Heizungsanlage/Heizungskessel

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Hallo,

von merkur-online.de

Wer ist betroffen (wer muß seinen Heizungskessel austauschen)?

Hausbesitzer, die eine Öl- oder Gasheizung im Keller haben, die älter als 30 Jahre ist, sollten prüfen, ob sie ihre Heizung austauschen müssen. Betroffen von der Tauschpflicht sind sogenannte Standardkessel. Seit Beginn der 1980er Jahre werden verstärkt Niedrigtemperaturkessel eingebaut, die im Unterschied zum Standardkessel mit einem gleitenden Temperaturregler ausgestattet sind. Dieser neuere Kesseltyp ist nicht von der Tauschpflicht betroffen. Wer sich nicht sicher ist, ob die eigene Heizung ausgetauscht werden muss, kann zum Beispiel seinen Schornsteinfeger fragen.

Muss die ganze Heizunsgsanlage ausgetauscht werden?

Nein. Es geht nur um den Heizkessel. Heizkörper, Warmwasserspeicher und Rohre sind nicht betroffen.

Wie viele solcher alten Heizungen gibt es noch in Deutschland?

Das ist schwer zu sagen. Laut einer Erhebung des Bundesverbands der Schornsteinfeger gibt es rund eine Million Öl- und Gasheizungen, die vor 1985 eingebaut wurden. Bei rund 18 Millionen Wohngebäuden in Deutschland knapp fünf Prozent. Allerdings sind unter den Heizungen, die vor 1985 installiert wurden, viele Niedrigtemperaturkessel, die nicht von der Tauschpflicht betroffen sind.

Welche Möglichkeiten haben Betroffene?

Die kostengünstigste Möglichkeit besteht darin, lediglich den alten Standardkessel gegen einen modernen Brennwertkessel auszutauschen. Die Brennwerttechnik ermöglicht eine sehr effiziente Verbrennung von Öl oder Gas mit einem Wirkungsgrad von nahezu hundert Prozent. Das bedeutet: Beim Verfeuern geht so gut wie keine Energie verloren. „Wer weitergehen möchte, sollte sich bei einem Energieberater informieren, ob eine Solaranlage, eine Wärmepumpe oder ein Holzpelletkessel sinnvoll ist. Das hängt auch davon ab, ob das Gebäude schon gedämmt ist“, sagt Christian Stolte, Bereichsleiter Energieeffiziente Gebäude bei der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Energiesparberatungen werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst (www.bafa.de).

Wie viel kostet ein neuer Heizkessel?

Das ist unterschiedlich. „Bei einem Einfamilienhaus muss man mit 5.000 bis 10.000 Euro rechnen“, schätzt Rudolf Stürzer, Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzervereins München. „In vielen Fällen muss allerdings auch der Kamin saniert werden, sobald ein neuer Heizkessel eingebaut wird.“ Der Hintergrund: Durch den modernen Heizkessel sinken die Abgastemperaturen. Darauf ist der Kamin nicht ausgelegt – er ist zu groß, deshalb muss der Querschnitt verjüngt werden. „Das kann schnell noch mal 5.000 Euro kosten“, sagt Stürzer. Er rät bei drei Heizungsfachfirmen Angebote einzuholen, da die Preise oft sehr unterschiedlich sind.

Anmerkung von mir:

Achtung ! In nicht wenigen Fällen muß der Kamin mit einem Stahlrohr nachgerüstet werden - unbedingt darauf achten, daß der Durchmesser des Kamins ein Standardstahlrohr durchläßt, sonst könnte das Stahlrohr nicht hineinpassen ! -

Manche Firmen hämmern leider das Stahlrohr in den Kamin hinein, was zu Verbiegung des Stahlrohrs führt, und daher zu undichtigkeiten und Feuchtigkeit im Kamin (Rußbildung), was wiederum eine teuere KAMINSANIERUNG nach sich zieht !

Emmy

Im Allgemeinen sagt man, daß die Anlage nach 15 Jahren erneuert werden sollte......ich würde mich aber eher an den Messwerten orientieren.

Sind die ok, würde ich warten....

30 Jahre etwa.

Aber oft reicht auch der Einbau einer modernen elektronisch geregelten Pumpe aus.

ab 25 jahre definitiv raus danit komplett

Was möchtest Du wissen?