Helfen Antidepressiva wirklich dagegen?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Antidepressiva können dir tatsächlich auch über den beschriebenen Zustand hinweg helfen. Betonung auf "können".

Leider ist es so das Menschen grundlegend verschieden auf Psychopharmaka reagieren. Was bei dem einen einer Wunderheilung gleichkommt, zeigt sich bei dem anderen nur in lästigen Nebenwirkungen.

Hör auf deine Ärzte, lies die Packungsbeilage, nimm die Medikamente und beobachte wie du darauf reagierst. Besprich die Wirkungen und Nebenwirkungen mit den Ärzten.

Hallo Elissa12,

ich kann Dich nur zu gut verstehen. Ich leide selber seit ca. einem Jahr an starken Panikattacken und war deswegen auch Anfang des Jahres für einige Monate in der Klinik.

Dank Sertralin geht es mir schon deutlich besser und ich habe viel seltener Panikattacken. Es dauert aber wirklich mehrere Wochen, bis das Medikament seine Wirkung zeigt. Es ist nicht so, dass Du heute das Medikament einnimmst und dann ab morgen keine Panikattacken mehr hast. Es ist leider auch nicht so, dass Dir das Medikament komplett dabei hilft, keine Panikattacken mehr zu bekommen.

Die Panikattacken an sich kannst Du nicht mit Medikamenten in den Griff bekommen. Da ist zusätzlich unbedingt noch eine Psychotherapie erforderlich, in welcher Du lernst, mit den Panikattacken umzugehen und auch verstehst, wo der Auslöser dieser Panikattacken ist.

Der wichtigste Schritt für Dich ist also der Weg zum Psychotherapeuten. Nur wenn Du weißt, woher diese Panikattacken kommen, kannst Du auch mit ihnen umgehen lernen und sie bekämpfen. Alleine mit Medikamenten geht das nicht.

Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg.

Du bist mit 16 skeptisch was dir ein Facharzt verordnet und wir Laien sollen nun seine Entscheidung hinterfragen und für dich ent- oder bekräftigen?! Der behandelnde Arzt wird wissen was er tut, hat eine Anamnese aufgenommen und ist wohl in der Lage sich ein Bild zu machen und entsprechende Entscheidungen zu treffen. Wenn du das Medikament nicht einnehmen möchtest ist das deine Sache.

Jedes Problem hat eine Ursache - und nur wenn eine Ursache beseitigt ist verschwindet auch automatisch das Problem - was man von einer Symptom-Behandlung mit Medikamenten allerdings nicht behaupten kann.

Zum Thema "Panikattacken" kannst Du auch mal hier in meinen Beitrag schauen.

https://www.gutefrage.net/frage/durch-magnesiummangel-panickattacken?foundIn=answer-listing#answer-90802556

Weitere mögliche häufige Symptome findest Du hier - darunter z.B. auch Bewusstseinsstörungen.

http://www.dr-neidert.de/index.php/biomed/304-magnesiummangel-symptome-und-ursachen

Anscheinden wollten deine Ärzte nur ihre Mittelchen los werden. Doch wie Hippokrates schon sagte: Es ist wichtiger zu wissen, was für ein Mensch eine Krankheit hat, als zu wissen, was für eine Krankheit ein Mensch hat.

Hat sich denn einer von den Ärzten jemals dies betreffend genauer erkundigt?

Also ich an deiner Stelle würde erstmal zum Psychologen gehen und abklären lassen ob es vll iwelche Hintergründe für die Panikattaken und so gibt. Den Antidepressiva verschlimmert meist in den ersten 2-3Wochen die Symptome bevor sie sich bessern und es wird immerhin ein Eingriff in deine Psyche gemacht. Bevor ich sowas einnehme würde ich den ärtzlichen Rat, bzw eines Psychologen rein holen, ob die Medikamente wirklich nötig sind gerade in deinem Alter. Oftmals können Gespräche auch sehr gut helfen. Ich hatte sowas ähnliches, alles fühlte sich falsch an, hatte das Gefühl alle sind gegen mich und vom Psychologen wurde diagnostiziert "burnout" was bei mir durch die Arbeit und privat kam und in der Vergangenheit dinge passiert sind die ich nie richtig verarbeitet hatte.Durch eine kurzzeittherapie bin ich wieder voll ins leben gekommen und das ohne Psychopharmaka lediglich wenn ich innerlich unruhig war habe ich pflanzliche Tabletten genommen die super geholfen haben. 

Was möchtest Du wissen?