Helfen und dann Vorwürfe machen? Warum machen das Leute?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Weil sie es brauchen.
Sie benötigen für ihr Selbstwertgefühl die Bestätigung, dass man ohne sie nichts ist, nichts wird, nichts kann...beliebig erweiterbar.

Da wird Hilfe aufgedrängt, gute Ratschläge gegeben, einem unter die Arme gegriffen, aber wehe, derjenige sagt dann nicht laut und für alle hörbar den Rest seines Lebens "Danke! Ohne dich hätte ich das nie geschafft!"...

Meist verbergen sich hinter einem solchen Typ Mensch Narzißten, die sich durch solche Aktionen nähren, sich selbst erhöhen, aufbauen, usw.
Eigentlich ganz arme Menschen, die selbst in sich so unsicher sind, dass sie ständig das Hofieren durch andere Leute brauchen (und auch dafür sorgen, dass sie hofiert werden).

Meine Mutter und eine meiner Kolleginen sind zwei dieser Sorte...

2

Was ist mit solchen Menschen die Narzissten sind?

Ich meine wenn ich mich irgendwo freiwillig engagiere bzw. jemanden helfe, dann ist das schon Genugtuung für mich wenn ich sehe dass es der anderen Person besser geht.

0
14
@NewySun

Das unterscheidet dich von genau diesen Menschen. Sie helfen dir nicht, damit es DIR besser geht, sondern damit Du ihnen auf leben Dankbar bist.

0
17
@NewySun

Dir mag es reichen, es gibt genügend, die es für ihr Selbstwertgefühl brauchen, dass man ihnen ewig zu Dank verpflichtet ist.
Oder eben im Falle meiner Mutter: "Frau Sowieso, was wären wir OHNE SIE? Nichts..."
Sie brauchen die Gewissheit, dass nur sie für den Erfolg (in welcher Form) verantwortlich sind.

Narzißten, schwierig...meistens kommt es aus der Kindheit. Ich meine, jeder von uns hat die ein oder andere narzißtische Eigenschaft, ohne Zweifel...ist auch gut so.
Aber einige (viele?) haben bspw. durch ihre Kindheit, in der sie stets übergangen wurden, in der so Kommentare, wie "Du kannst auch gar nichts richtig machen!", emotionale Erpressung etc. selbst solche Verhaltensmuster gelernt haben und die sie einsetzen. Die selbst versuchen, sich besser zu fühlen, in dem sie andere niedermachen. Sie sind unsicher, überfordert usw., aber das wollen und können sie nicht zugeben, weil sie immer gelernt haben oder dazu verpflichtet waren, nach außen ein anderes Bild zu präsentieren.
Und mit dem Niederdrücken anderer, lenken sie einfach von sich ab. Schlicht und Ergreifend.
Und natürlich brauchen sie auch die Bestätigung durch andere, wie die Luft zum atmen.
Meine Kollegin bspw. liebt es, Kollegen, die einen Fehler begangen haben, vor versammelter Mannschaft bloßzustellen. Sie erfreut sich daran, wenn es anderen schlecht geht, diese durch ihr Verhalten verletzt sind, Abneigung gegen sie entwickeln...sie zieht daraus ihre Lebensenergie und wenn dann noch jemand dazu kommt, der sie aufgrund ihres vorgeschobenen Selbstbewusstseins, ihres egomanischen Auftretens anhimmelt, wow...dann gibt's Oberwasser.

Ich meine, ein "Danke" hört jeder gerne...jeder zieht daraus positive Bestätigung und Energie. Aber wenn man danach das Danke "einfordert", jemanden vermittelt, sich bedanken zu müssen...dann finde ich, sieht es wieder andes aus. Das ist ungesund.

1
2
@Eosinophila

aber ich habe gesehen, dass diese Leute mit einen einfachen "Danke" nichts anfangen können.

0
14

Exakt auf den punkt gebracht!

1

Ich finde so ein verhalten ganz widerlich!

Das sind in meinen Augen arme Kreaturen, die deine Notlage ausnutzen, um sich heldenhaft zu fühlen, oder vor anderen besser da zu stehen..... und nicht, um dir zu liebe wirklich zu helfen.

Von solchen menschen nimmt man lieber gar nichts an!

2

@diefragende76

das mache ich auch nicht mehr. Sowas gemeines habe ich in meinen ganzen Leben noch nicht erlebt. (kopfschüttel)

1

Klar das ist gemein und asi da hat ja die Hilfe gar keinen Wert ehr

Was möchtest Du wissen?