Heizungsaustausch - Heizung nicht defekt - trotzdem Mieterhöhung?

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8 Antworten

Der Austausch einer energiefressenden Heizung gegen eine neue energiesparende ist auf jeden Fall in Ordnung, wenn nicht sogar vorgeschrieben, wenn die alte Heizung z. B. von vor 1978 noch wäre.

Wieviel er erhöhen kann ist leicht zu errechnen: Wenn es keine weitere leerstehende Wohnung mehr gibt, also die 10000 € voll Euch betreffen: 11 % der Investition pro Jahr = € 1100,-. Das macht pro Monat € 91,67.

Wenn die neue Heizung tatsächlich 100 € pro Monat einspart, also rund 40 %, dann habt ihr schon was davon, nämlich anfangs € 8,33 je Monat. Mit steigenden Energiepreisen, geht dieser Wert allerdings nach oben.

Die Frage ist letztlich, ob die veranschlagte Einsparung realistisch ist. Zusammen mit anderen energiesparenden Maßnahmen könnte das realistisch sein. Aber dann wären die Modernisierungskosten noch höher und Eure Mieterhöhung ebenfalls.

Es ist jedoch so, dass ihr den Heizungstausch hinnehmen müßt. Ebenso die Erhöhung von 11 % der Investitionssumme pro Jahr. Sobald das Erhöhungsverlangen kommt, muss Euch der Vermieter aber auch die tatsächliche Höhe nachweisen. Sollten in den Rechnungen Posten sein, die nicht Modernisierung, sondern Reparatur sind, müssen diese raus gerechnet werden. Z. B. Reparatur an der Tankanlage. (nicht Wartung)

Ist das zulässig wenn der austausch überhaupt nicht notwendig ist? Wir haben im endeffekt nichts von, er schon.

Ist zulääsig, jedoch darf er pro Jahr nur 11% der Modernisierungskosten auf die Miete aufschlagen.

Modernisierungen, speziel im Energiesektor, kann man auf die Miete teilweise umlegen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass der hier angegebene Wert umgesetzt werden kann.

Der Vermieter kann energetische Modernisierungen auf die Mieter umlegen. Für die Durchführung einer solchen energetischen Modernisierung ist es nicht erforderlich, dass das alte Gerät defekt ist.

Er muss jedoch nachweisen, dass eine wesentliche Einsparung von Heizkosten auftritt. Das passiert im allgemeinen mit dem einem entsprechenden Gutachten.

Sie sollten dieser Modernisierung in jedem Fall widersprechen, schon aus formalen Gründen. Denn es kann passieren, dass der Vermieter kein solches Gutachten vorlegen kann und somit die Modernisierung keine solche ist. Und selbst wenn er doch ein solches Gutachten vorlegen kann müsste sich nach spätestens einem Jahr belegen lassen, dass Heizkosten eingespart wurden. Wenn nicht, haben sie der Modernisierung widersprochen und müssen diese auch nicht bezahlen.

Eine neue, energiesparende Heizung darf als Modernisierungsumlage auf eure Miete aufgeschlagen werden. Allerdings darf der Vermieter nur einen Gewissen Teil der Kosten auf euch abwälzen. Und monatlich sollt ihr 100 € sparen?? Wie geht das denn - was bezahlt ihr denn im Jahr an Heizung??

Sumse1990 08.07.2013, 10:13

Ca. 3000euro im jahr..

Meine frage War deshalb weil ich mal gelesen habe.sowas wäre nur zulässig wenn die alt Heizung kaputt wäre was unsere aber nicht ist.

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MosqitoKiller 08.07.2013, 12:13
@Sumse1990

Da hast Du was falsches gelesen, der Gesetzgeber fördert ja sogar ausdrücklich den Austausch alter funktionierender Heizungen gegen neue energiesparende, mit der Gesetzesänderung seit 01.05. sogar nochmal mehr. Was Dein Vermieter macht ist also genau das, was der Gesetzgeber von ihm will...

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Ist zulässig.

Natürlich ist das zulässig, es ist sein Haus, wer oder was sollte das verbieten?

Wer hat denn was davon - wenn nicht ihr???

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