Heizwasser im Winter heraus lassen

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5 Antworten

Mit Frostschutz könnte das gehen, aber da frage ich mich doch ernsthaft, ob der Aufwand und das Risiko in irgendeiner vernüftigen Relation zu den potentiellen Heizkosten liegen? So viel mehr kann das eine Geschoss zu beheizen doch nicht kosten!

Cantoclass 19.10.2012, 18:33

Letztes Jahr habe ich es auf 15 grad beheizt und es ist im ersten Stock dennoch an zwei Stellen im Februar eingefroren, weil der erste Stock im Gegensatz zum EG nicht sehr gut isoliert ist. Mitsamt der Reparaturkosten waren das 3000.- Euro. Die möchte ich mir diesmal sparen. Ich bin auch immer wieder ein bis zwei Wochen nicht in diesem Haus. Es steht also leer.

Habe zwar jemanden der darauf schauen kann, allerdings nicht täglich und das ist wegen des Schnees auf diesem Berg nicht so einfach.

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FordPrefect 22.10.2012, 08:30
@Cantoclass

In diesem Fall ist die dort verbaute Heizung ohnehin ungeeignet. Bei nur teilweise genutzten Objekten, noch dazu im Gebirge oberhalb ca. 1000m, sollte man keine Wasserkreisläufe verbauen, wenn nicht eine ständige Betriebstemperatur sichergestellt werden kann. Sofern es technisch möglich ist, wäre hier zu einem Abbau des Kreislaufs im 1.OG und zu einer alternativen Heizung durch Strom oder Kachlöfen zu raten. Oder das Haus muss dauerhaft bewohnt/beheizt bleiben, sodass die Temperatur im 1.OG nicht unter die kritische Marke fällt. Man könnte sonst höchtesn mit dem Heizungsbauer zusammen die Rohrleitungen für die HK im 1.OG so umlegen, dass sie nicht an ungedämmten Außenwänden entlang laufen - aber der Aufwand dürfte vergleichsweise immens sein.

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Du könntest jede Etage durch eine sep. Heizung z.B. Vaillant-Gastherme beheizen und jedes Zimmer durch die Regelung am Heizkörper steuern lassen. So ist auch eine Möglichkeit der Kostentrennung bei Vermietung erleichtert. Ich denke aber, dass im Haus liegende Wasserleitungen nicht erfrieren können.

Cantoclass 19.10.2012, 18:28

Das habe ich schon. Es sind zwei getrennte Heizkreise vom Keller aus steuerbar.

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Ein Heizsystem zu entleeren wird sicherlich funktionieren. Haben wir auch bereits öfters bei leerstehenden Häusern gemacht. Unsere Empfehlung wäre, den Heizkreis nach Entleerung mit Stickstoff zu füllen, damit keine Probleme mit der Korrision auftreten können. Der Sauerstoff in der Luft bringt leider relativ schnell eine Korrosion mit sich.

LG

Jörg

Cantoclass 22.10.2012, 08:50

Heißt das, man braucht keine 2 Liter Frostschutz als Sicherheit für die tieferen Stellen nachfüllen? Denn die Gastherme im Keller verträgt diesen angeblich nicht.

Wo schließt man den Kompressor an? An dem letzten obersten Heizkörper? Und wie bekommt man den Stickstoff dann hinein?

Am Ende wohl dann alles geschlossen anstatt offen halten, damit der Stickstoff nicht entweicht?

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Bin gleicher Meinung wie FordPrefect "könnte gehen" und halte, auf +5°C, durchheizen auch für ein wahrscheinlich kleineres (Kosten-) Übel.

Wie sieht es mit Trinkwasserleitungen (kalt /warm ggf. Zirkulation) aus? Da ist das mit dem Ausblasen aus hyg. Gründen nicht gut. Glykol schon ´mal gar nicht. Aber vielleicht ist es ja mit kompl. Entleerung lösbar.

Weiteres Problem könnte (bei Unterkühlung im 1.OG) auch im EG auftreten, nämlich durch Kondensation an der Decke mit entspr. Folgen (Tropfwasserbildung > Verschmutzung > schlimmstens Schimmelbildung). Kann auch in die Euros gehen.

Das gesamte System (vollkommen gefüllt) mit Glykol durchspülen, ist kostenmäßig ja auch nicht ohne. Das Glykol ist danach ja Sondermüll und kostet nochmal Geld, wird ja schlecht nochmal verkauft werden können.

Ich würde es mir dreimal überlegen und dann wahrscheinlich heizen.

Gruß

Cantoclass 19.10.2012, 18:37

Wenn ich es auf 5 grad halten könnte und nicht wie letztes Jahr auf 15°, wo mir im hinteren Zimmer dennoch etwas eingefroren ist (mit üblen Folgen), würde ich es so machen.

Und dann müsste ich aber immer zugegen sein, das bin ich aber manchmal zwei Wochen nicht. Es ist wirklich verflixt.

So könnte ich mir wahrscheinlich etwa 1800.- Euro sparen.

Das Trinkwasser müsste ich heraus bekommen, nachdem ein Ventil im EG gemacht ist.

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DietmarBakel 19.10.2012, 21:30
@Cantoclass

Jau - dann mach es. Je nachdem, wie Dein Heiznetz aussieht würde ich folgend vorgehen:

  1. Anlage 1.OG entleeren - alle Ventile (an Heizkörpern) auf - Entlüftung offen.
  2. Alle HK-Ventile zu - Entlüftung zu.
  3. Nach der Reihe ein HK-Ventil öffnen - Druckluft durchblasen.
  4. HK-Ventil wieder schließen - nächstes öffnen - Druckluft. usw.
  5. Glykol einfüllen - durchschießen durch HK1 (andere zu) - Glykol auffangen.
  6. Prozedere wiederholen bis alle HK´s an der Reihe waren.

Spontan würd´ ich es so machen. Gruß

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Ich würde eher dem gesamten Wassersystem eine ausreichende Menge Frostschutz beifügen. Dann bist Du auf der sicheren Seite.

Wassermenge ausrechnen, entsprechende Menge Glykol (Frostschutz) hinzu fügen, der sollte bis mindestens minus 10 bis 15 Grad Celsius dosiert werden.

Der Frostschutz ist zudem nicht schlecht für die mechanischen Teile im System (Pumpen und Ventile).

Kühlerfrostschutz für PKW ist absolut geeignet.

Israel4ever 19.10.2012, 13:35

Dann das gesamte System damit durchspülen, dass der Frostschutz überall hin kommt (alle Heizkörper müssen dazu aufgedreht werden !!! ). Dann hast Du Ruhe.

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Cantoclass 19.10.2012, 18:27

Das hätte ich gerne gemacht. Das Problem, ich habe erstens eine verknüpfte Gastherme von Wolf die angeblich keinen Frostschutz verträgt und zudem 2000 l Pufferspeicher. Das wäre dann eine Menge Frostschutz und käme mich schon recht teuer..

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