Lage sind zu differenzieren, sondern gleich mit Verallgemeinerungen herkommen über alle Muslime.

Meiner Meinung nach, ist die Differenzierung in diesem Fall etwas überbewertet. Natürlich ist nicht jeder Muslim gleich ein Attentäter und will die Weltherrschaft an sich reißen (das zu denken wäre Idiotisch) aber ihr "verehrt" nunmal alle dasselbe Buch. Und bei jedem auch nur ansatzweise negativen Punkt direkt zu schreien "So sind die richtigen Muslime aber nicht" weckt sehr schnell den Eindruck, als würde man einfach nur lügen, damit wir weiterhin denken "Ach, der Islam ist doch eigentlich friedlich".

Es wird nun seit Jahren alles negative was im Zusammenhang mit dem Islam geschieht, von liberalen Muslimen als "nicht richtig" deklariert. Dann frage ich mich aber langsam, wo all die "richtigen Muslime" denn sind, wenn jeder der anscheinend nach dem Gesetz des Korans handelt ja keiner ist !?

Muslime begeben sich in meinen Augen damit genau in das Schema, das ich bereits sehr oft angesprochen habe. Sie lügen, so lange sie in der Unterzahl sind. Das wurde von Mohammed so praktiziert und Muslime praktizieren es nun genauso. Sie sich mal einer die Länder an, in denen der Islam sich in der religiösen Überzahl befindet. Dort werden alle die nicht diese Sicht vertreten ermordet. 

Und was passiert in DE wenn es mal mehr Muslime als andere gibt ?

(Natürlich konnte man das als Hetzte abstempeln. Aber wenn man ehrlich ist, ist dieser Gedanke nicht einmal unbegründet.) 

Und woher sollen Menschen die sich nicht zu 100% mit dem Koran auskennen, denn wissen welche Aussage stimmt. Wenn man liest das Christen und Juden nicht mehr Wert sind als Affen und Schweine, und das sogar die Muslime (angeblich sind sie keine Salafisten) vom "Lies" Stand so bestätigen, welchen Grund habe ich als "Durchschnittsbürger" denn nicht auf die Straße zu gehen und zu sagen das es reicht ?

Der Islam ist nunmal nicht nur eine Religion, sondern hat auch politische Ansprüche. Und ob das liberale Muslime so sehen oder nicht, ist, so leid es mir für diese tut, irrelevant.

Dasselbe mit Mohammed. Man kann als Westlich geprägter Mensch eben einfach nicht verstehen, wieso Muslime einen (historisch bewiesen) Massenmörder verehren. Und wenn diese dann behaupten, die Kriege seien ausschließlich aus Verteidigung heraus geschehen, lügen sie sich selbst in die Tasche und machen sich vor jemandem, der darüber bescheid weiß einfach nur lächerlich. Man müsse nur mal "Dschihad" googeln und diese Aussage ist innerhalb von Sekunden widerlegt.

Einfach komplett alles was IS Soldaten von sich geben als liberaler Muslim abzustreiten kann ein positives Zeichen setzten, aber es ist deshalb noch lange nicht direkt richtig. 

Den auch liberale Muslime befolgen den Koran, den man nicht in Frage stellen darf. Und es gibt viele Punkte, in denen liberale Muslime ihrem heiligen Buch widersprechen. Und das ist es, was sie eigentlich nicht dürfen.

Man hat immer den Eindruck, wenn man Islamkritik liest bzw. hört, als ob sich alle Muslime zu Monster verwandelt haben und die Welt erobern wollen,

Diesen Eindruck hast du, weil du anscheinend nicht mit der Kritik über den Islam zurecht kommst. Religionsfreiheit bedeutet nicht, das alle in Deutschland jede Religion mitsamt ihrer Ausübung "einfach so" akzeptieren muss. Kritik muss sich jeder gefallen lassen, wer das nicht akzeptieren kann, ist Fehl am Platz. 

Man stelle sich mal vor, es wird nie über den Islam in den Medien berichtet, dann würden glaube ich die wenigsten Menschen kritisch gegenüber dem Islam stehen, weil sie einfach nichts schlechtes darüber hören würden.

Und hier sprichst du genau das an, was sich vermutlich jeder Muslim wünscht. 

"Hört auf über uns zu berichten und uns zu kritisieren" 

So läuft es aber nicht. Hätte man niemals über den Islam berichtet, wären niemandem die negativen Punkte an dieser Religion aufgefallen und sich eine Gesellschaft zu wünschen, die aufhört zu kritisieren (so wie du es gerade tust) klingt für mich alles andere als positiv. 

Denn wenn (und das betone ich immer öfter) Muslimen die westlichen Werte nicht gefallen und diese auch nicht akzeptieren möchten, frage ich mich, wieso sie sich den länger in diesem Land befinden. Damit möchte ich nicht rassistisch sein. Ich denke nur, das das eine sehr berechtigte Frage ist. Schließlich fliegen Christen ich auch nicht in Muslimische Länder um dort zu leben. 


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Als erstes muss ich sagen, dass du hier "den Staat" mit "den Leuten" vermengst.

Der Staat sichert dir zu, dass du deine Religion frei ausüben darfst, solange deine Form der Religionsausübung nicht mit Gesetzen kollidiert. Die Rastafari dürfen auch nicht kiffen, obwohl das Teil ihrer Religionsvorstellung ist. Der Staat garantiert dir aber, dass du jeder Religionsgemeinschaft angehören darfst, ohne dafür persönlich benachteiligt zu werden.

Andererseits sichert der Staat aber auch Meinungs- und Demonstrationsfreiheit zu. Es steht also jedem frei zu sagen "Ich will keine Moschee in meiner Nachbarschaft" und diese Meinung auch in Demonstrationen öffentlich zu bekunden. Es wird sogar zugesichert, dass man sagen darf, dass man den Islam in Deutschland nicht haben will. Strafbar wird das erst, wenn man jemanden deswegen beleidigt oder benachteiligt. Die Benachteiligung ist aber oft schwer nachweisbar. Wie soll man z.B. einem Arbeitgeber nachweisen, dass er eine Person wegen ihres Glaubens nicht eingestellt hat, solange er das nicht genau so begründet hat.

Es gibt ja sogar Ausnahmeregelungen für Moslems wie z.B. das schächten von Tieren. Das ist in Deutschland eigentlich verboten, aber bestimmte muslimische und jüdische Schlachtereien dürfen es mit Ausnahmegenehmigungen trotzdem. Die Frage ist immer wie weit man ein Gesetz für eine Religion aufweichen darf.

Was die Hasspostings angeht, so sind diese verboten und teilweise wird auch dagegen vorgegangen. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/bka-zahlreiche-durchsuchungen-wegen-hasspostings-im-netz-a-1102761.html Leider ist das oft nicht so einfach, weil im Internet erst einmal Anonymität herrscht.

Wenn es nichts über radikale Moslems zu berichten gäbe, dann würde darüber auch nicht berichtet. Sollen die Medien alle Anschläge, die von radikalen Moslems begangen werden unter den Teppich kehre. Wenn eine üble Gewalttat begangen wird, dann wird darüber berichtet. Über Anders Breivik wurde auch lang und breit berichtet und auch seine rechtsradikale Gesinnung und Islamfeindlichkeit wurde breit getreten bis zum geht nicht mehr. Wenn jemand so abscheuliche Taten begeht, dann will man wissen aus welchem Grund das geschehen ist und leider ist es momentan halt so, dass die meisten Attentate von Leuten begangen werden, die sich auf den Islam berufen um ihre Taten zu rechtfertigen. In den 70er Jahren war es die RAF und jeder der politisch weit links stand war stand schon mal im Verdacht mit denen zu sympathisieren und ihre Taten gut zu heißen. Wenn sich Teile einer Gruppe radikalisieren, dann steht die ganz Gruppe unter schärferer Beobachtung.

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Kommentar von Dahika
22.07.2016, 15:13


Sollen die Medien alle Anschläge, die von radikalen Moslems begangen werden unter den Teppich kehre.

Natürlich nicht, aber besser wäre es. Denn wenn nicht mehr über die Attentate berichtet würde, wäre dem IS und seinen Anhängern der Boden unter den Füßen weggezogen. Der Nährboden für diese Attentate speist sich doch unter anderem von der Publicity. Leider.

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Hallo Regenguees,

Ich bin ein Muslim und in Deutschland aufgewachsen. Man hat ja im Unterricht damals immer vermittelt bekommen das in Deutschland Religionsfreiheit usw. herrscht. Aber irgendwie kann ich das nicht richtig glauben, wenn ich sehe wie Muslime hier in Deutschland tagtäglich diskriminiert werden von allen Seiten (Medien, Lehrer, teilweise Politiker) usw. im Netz sind unglaubliche viele Hasspostings zu lesen über Muslime, die anonym verfasst werden.

Die Freiheit besteht von Seiten des Staates Deutschland, der Staat mischt sich nicht in die Wahl deiner Religion ein. Was andere machen wie deine Eltern welche dir den Islam beigebracht haben kann er nicht beeinflussen. Doch gibt er jeden Menschen ab dem 14 Lebensjahr das recht selbst über seine Religion zu entscheiden, das lassen deine Eltern wohl kaum zu. das was du hier von Seiten der Presse und anderen bemängelst nennt man Presse und Meinungsfreiheit, das ist etwas was man in der Türkei seit einer ganzen weile schon nicht mehr hat.

Kaum gibt es irgendwo Pläne, das eine Moschee gebaut werden soll, gibt es prompt Demonstrationen gegen den Bau von Moscheen usw. Ich kann diesen Hass garnicht nachvollziehen.

Du vergisst das die Menschen in Deutschland nicht 5 mal den Ruf des Imams hören wollen und auch nicht das der Ort zum Angriffsziel von Nazis und Gruppen feindlicher Muslimischen Gruppen wird. Zudem vergisst du das Deutschland ein Christlich geprägtes Land ist, selbst die Politik ist mit Christen durchsetzt.

Die meisten Muslime die ich kenne sind sehr friedlich und distanzieren sich von Gräueltaten was der IS usw. macht, aber viel schlimmer finde ich, das die Leute GARNICHT mehr in der Lage sind zu differenzieren, sondern gleich mit Verallgemeinerungen herkommen über alle Muslime. 

Das ist schön wenn sie Friedlich sind, doch wo sind deine Friedlichen freunde wenn mal wieder ein verbrechen deiner Glaubensbrüder gegen eine Frau, Wehrlosen Menschen, durch einen Terroranschlag verletzt oder getötet werden? Bei Mohamet Karikaturen gehen Muslime zu Millionen auf die Straße. Bei Terror, Säure Attacken auf Frauen und anderen Verbrechen sieht man kaum Muslime auf den Straßen dagegen demonstrieren. So etwas ist Unglaubwürdig. Entweder die Religion verbietet Gewalt oder Nicht und wenn ja muss ich als Glaubensbruder wenigstens offen zu stehen das ich gegen Gewalt bin.

 Warum betrachten die Leute ein Muslim nicht einfach als normaler Mensch (Individuum) wie jeder andere? Man hat immer den Eindruck, wenn man Islamkritik liest bzw. hört, als ob sich alle Muslime zu Monster verwandelt haben und die Welt erobern wollen, was ja vollkommener Schwachsinn ist.

Wenn du statt anderen die Schuld zu geben mal die Medien, welche du so verteufelst ansehen würdest, wüsstest du wieso die Menschen sich schwer tun jeden Muslim einzeln zu sehen. Es sind IS, Salafisten und andere Muslime welche alles nicht Muslimische ausrotten wollen und auch aus Deutschland einen Islamischen Staat machen wollen und die Scharia einführen. Deine Glaubensbrüder sind bisher fast nur durch Religiöse Forderungen an den Staat und Bürger und durch Gewalt aufgefallen.

Wann haben Muslime mal sichtbar Deutschen bei Katastrophen geholfen? Als Deutsche Flüchtlingen helfen wollten, wurden sie von einigen Muslimen Attackiert, weil sie sich nicht an die Muslimischen Religionsregeln gehalten haben, welche sie nicht kannten. Das nur weil eine Frau einen Mann und ein Mann eine Frau berührt hat. Ich selbst habe von einer Frau erfahren das sie gesehen hat wie Muslime eine Kassiererin im Supermarkt angepöbelt haben, so das sie später in tränen ausbrach. Wie soll ein deutscher Bürger, der genug damit zu tun hat genug Geld zu verdienen, damit er nicht verhungert, noch jeden Muslim einzeln betrachten? Man gibt deinen Glaubensbrüdern Essen und Obdach so gut es uns Möglich ist und der Dank?

Man stelle sich mal vor, es wird nie über den Islam in den Medien berichtet, dann würden glaube ich die wenigsten Menschen kritisch gegenüber dem Islam stehen, weil sie einfach nichts schlechtes darüber hören würden.

Dann wären wir in der Türkei und was soll das bringen? Vertuschen ist keine Lösung. Eines der Christlichen 10 Gebote ist "Du sollst nicht lügen" das gibt es, wenn ich mich nicht irre, auch im Islam. Selbst wenn man nicht in den Medien über so was berichten würde, würde sich das verbreiten. Denn Menschen Tragen es weiter.

Abschließend:

Würde jeder Muslim sich den Regeln des Koran entsprechend, Respektvoll, Höflich, Gewaltlos und hilfsbereit zeigen, dann gäbe es weniger Probleme. Ein Mensch der merkt das du Nett bist und ein Guter Mensch, der wird dich auch meist so sehen.

Gruß Plüsch Tiger

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Kommentar von PlueschTiger
22.07.2016, 16:13

Übrigens. Als Muslim kann man auch in einer Kirche beten, wenn man den Pfarrer fragen tut.

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Hallo Renguees,
ja es gibt in Deutschland die Religionsfreiheit. Das bedeutet, dass der Staat die Religionsausübung nicht einschränkt sofern diese nicht mit dem Grundgesetz kollidiert. Du darfst z.B. beten, fasten, den Gottesdienst besuchen, ... und niemand darf dir deshalb Leid zufügen. Wenn dir allerdings jemand sagt, dass er es nicht gut findet, was du machst, darf er das auch, denn es gibt hier auch Meinungsfreiheit. Ich selbst bin Christin und werde auch oft blöd angemacht, wenn irgendein Bischof betrunken Auto gefahren ist oder einen Prachtbau als Residenz gebaut hat oder wenn ein Pfarrer Kinder missbraucht hat. Es ist eben einfach so... wenn jemand aus einer Religionsgemeinschaft Mist baut, sind es alle. Ich wurde wochenlang beschimpft, nachdem die Missbrauchsfälle ans Licht gekommen waren z.T. auch heute noch. Wenn wir jetzt allerdings versuchen etwas gegen diese Lästereien zu unternehmen, und gegen jemanden Anzeige erstatten wird alles nur noch viel schlimmer. Das einzige was wir tun können ist in der Öffentlichkeit ein gutes Bild abzugeben und uns von dem Geschehenen zu distanzieren. Wir müssen sagen ok, da wurden Kinder missbraucht, das ist total schlimm, ich würde das nicht machen. Derjenige muss bestraft werden!
In deinem Fall wäre es eher, da hat jemand im Namen Allahs Menschen getötet...
Wie sollen die Medien nichts schlechtes über den Islamischen Staat berichten, wenn dieser dafür sorgt, dass Massenhaft Menschen getötet werden, dass massenhaft Menschen auf der Flucht sind, dass wir hier in Deutschland Angst haben müssen in eine Bahn zu steigen ...
Jetzt musst du in dich gehen und fragen wie du das siehst. Findest du gut, dass im Namen Allahs "Ungläubige" getötet werden? Falls ja, sind die Diskriminierungen gerechtfertigt, denn dann greift die Religionsfreiheit nicht mehr, weil gegen andere Artikel im Grundgesetz verstoßen wird. Falls nein, distanziere dich davon, erkläre den Leuten, was der Islam lehrt und dass der IS die Lehre falsch versteht, sei aber auf keinen Fall aggressiv.
Leider tragen auch viele Muslime zu dem schlechten Bild des Islam bei. Ein Ex-Kollege von mir wollte während der Arbeitszeit beten. Der Chef sagte das geht in seiner Position nicht. Der Imam sagte das Gebet kann nachgeholt werden und der Ex-Kollege hat den Arbeitsplatz trotzdem während der Arbeitszeit verlassen um zu beten. Dem anderen Kollegen, der mit ihm gearbeitet hat, hat er nicht Bescheid gesagt. Dieser hat sich dann schwer verletzt, weil der andere einfach zum Beten gegangen ist. Gegen den Rauswurf hat er geklagt, kam aber damit nicht durch. So tragen Muslime z.T. selbst dazu bei, dass sie im schlechten Licht dastehen.
Was du dagegen tun kannst:
Sei anders
Distanziere dich von Gewalt und Aggression
Sei hilfsbereit, höflich, Verständnisvoll, Respektvoll (auch gegenüber Frauen, ja der Ex-Kollege hat sich aus religiösen Gründen auch geweigert, der Chefin die Hand zu schütteln)
Versuche einfach nicht negativ aufzufallen und passe dich deiner Umgebung an. Wenn du dann diskriminiert wirst kannst du denken, die meinen nicht mich. Ich bin nicht so wie das Klischee und kannst darüber stehen. Allerdings wirst du dann wohl kaum von Leuten, die dich gut kennen diskriminiert.

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Man hat ja im Unterricht damals immer vermittelt bekommen das in
Deutschland Religionsfreiheit usw. herrscht. Aber irgendwie kann ich das
nicht richtig glauben,

Die Religionsfreiheit ist im Grundgesetz, unserer Verfassung, garantiert. Wie es für fast alle Grundrechte gilt, so kann kein Mensch im Lande einen Anspruch auf eine unbeschränkte Religionsfreiheit erheben.

Der Staat ist verpflichtet, die verfassungsmäßigen Rechte aller Menschen im Lande gegeneinander abzuwägen und zu wahren. Er tut das auch. Gegenteiliges hat der Fragesteller nicht vorgebracht.

wenn ich sehe wie Muslime hier in Deutschland tagtäglich diskriminiert werden von allen Seiten (Medien, Lehrer, teilweise Politiker) usw. im Netz sind unglaubliche viele Hasspostings zu lesen über Muslime, die anonym verfasst werden.

Der Staat kann nicht mehr tun, als seine Bürger dazu anzuhalten, sich Recht und Gesetz gemäß zu verhalten. Bürger, die sich daran nicht halten, werden bestraft. Eine Diskriminierung aufgrund z. B. der Religionszugehörigkeit ist nicht rechtens. Dass besonders Muslime "tagtäglich diskriminiert werden von allen Seiten", ist ein Pauschalurteil, das jeglicher realen Grundlage entbehrt.

Wenn Muslime als Religionsgemeinschaft in der negativen Kritik stehen - und eine solche Kritik ist durch die Meinungsfreiheit legitimiert -, dann nicht deshalb, weil allen Muslimen unterstellt wird, islamistische Terroristen zu sein, sondern wegen des Verhaltens einer Mehrheit der Muslime in ganz Europa. Wenn es darum geht, einen Diktator wie Erdogan zu bejubeln, der vielfachen Verfassungsbruch in der Türkei begeht, dann gibt es in ganz Europa größere Demonstrationen nicht gegen, sondern für diesen größenwahnsinnigen Verbrecher. Wann gab es je in den europäischen Ländern, in denen alle Demonstrationsfreiheit herrscht, große Demonstrationen friedlicher Muslime gegen die Morde und andere Verbrechen des sog. IS und gewissenloser, fanatisierter Muslime in europäischen Ländern, wie z. B. zuletzt in Frankreich (Nizza)?

Schon die alten Römer hatten ein weises Sprichwort: cum tacent clamant - indem sie schweigen (sich also zu einem wichtigen Thema nicht äußern), schreien sie (nämlich zustimmend)! Insofern verursacht dieses Verhalten der Muslime, mögen sie auch im Geheimen oder im persönlichen Gespräch solche Verbrechen aus religiösem Fanatismus verurteilen, in der Öffentlichkeit den Verdacht auf Zustimmung. Es fehlt den europäischen Völker einfach eine öffentlichkeitswirksame Kundgebung der Muslime, zum einen, dass sie sich mit allen friedlichen Menschen solidarisch erklären, und zum anderen, dass sie sich von allen fanatisierten und gewaltbereiten Muslimen deutlich distanzieren und solchen Verbrechern erklären, dass sie keine Glaubensschwestern und -brüder sind, sondern Verräter ihres Glaubens, des Islam!

Kaum gibt es irgendwo Pläne, das eine Moschee gebaut werden soll, gibt es prompt Demonstrationen gegen den Bau von Moscheen usw.

Es kann nicht ernsthaft abgestritten werden, dass viele Moscheen von islamistischen Predigern - nicht wenige von der Türkei entsandt und finanziert - für die Verbreitung islamistischer und intoleranter Lehren genutzt werden. Leider wehren sich die betroffenen muslimischen Gemeinden nur selten gegen solche sog. "Hassprediger", und auch unser Staat geht nicht rigoros genug gegen solche Missstände vor, sondern lässt die Menschen vor Ort mit ihren Sorgen und Ängsten alleine. Deshalb greifen die Bürger eben zu solchen Rechtsmöglichkeiten, die ihnen bleiben.


Ich kann diesen Hass garnicht nachvollziehen.

Das ist falsch! Äußerlich friedliche Muslime werden in Deutschland nicht gehasst, allenfalls aus den von mir oben geschilderten Gründen mit Sorge, Ängsten und berechtigtem Misstrauen betrachtet. Daran tragen die Muslime bzw. eine Mehrheit von ihnen ein erhebliches Maß an Mitschuld, weil sie ihren Mitmenschen nicht den Eindruck vermitteln, mehr auf der Seite von Recht und Gesetz und ihren friedlichen und wohlmeinenden Mitmenschen zu stehen als auf der Seite ihrer verabsolutierten Religion. Das deutsche Volk will - und kann! - mit Fanatikern nicht zusammenleben, weshalb z. B. auch deutsche Links- oder Rechtsextreme so sehr verabscheut werden.

Das sollte die friedliche Mehrheit der Muslime in Deutschland und Europa endlich begreifen und daraus ihre Folgerungen ziehen. Warum sie das nicht tut, das ist etwas, was ich nicht nachvollziehen kann!

aber viel schlimmer finde ich, das die Leute GARNICHT mehr in der Lage sind zu differenzieren, sondern gleich mit Verallgemeinerungen herkommen über alle Muslime.

Mit dieser Bemerkung hat der Fragesteller einen riesigen Bock geschossen! Denn indem er schrieb: "wenn ich sehe wie Muslime hier in Deutschland tagtäglich diskriminiert werden von allen Seiten", hat er selbst mit undifferenzierten Verallgemeinerungen seinen Beitrag eröffnet.

Warum betrachten die Leute ein Muslim nicht einfach als normaler Mensch (Individuum) wie jeder andere? Man hat immer den Eindruck, wenn man Islamkritik liest bzw. hört, als ob sich alle Muslime zu Monster verwandelt haben und die Welt erobern wollen, was ja vollkommener Schwachsinn ist.


Da gebe ich dir Recht! Allerdings steht auch fest, dass die übelsten "Monster" auf der heutigen Welt fanatisierte, gewalttätige und gewissenlose Muslime sind. Das ist schlechterdings nicht zu leugnen. Und warum konnte der sog. IS so mächtig werden? Weil er unter den Muslimen in Europa und den muslimischen Ländern kaum Unterstützung erfährt?  :-/

Man stelle sich mal vor, es wird nie über den Islam in den Medien berichtet, dann würden glaube ich die wenigsten Menschen kritisch gegenüber dem Islam stehen, weil sie einfach nichts schlechtes darüber hören würden.

Das sind die Praktiken einer unfreiheitlichen Diktatur, aber nicht Praktiken einer freiheitlichen Demokratie!

MfG

Arnold




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Kommentar von furkansel
21.07.2016, 17:53

Da hast du den Begriff Hassprediger aber ziemlich weit gefasst, wenn darunter auch Imame im Auftrag der türkischen Regierung darunter fallen. Das betrifft so ziemlich alle Imame und Angestellte von DITIB. Dabei möchte ich betonen, dass DITIB der mit Abstand größte islamische Verband in Deutschland ist und weder DITIB selbst, noch deren zahlreiche Moscheen vom Verfassunsgschutz überwacht werden.

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Kommentar von Akainuu
22.07.2016, 00:14

Die ersten 2-3 Abschnitte deiner Antwort fand ich sehr schön. 

Du hast genau meine Ansicht wiedergegeben, die schlichtweg faktisch richtig ist. Danach wurdest du leider zunehmend subjektiv und gabst auch Aussagen wieder, die ich so nicht bestätigen würde, aber es ist deine Antwort: Für die ersten Abschnitte kriegst du definitiv ein Lob. 

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Religionsfreiheit wird vom Staat garantiert, das heißt nicht, dass jede*r deine Religion gut finden musst, das bedeutet, dass der Staat deine Religion nicht verbieten bzw. die Ausübung einschränken darf, ob Medien oder irgendwelche Nazis deine Religion nicht gut finden, hat nichts mit der im Grundgesetz garantieren Religionsfreiheit zu tun.

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Guten Tag Renguees,

zunächst ist grundsätzlich zu unterscheiden, was von staatlicher Seite garantiert wird und wie die Anschauung der Bevölkerung zu einem bestimmten Thema ist.

Die Religionsfreiheit ist in Aritkel 4 Absatz 1 und 2 des Grundgesetzes (GG) festgehalten und gehört zu den unveränderbaren Grundrechten des GG, was bedeutet, das eine Veränderung (unter anderem) dieses Artikel unzulässig ist, da Grundrechte in ihrem Wesensgehalt nach Art. 19 Abs. 2 GG nicht angetastet werden dürfen.

Von staatlicher Seite ist folglich allen Bürgern die freie und ungestörte Ausübung ihrer jeweiligen Religion garantiert. Somit herrscht in Deutschland tatsächlich Religionsfreiheit.

Was du als Problematik ansprichst ist wiederum ein Konflikt der nicht staatlicherseits, sondern die der Bevölkerung stattfindet.

Sehen wir uns an, warum dies der Fall ist: Zum einen sind viele Menschen in der Lage bereits aufgrund von Bagatellen (man denke nur an den Nachbarschaftstreit) sehr schnell sehr emotional zu werden, wenn es um die Durchsetzung ihrer Interessen oder ihrer Lösungsansätze geht. In der Folge entstehen Konflikte, die Fronten verhärten sich und ein einst subitler Konflikt wird offen ausgetragen.

Zum anderen sind jedoch einige Menschen vor allem in Hinblick auf das Unbeweisbare (also ihrem jeweiligen Glauben), vermutlich aus Unsicherheit darüber, schnell polemisch zu werden, was keine Grundlage für einen Dialog ist, der zwischen Menschen im Idealfall stattfinden sollte.

Leider ist es dem Wesen des Menschen immanent, anderen Weltanschauungen und auch Kulturen in eingien Fällen sehr kritisch gegenüber zu stehen. Da die abendländische Kultur und die morgenlädische Kultur sehr verschieden sind, stehen Menschen der einen Kultur der anderen Kultur kritisch gegenüber et vice versa. Dieses Phänomen wirst du überall dort beobachten können, wo verschiedene Kulturen in großer Anzahl von Anhängern aufeinandertreffen.

Das bedeutet, dass Konflikte und leider auch Diskriminierungen entstehen.

Das bedeutet nicht, dass in der BRD keine Religionsfreiheit besteht.

Alles Gute!

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ich versuche mich auch mal an deiner Frage:

ich empfinde beim lesen deiner Frage ein Urteil denen gegenüber die du wegen ihres Verhaltens kritisierst. was ich damit meine, ist dass du es in deiner Frage verallgemeinerst, man hört und sieht oder macht eine Erfahrung und urteilt dann. Dann ist natürlich menschlich, aber so wie du dir gerade einen Kopf darüber machst machen es sich auch viele andere in Bezug darauf nur umgekehrt.

Du erlebst einige Menschen und Situationen und erhälst daraufhin dein eigenes Bild, das ist aber nur subjektiv und heißt nicht das alle so sind.

Ich glaube das größte Problem auf dem viele gegenwärtige Konflikte beruhen ist die allgemeine Unwissenheit und Ängste die die Menschen haben. Sie wollen sich schützen und beobachten. Sie tun das was jeder tut. Ich denke kaum ein Mensch der eine gute Erfahrung mit jemanden macht wird ihm wegen seiner Religion verurteilen, es ist einfach das Problem dass viel Gewalt in Verbindung damit derzeit und schon oft gezeigt oder gar erfahren wurde, und jeder Mensch hat eine eigene Meinung, da ist keiner besser oder schlechter als der andere.


Nur wenn du so einen Vergleich ziehst solltest du die gesamte Bilanz betrachten (Beispiel Moschee)..in Deutschland gibt es Moscheen, es wird tolleriert..recherchiere mal was mit 2 Deutschen passierte die im Ausland für ihre Religion eine eigene Kirche forderten, sie wurden prompt gehängt.

Mache nicht die gleichen Fehler die du an einigen kritisierst, dass du denkst die Menschen wären gegen dies und das..sondern schaue auf die gesamte Welt.


Eine Religion sollte niemals Anlass für Feindseligkeit sein, jeder Mensch ist viel Wert, und wenn es Aufstände gibt ist das immer ein Zeichen von Ängsten und Unsicherheit.


Nur in Bezug auf Deutschland muss man auch sehen dass es Menschen mit anderen Wertvorstellungen gibt, keiner ist da besser oder schlechter, aber zur Tolleranz gehört ja auch dazu die Werte des jeweiligen Landes zu akzeptieren, denn das macht doch unsere Welt so wunderbar kulturell. warum soll alles gleich sein?

Wenn es in einem Land als freundliche Geste gilt beim Zusammensitzen Tee zu trinken würde ich das aus Höflichkeit tun, auch wenn es nicht mein liebstes Getränk ist  um zu zeigen dass man auch die anderen Werte tolleriert; Tolleranz zeigt die Bereitschaft für ein friedliches Zusammenleben; das heißt ja nicht dass man seine aufgibt ;-)

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Kommentar von Katie27
21.07.2016, 14:53

* da sich deine Frage speziell auf deutschland bezieht: wenn du mal einen Vergleich anstellst wirst du auch sehen dass es andere Länder gibt die mit ihren eigenen (!) Werten viel strenger umgehen. Als Beispiel: da muss man sich ua "sprachlich" mehr anstrengen, weil sie da nicht in 5 verschiedenen Sprachen die Einrichtungen beschildern. Ich finde es nicht schlimm, aber ich verstehe die andere Sicht auch

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Kommentar von Renguees
21.07.2016, 15:55

Liebe Katie27,

Ich möchte nicht verallgemeinern und selbstverständlich gibt es sehr viele Deutsche die tolerant sind. Meine Meinung resultiert auch darauß das ich hier schon lange lebe und sehr viel Erfahrung habe sammeln können wie die Menschen hier ticken. 

Die meisten Deutschen die ich persönlich kenne, haben ein komplett falsches Bild vom Islam. Klar sind sie sehr nett, was ich auch seeeehr zu schätzen weiß, aber mir ist es immer unangenehm über das Thema Islam zu reden, weil ich immer vorahne, das ich mit kritischen Fragen rechnen muss.

Wie zum Beispiel: Warum müsst ihr Muslime immer fasten an Ramadan? Was bringt es euch usw.? Oder warum trinkt ihr kein Alkohol und so? Oder euer Glauben ist schuld daran, das es überall Terrorismus gibt usw.

Diese Sachen erfinde ich nicht, sondern ich erlebe es immer wieder, wenn ich mit Leuten über Religion spreche oder wenn mich eben Leute auf sowas ansprechen, wenn wir über Politik reden.

Zu deinem Kommentar, in einer anderen Antwort: Nein, ich habe keine Umfrage gestartet, es basiert auf meine persönliche Erfahrung und die von anderen Muslimen die ich kenne. Hinzu kommen noch die Medien die diesen Hass verstärken und die Leute die fleißig auf Facebook ihre Hasskommis verbreiten und damit andere anstecken.

Selbstverständlich hätte ich kein Problem damit, dich auf ein Tee (arab. chay) einzuladen. Wie gesagt, nicht das du mich falsch verstehst Katie, ich habe es einfach nur satt immer, mich sowie andere Muslime rechtfertigen zu müssen, als ob wir besondere Menschen sind. Wir sind ganz normale Menschen, sowie du und ich. :)

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Also ich persönlich habe keine Probleme mit Muslime und differenziere auch zum IS. IS hat kein bisschen mit dem wahren Glauben dahinter zu tun. Ist nur ein Aushängeschild um neue Leute zu rekrutieren und eine Rechtfertigung für die schlimmen Taten.

Ich denke nur, dass gerade ältere Leute da noch nicht so Weltoffen sind bzw. eigene Erfahrungen gemacht haben, die sie Abneigung empfinden lässt.

Ich bin außerdem davon überzeugt das es die Angst vor dem ungewissen ist, weshalb so viele negativ reagieren.

In Deutschland herrscht Religionsfreiheit und demnach auch die Freiheit bedingungslos an das Christentum zu glauben. Extremisten gibt es immer... bedauerlicher Weise

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Kommentar von Renguees
21.07.2016, 14:50

Danke. Schön wärs, wenn viele so denken würden wie du!

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Die Religionsfreiheit besteht auch darin, gegen eine Religion zu sein oder sie zu kritisieren. Dies machen Religionsgegner und Atheisten hier auf der Plattform zu hauf. Oft wird sogar gegen Religion und Kirchen gehetzt was so mit Religionsfreiheit weniger zu tun hat..
Was du beklagst hat ist keine Einschränkung der Religionsfreiheit und auch Hetze ist da nicht zu erkennen.(auch wenn jemand gegen eine Moschee ist)
Es ist nun mal eine Tatsache, daß sich der Islam in unserer Gesellschaft und weltweit "unangenehm" (vorsichtig ausgedrückt) präsentiert.
Dies ist nicht nur die Verschleierung der Frauen und die selbst gewählte Ausgrenzung der Muslime aus unserer Gesellschaft sondern auch Hassreden hierzulande von Muslimen gegen "Ungläubige". (auch auf dieser Plattform !)
Und die Menschen hierzulande sind eben "Ungläubige".
Und wieso kommt es zu den zehntausenden Anhängern und Symphatisanten des IS hierzulande ? Und hier steht keiner unter Zwang.

Die meisten Muslime die ich kenne sind sehr friedlich 
und distanzieren sich von Gräueltaten was der IS

Die "meisten" ist eben zu wenig. Wenn dies 90 % der Muslime hierzulande sind, dann eben über 400000 welche nicht friedlich sind und denken.
Auch der Religion an sich kann kaum einer etwas abgewinnen.
Wie du aus Fragen (vor allem von jungen musl. Menschen) auf dieser Plattform siehst, bringt sie unzählige angstgestörte Menschen hervor welche wegen nichts und wieder nichts die Verdammung in der Hölle befürchten.
Noch nie habe ich hier von muslimischer Seite ein Bekenntnis zur (Nächsten-) Liebe vernommen oder ein Vertrauen auf den den Allah der 99 (wunderbaren) Namen (Eigenschaften) sondern immer nur Angst, Angst, Angst.
Ihr seit eben unendlich weit vom christlichen Heilsverständnis weg oder unserem freiheitlichem Denken.
Daß ihr auch Textstellen aus dem Koran aufführen könnt, wo die Nächstenliebe erwartet wird, kompensiert dies nicht. Ansonsten habt ihr aber nur Vorschriften, Vorschriften, Vorschriften welche haargenau zu beachten sind.

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Die Religionsfreiheit betrifft das Gesetz.  
Deine Beschwerde richtet sich an die Bevölkerung.

Wenn der Gesetzgeber sagt, dass etwas erlaubt ist, auszuüben, heißt das noch lange nicht, dass die Bevölkerung das automatisch supertoll finden muss.

Desweiteren möchte ich anmerken, dass wenn man nach Leuten sucht, die etwas oder jemanden hassen, diese auch finden wird. Daraus kann man aber nicht den Schluss ziehen, dass der größere Teil der Bevölkerung diese Einstellung vertritt.

Beispiel: Sagen wir, ich interessiere mich für die Tempelritter und recherchiere im Internet. Nach ein paar Tagen intensiver Recherche werde ich überzeugt sein, dass viele Menschen sich mit den Tempelrittern auseinandersetzen.

Zweites Beispiel: Bevor ich mit Judo angefangen habe, dachte ich, dass nur die besten der besten, Elitekämpfer oder alte, weise Opis einen Meistergrad (schwarzer Gürtel) haben. Als ich aber auf zig Lehrgängen war und mir unzählige Schwarzgurtträger begegnet sind, hat sich das alles relativiert.

Also: Gräm dich nicht über ein paar dumme Beiträge. Auch haltlose Stimmen müssen gehört werden können.

___________

Mit Religionsfreiheit hat das Ganze nichts zutun. Anstelle dich zu ärgern, solltest du Aufklärung (nicht Missionierung(!)) betreiben.
Dadurch, dass du dich ärgerst, wird der Hass nicht weniger. Er wird in der Summe sogar größer.

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Es ist so. Seit den 1970er Jahren sehen die Leute in Deutschland jeden Abend dass es Anschläge gibt. Immer in islamischen Ländern. Seit fast 50 Jahren!!! Da ist es verständlich dass man irgendwann denkt, "diese Leute sind alle gewalttätig, sonst müsste es ja mal Frieden geben." Das denken viele vielleicht nicht so direkt wie ich es hier sage. Aber ihr Unterbewusstsein sagt dass diese Leute gefährlich sind.

Selbst wenn man sieht dass alle friedlich sind, glauben die Leute dass Muslime rund 6 Kinder pro Familie haben. In Deutschland sind 2 Kinder schon Seltenheit. Damit lässt sich ausrechnen wer bald die Mehrheit im Land ist. Und weiter gedacht und demokratisch gedacht bestimmt die Mehrheit was im Land läuft. Diese Vorstellung ist schon schlimm genug für viel Deutsche. Doch es kann noch schlimmer kommen. Eine extrem-islamistische Partei entsteht, die alle Nichtmuslime ausgrenzt und den Spieß von heute umdreht. Denn man muss erkennen dass skrupelose Menschen leichter an die Macht kommen als der nette Muslim von nebenan.

So begründe ich meine ANGST vor dem Islam. Wenn er in seinem Ursprungsgebiet endlich Frieden stiften könnte wäre ich überrascht. Aber ich denke dass uns das Problem noch weitere fünfzig Jahr beschäftigen wird.

Liebe Grüße
Eiskorn93

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Die Religionsfreiheit infragezustellen und im nächsten Satz zu behaupten, dass Muslime in Deutschland diskriminiert werden, ist wirklich frech.

Nirgendwo auf der Welt herrscht ein dermaßen hohes Level der Toleranz und der Menschenfreundlichkeit wie bei uns. Du kannst dich in Deutschland frei zu deinem Glauben bekennen und ihn ausleben, und jeder, der dich daran hindern würde, macht sich sogar strafbar. Wenn du als Muslim diskriminiert wirst, von welcher Seite auch immer, und du das beweisen kannst, dann hast du jederzeit das Recht, die betreffende Person anzuzeigen und dein Recht auf freie Religionsausübung geltend zu machen. Damit sollte deine Frage eigentlich schon beantwortet sein.

Ich würde dir aber gerne auch erklären, warum der Islam in der westlichen Welt einen so schlechten Ruf genießt. Der zunehmende Islamhass in Europa geht nämlich nicht nur auf Kosten des IS und den weltweiten Terror, den Islamisten derzeit verursachen. Ein weiterer Punkt ist nämlich auch das falsche Bewusstsein vieler Muslime, dass ihr Glauben der einzig richtige ist und über allen anderen Gesetzen steht. Diese Arroganz gehört bei vielen Muslimen zu ihrer Identität, und sie haben sogar die Frechheit, diese Weltanschauung als ihre Kultur zu verkaufen. Es gibt und es darf in Deutschland keine islamische Kultur geben! Es gibt eine deutsche Kultur, zu der die Moslems (nicht der Islam!) mit dazugehört, aber unter einem gemeinsamen Wertesystem. Wer das nicht akzeptiert und lieber in einer Parallelgesellschaft mit Zwangsehen, Friedensrichtern und Ehrenmorden leben möchte, der ist ein Verfassungsfeind und in Deutschland nicht willkommen.

Eine interessante Studie des niederlänischen Soziologen Ruud Koopmanns zeigt sehr deutlich, dass islamistisches Gedankengut bei der breiten Mehrheit aller in Europa lebenden Muslime weit verbreitet ist. Zwei Drittel der von ihm Befragten Muslime geben an, dass sie religiöse Vorschriften für wichtiger erachten als geltendes Recht, sogar drei Viertel von ihnen meinen, dass es nur eine richtige Auslegung des Korans gebe. Andere Fragen, die sich auf Frauenverachtung, Homophobie und andere Standpunkte, die den Muslimen oft vorgeworfen werden, zeichnen ein ebenso erschreckendes Bild.

Wenn du die Frage nach der Religionsfreiheit stellst, dann stelle ich dir die Frage, ob die Religionsfreiheit der Muslime nicht gezwungernermaßen dann enden muss, wenn sie die Freiheit aller anderen Mitmenschen weder zu akzeptieren, zu tolerieren geschweige denn zu respektieren bereit ist und das Freiheitskonzept, nachdem wir alle gut und sicher leben dürfen, am liebsten durch ein Modell nach Vorbild der Scharia ersetzen möchte.

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Religionsfreiheit bedeutet, dass du eine Religion ungehindert ausüben kannst. Niemand hindert dich in Deutschland daran. Du kannst nicht ins Gesetz schreiben, dass jeder auch die Angehörigen anderer Religionen lieben muss.

Du kannst ja mal mit  Kopten in Ägypten, oder überhaupt Christen in Afghanistan, Pakistan, Saudi-Arabien oder sogar in der Türkei über Religionsfreiheit und deren Einschränkungen diskutieren. Das könnte sehr lehrreich für dich sein.

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Ich kann verstehen, dass dich die momentane Situation etwas wütend macht, aber atme erst einmal tief durch.

Nicht jeder Deutsche sieht es so wie geschildert. Es gibt auch welche, die begriffen haben, dass Idiotie nichts mit Religion oder Nation zu tun hat.

Die Religionsfreiheit wird dir vom Staat garantiert. Für die Meinung der Leute kann der Staat nichts machen. Das musst du akzeptieren.

ABER: Beleidigende Posts werden wiederum nicht von der Meinungsfreiheit beschützt. Gegen diese kann man gerichtlich vorgehen.

Außerdem solltest du dir vor Auge führen, dass nicht jeder, der dir Fragen zu deiner Religion diese auch verurteilt. Diese Fragen können auch gestellt werden wofür Fragen dienen, nämlich dass sie beantwortet werden und den Wissensstand des Fragenden erweitern.

Vorurteile gegen den Islam (wobei es DEN Islam eigentlich gar nicht gibt) können nur dadurch bekämpft werden, wenn man sich darüber informiert wie es denn so wirklich ist. Gute Informationsquellen sind nun mal Muslime, die man darüber ausfragt.

Natürlich gibt es Leute, die nur Fragen stellen, um Angriffsziele zu finden, aber du wirst irgendwann raushören wer es wie meint, um aussortieren zu können.

Was den Bau von Moschees betrifft: Die Leute sind auch dagegen, wenn neue Straßen gebaut werden sollen, wenn spezielle Kliniken und ähnliche Einrichtungen gebaut werden sollen. Kurz gefasst: Es wird sich immer jemanden finden lassen, der dafür ist, dass man dagegen ist.

Und nun zu deinen Unterfragen: Es wird immer Menschen geben, die ein einfaches Weltbild haben. Die Idioten und Psychopathen an etwas wie einer Religion oder Hautfarbe festmachen wollen. Derzeit werden sie befeuert von den Medien.

Ich kann dir nur raten cool zu bleiben und dich auf die zu fokussieren, die dich nicht deswegen verurteilen.

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In Deutschland herrscht Religionsfreiheit. Du kannst deinen Glauben als Muslim leben, ohne deshalb von staatlichen Organen Probleme zu bekommen. Dies schließt missionarische Tätigkeiten mit ein. 

Das was Du bemängelst, hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun. Der einzelne Bürger hat die Freiheit seine Meinung zu sagen. So darf er zum Beispiel auch gegen den Bau von Moscheen sein. Ich vermute, dass einer der Hauptgründe für eine solche Haltung, die Angst ist. Die Angst vor Menschen aus einem anderen Kulturkreis und aus anderen Kontinenten. Dann kommen die Meldungen über Gewalt vom IS, Boko Harum, al-Qaida usw. dazu. Da kommt bei weniger gebildeten Personen rasch die Gleichung  auf, solche Organisationen repräsentieren den wahren Islam und so etwas kommt auch in unserem Land früher oder später. 

Ob zu Recht oder zu Unrecht wird auch der Vergleich mit Ländern wie Saudi-Arabien oder Iran gemacht. Dort haben Christen nicht die gleichen Freiheiten wie in Deutschland. 

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Kommentar von Bodesurry
21.07.2016, 20:38

...ich meine natürlich, dass Christen in Saudi-Arbabien oder dem Iran nicht die gleichen Freiheiten haben wie Muslime in Deutschland...

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Kommentar von realsausi2
28.07.2016, 09:21

So darf er zum Beispiel auch gegen den Bau von Moscheen sein.

Natürlich darf er das. Aber wenn der Bau einer Moschee genehmigt ist, darf er den Bau nicht behindern.

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Religionsfreiheit bedeutet, dass der Staat dir deine Religionsausübung gewährleistet, dir weder Religion aufzwingt noch verbietet.

Wie sich einzelne Privatpersonen über die Religion eines anderen äußern, ist keine Frage von Religionsfreiheit.

Es ist zu bedauern, dass hier derart viele Hasskommentare von unqualifizierten Usern kommen.

Andererseits verstehe ich dein Beispiel mit dem Bau von Moscheen nur bedingt. Immerhin gibt es bei uns Erlaubnisse dazu. In überwiegend muslimischen Ländern wird Andersgläubigen meist gar kein Gotteshaus erlaubt.

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