Hengst in Stalltrakt mit Wallachen und Stuten?

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7 Antworten

Hab in meinem Stall selbst Hengste, die im Offenstall (also rund um die Uhr) in ihrer Gruppe draußen sind und Kontakt zu den anderen Wallachen und Stuten haben und da gibt es keine Probleme. Die gibt´s nur, wenn man einen Junghengst/Hengst generell ein Lauftier Pferd einsperrt in einer Box.

Hengste mögen mehr Testosteron haben, als die Gelegten oder Stuten, aber wenn man ihnen ein artgerechtes Pferdeleben bietet, machen sie selten Probleme.

Mein Tipp: such dir einen Stall, wo er mit anderen Hengsten (bestenfalls Gleichaltrigen) ganztägig raus kann.

Ich hab derzeit einen Hengst in Beritt bei mir, der Zeit seines Lebens (10 Jahre) nur eine Paddockbox zwischen Stuten und Wallachen kennt: er ist unausgeglichen, steigt, bockt, nimmt den Kopf runter, legt sich auf´s Gebiss, Headshaking, versucht alles um seinen Reiter los zu werden, hieß es. Nun ist er seit 3 Tagen bei uns, ich hab ihn in die Hengstgruppe integriert: ein feiner Kerl, sehr aufmerksam, gelehrig, leicht mit Gewicht-u. Schenkelhilfen zu reiten und keinerlei Hengstmanieren weder unter noch bei mir. Ja, ein Traum von einem Pferd, wenn ihr mich fragt.

Woran es liegt? Das weiß nur er. Vielleicht die neue Freiheit, die er kennen gelernt hat...

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Kommentar von ponyfliege
26.01.2016, 01:45

woran es liegt?

du bist der boss, weil du in der lage bist, für deine "herde" zu sorgen. du hast führungsqualitäten, auf die man sich aus sicht dieses pferdes verlassen kann. demzufolge arbeitet er gern mit. er verlässt sich drauf, dass du die leitung übernimmst. wenn man ihn fragen würde, wärst du ein traum von einem menschen.

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ein jährlingshengst kann bereits erfolgreich decken, auch wenn er noch nicht hengstig ist.

ihn zwischen stuten zu stellen, sollte man bleiben lassen.

ihn ohne sozialkontakte in eine box zu stellen schon erst recht. spätestens in 12 monaten hast du auf diese weise ein pferd, das lebensgefärhlich ist. wenn dann die hormone schiessen, bringt er dich um.

ein jährlingshengst gehört in eine junghengstgruppe mit mindestens einem, besser aber mit mindestens 3 anderen junghengsten zusammen (insgesamt 3 junghengste zusammen ist ungünstig, weil 2 sich zusammentun und den 3. mobben), oder mit mindestens einem ausgewachsenen HENGST zusammen..

und zwar nach draussen. auf eine grosse fläche, die ihm bewegung ermöglicht und wo er mit anderen männlichen pferden rangeln, rennen und spielen kann seine rangordnungskämpfe ausfechten und sozialverhalten erlernt.

der zweite punkt ist nämlich, dass ein pferd, dass sich in seiner fohlenzeit (ein fohlen ist er, bis er etwa 3 1/2 oder 4 ist) nicht genug bewegt, bereits durch das anreiten schwerste und nicht heilbare körperliche schäden davontragen kann.

einen jährling auf einen reiterhof zu holen ist quasi handaufzucht. handaufgezogene pferde kriegen ALLE früher oder später einen haschmich, weil sie weder mit pferden sozialisiert wurden, noch ihre energie altersgemäss rauslassen und auch nicht gesund wachsen können. ich würde das als kaspar-hauser-syndrom bezeichnen (das kannst du nachschlagen oder googlen, falls du den begriff nicht kennst). 

sorry... ich muss dir das so sagen - was du dir da vorstellst, ist in keiner weise artgerecht und verstösst in aller übelster weise gegen das tierschutzgesetz. du würdest dich strafbar machen, ein fohlen so aufzuziehen. es ist das, was man gemeinhin "schlechte haltung" nennt.

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Kommentar von Joejoe164
25.01.2016, 21:40

Ich hab nichts dagegen dass du mir das alles so offen und ehrlich sagst :). Aber so schlimm wäre es nicht. Er würde täglich rauskommen und das nichts nur 2h. Außerdem ist das nur für höchstens 3 Monate als Lösung gedacht. Noch ist er ja lange nich da, ich muss noch ganz viel planen und die Zeit läuft. Also separiert von anderen Pferden wäre er auf keinen fall, vor allem weil die boxen nicht mal ganz vergittert sind. Außerdem ist der Kleine jetzt schon 1,60cm groß (mit nichmal 1 Jahr). 

Das es nicht der träum von Haltung ist weiß ich. Aber ich denke mit sozialkontakt (wenn auch für 3 Monate nicht sein alter) und Auslauf wäre es erträglich. :/

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Ein Jährling gehört überhaupt nicht in die Box, sondern raus in eine gute Hengstaufzucht. Egal wie weit diese entfernt sein mag, so ein junges Pferdchen braucht dich definitiv noch nicht täglich. Entweder ich kann so ein junges Pferd artgerecht großziehen oder ich kaufe mir keines. Aber gut, ist nur meine Meinung.

Das Problem sehe ich jetzt nicht so sehr in der Konstellation mit Stuten und Wallachen zusammen, das wird funktionieren und sollte es für ihn doch einmal zu stressig werden, musst du ihn eben legen lassen. Das Problem sehe ich eindeutig in der Boxenhaltung. Wäre wenigstens die Möglichkeit gegeben, dass das Pferdchen mit gleichaltrigen Artgenossen nach draußen kommt?

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Kommentar von ponyfliege
25.01.2016, 21:28

das problem liegt auch darin, wenn er zu früh gelegt werden muss. aber ansonsten gebe ich dir recht.

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Kommentar von Joejoe164
25.01.2016, 21:28

Er müsste "nur" bis ca Mai durchhalten in der box und dann wäre er in Wallach und Hengst Herde 24h draußen. Für den kommenden Winter besteht die Möglichkeit, nur leider jetzt noch nich. Ich habe zwar einen sehr verspielten Wallach der Fohlen liebt aber das is nich das gleiche. Und die Züchterin hat nur ihn und müsste sich einen dazu kaufen, wobei sobald ich ihn dann hole ist der dann alleine. Ich würde ja einen der hier vor Ort vorhandenen Jährlinge abzweigen nur sind die alle nicht halfterführig und wegen fremden Pferden muss ich keinen stress haben. :/

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Hallo,also an meinem Stall stand vorübergehen (c.a ein jahr) ein Hengst zwischen einer Stute und einem wallach. Den Hengst hat es nicht gestört. Wenn dein kleiner es jetzt so gewohnt ist wird das vorübergehend wohl auch klappen es sei denn die Stuten werden rossig dann könnte es schwierig werden..

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Nicht in eine Box sondern in eine Hengstaufzuchtherde. 

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Kommentar von Joejoe164
25.01.2016, 21:04

Die nächste Hengstaufzuchtstation ist ziemlich weit weg und ich hätte da gerne die Hand drauf und möchte dass mein Pferd mich kennt. Und die Jungen hier ind der Nähe stehen matschig, ohne fließend Wasser und werden nich so optimal versorgt. Ich möchte nicht dass er nachher Mangelerscheinungen bekommt. :/ :) trotzdem danke

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Am besten in gar keine. Sondern in einen Offenstall mit Gleichaltrigen.

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Kommentar von Joejoe164
25.01.2016, 21:01

Das wäre auch der plan gewesen nur is die einzige Möglichkeit sehr matschig, schlecht versorgt und hat kein fließend Wasser. Und ich wollte nicht unbedingt das er Mangelerscheinungen bekommt. :/ :) danke trotzdem

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Kommentar von Spiky2008
25.01.2016, 21:21

Mangelerscheinungen bekommt er durch die Boxenhaltung. Siehe Lycias Kommentar. Diesem habe ich nichts mehr beizufügen

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Ich glaube ich habe gerade schon eine andere Frage beantwortet 😆 

Bei mir am Stall (Pferdewirtin) stehen viele Hengste. Alles Zuchthengste. Und das ist kein Witz, ich gehe zum Spaß mal die Stallgasse durch 

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Und das sind ALLE Hengste, die 100% Hengst sind. Mehr Hengst geht nicht :D

Es wird funktionieren. Vielleicht nicht am ersten Tag aber spätestens am 3.

Viel Glück 

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Kommentar von Joejoe164
25.01.2016, 21:06

Vielen Dank, das hört sich sehr vielversprechend an. :D 

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