Wie stelle ich die Heizungsanlage richtig ein?

Bedienelemente Buderus - (Einstellungen, Wartung, Ölheizung) Temperaturanzeige - (Einstellungen, Wartung, Ölheizung)

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zitat: Warum wurde die Anlage auf Handbetrieb gestellt? - "Weiß der Teufel."

Bei der Wartung der Anlage werden auch die Abgaswerte überprüft, dazu muss der Ölbrenner einige Minuten laufen. Gerade im Sommer hat die Anlage aber keine (Wärme)Abnahme und der Brenner würde sich zu früh über den Regelthermostaten (der Drehknopf mit den kreisförmigen Temperaturwerten links auf dem Bild) wieder abschalten.

Also simuliert der Wartungstechniker der Anlage zwangsweise einen Verbrauch und stellt den Kippschalter auf Handbetrieb, um seine Messungen durchführen zu können.

Nach dem Abschluss der Messung kommt es vor, dass vergessen wird, den Automatikbetrieb wieder herzustellen (wir sind alle nur Menschen).

Die Auswirkung ist Dir bekannt, das Warmwasser ist viel zu heiß.

Der Regelthermostat ist ein Begrenzer und sollte auf dem Wert des Auslieferungszustandes (im Normalfall auf 75°C oder 90°C blockiert) bleiben. Dieser Wert hat NICHTS mit den Betriebstemperaturen im Regelbetrieb zu tun.

Die tatsächlichen Betriebstemperaturen werden von der Elektronik berechnet und durch den Brenner erzeugt, wenn die Sollwerte richtig eingestellt sind.

Die Einregulierung der Anlage nimmst Du über die Tasten unter der Abdeckklappe und das Display vor. - Such dazu in der Bedienungsanleitung nach den Begriffen 'Warmwassertemperatur' und 'Heizbetrieb' (sinngemäß).

Den Sollwert für das Warmwasser solltest Du auf ca. 60°C einstellen. Natürlich würden auch 40°C reichen... Dann sollte die Anlage allerdings über eine Funktion zur Legionellenabtötung verfügen. - Such' also in der Bedienungsanleitung auch nach dem Begriff 'Legionellen'. (Nimm das ernst.)

Wirtschaftlichen Heizbetrieb einstellen:

Kauf Dir ein billiges Thermometer und lege es im Wohnbereich in eine stille Ecke (ohne Sonneneinstrahlung oder andere Wärmequellen und ohne Zugluft).

Kontrolliere während der Heizperiode bei unterschiedlichen Außentemperaturen die erzielte Raumtemperatur bei geöffnetem Thermostatventil(en) und mach Dir darüber eine Tabelle.

Aus Deiner Tabelle kannst Du spätestens nach ein paar Wochen die kleinen Mängel erkennen und die Feinregulierung vornehmen.

Beispielsweise: Erreichte Raumtemperatur bei -15°C: 22°C (Nehmen wir das als in Ordnung an...) Erreichte Raumtemperatur bei +10°C: 24°C (Dieser Wert sollte zu hoch sein.)

Jetzt brauchst Du wieder die Bedienungsanleitung: Such' nach den Begriffen: 'Steilheit der Heizkurve' und 'Parallelverschiebung der Heizkurve'.

Der erste Begriff regelt Deine Raumtemperatur bei Außentemperaturen UNTER 0°C. Entsprechend beeinflusst die Parallelverschiebung die Werte in der Übergangszeit, also bei Werten ÜBER 0°C. Nimm Korrekturen an den beiden Sollwerten nur in kleinen Schritten vor und kontrolliere die Auswirkung über einige Tage (wegen der Trägheit der Anlage).

Buderus hat nach meiner Erinnerung auch eine einstellbare HEIZGRENZE. Wenn Du diesen Wert auf 19°C stellst, bleibt die Heizung bis zu dieser Außentemperatur abgeschaltet. (Das hat natürlich nichts mit dem Warmwasserbetrieb zu tun.)

Das größte Einsparpotenzial liefert Dir die Schaltuhr:

Dein Haus ist wochentags von 8.00 bis 16.00 'menschenleer'?

Bedienungsanleitung... Die Uhr hat zwei Kanäle und ein Wochenprogramm.

Im Auslieferungszustand ist der Absenkbetrieb meistens von 22.00 bis 06.00 Uhr eingestellt und der zweite Kanal unbelegt.

Jetzt gibst Du in den zweiten Kanal von Montag bis Freitag eine zusätzliche Absenkung von 07.00 bis 15.00 ein. (Zeitlich versetzt, wegen der Trägheit.)

Du fragst: "oder wäre das garnicht wirtschaftlich, weil das erneute hochheizen des dann abgekühlten Wassers mehr Energie verbraucht)?´"

Ich beantworte das mit einer einfachen Gegenfrage: Wenn Du abends Dein Auto parkst, lässt Du dann den Motor laufen, um am nächsten Morgen keinen Kaltstart durchführen zu müssen?

Zur exakten Einregulierung der Elektronik gehört auch die Kontrolle der vom Hersteller für den Betrieb geforderten 'Sockeltemperatur', um Schäden am Kessel durch Kondenswasser im 'gleitenden' Heiz- und Absenkbetrieb auszuschließen.

Dies ist nur an der Anlage möglich, da am Typenschild und aus den Herstellerunterlagen ersichtlich ist, ob eine Sockeltemperatur eingehalten werden muss. Außerdem müssten auch noch Angaben über die Kaminbeschaffenheit bekannt sein...

Meine Ausführungen sind daher unverbindlich und ohne jede Gewährleistung.

Grüße

Wow...vielen Dank für diese klasse Antwort.

Da werde ich heute Abend mir direkt nochmals die Bedienungsanleitung durchlesen. Auch wenn ich mir relativ sicher bin, dass ich das Wort "Legionellenbakterien" dort nirgends entdeckt habe. Die Anlage ist aus dem Jahre 2002 ob's eine solche Funktion damals schon gab? Ich schaue mal nach. :)

Das mit den zweiten Kanal klingt super. Wäre schön zu wissen, dass die Heizung nicht unnötig 10 Stunden lang Warmwasser aufbereitet. Das Haus ist von meiner Oma, die hatte ja gänzlich andere Heizanforderungen als ich und meine Freundin, die wie gesagt werktags nicht zuhause sind. Zu diesen zwei Kanälen würde ich dann gerne noch eine kurze Frage nachschiessen: So planen wir die obere Wohnung mittelfristig zu vermieten. Das würde bedeuten, dass wir dann diesen zweiten Kanal nicht mehr einstellen können? Oder würde die Heizung auch anfangen Warmwasser aufzubereiten wenn irgendwo einer Warmwasser "fordert". Weil ich dann natürlich nicht mehr pauschal das Warmwasser abstellen kann, da mir nicht immer bekannt ist wenn der Mieter zuhause ist. Und, ich hoffe ich frage nicht zuviel :), wie wäre es wenn wir die Wohnung nicht vermieten aber selber mal unverhofft (Urlaub, Krankheit, usw.) mal ein Werktag zuhause sind. Muss man dann die Programmierung des 2.Kanals wieder ändern? :)

Das mit dem Auto ist ein guter Vergleich. Ich hatte mir, als Laie, allerdings eher so etwas wie eine Badewann vorgestellt. Wenn ich die Tagsüber komplett abkühlen lasse, dass die erneute Aufwärmung des Wassers unterm Strich u.U. mehr Energie kostet als wenn die Wassertemperatur konstat hoch gehalten wird. Ähnlich wie beim Kochen. Wo es ja auch mehr Energie kostet Wasser zum Kochen zu bringen, als es am Kochen zu halten....wobei natürlich 8 Stunden schon eine Menge ist.

Aber nochmals vielen vielen Dank für die Tipps und Hinweise. Ich werde mich Zuhause wie gesagt damit nochmal intensiv beschäftigen.

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@Markie84

Manchmal sind die Heizkreise für das EG und OG getrennt, aber eher selten. (Das erkennst Du daran, dass eventuell zwei Pumpen im Heizungsvorlauf vorhanden sind, nebst Thermometern und Absperrungen, wobei ich mal voraussetze, dass in dem Gebäude keine zusätzliche Fußbodenheizung verbaut ist.)

Wenn nicht, musst Du Dir einen Mieter suchen, der den gleichen Tagesablauf wie Ihr hat... (Kleiner Scherz.)

Wenn Du also vermietest, musst Du höchstwahrscheinlich die Anlage während der Heizperiode komplett im 'Tagbetrieb' laufen lassen... und Deine eigenen Heizkörper tagsüber an den Ventilen abdrehen. - Das geht auch mit Uhrenthermostaten, die inzwischen schon recht preiswert geworden sind.

Um die Tag-Absenkung wegen Urlaub kurzfristig aufzuheben, gibt es die sogenannte 'Partyschaltung' an der Regelung. (Bedienungsanleitung) Ein Knopfdruck hebt die Reduzierung bis zum nächsten Schaltpunkt (vermutlich 22.00 Uhr) wieder auf, Du musst also nicht die Einstellung an der Schaltuhr ändern.

Außerdem solltest Du noch einen Blick auf eine potenzielle 'Energieschleuder' werfen: Die Zirkulationspumpe. Die sitzt in der Trinkwasserrücklaufleitung und lässt im Betrieb ständig das heiße Wasser an den Zapfstellen im Haus vorbeilaufen. Ein toller Komfort, aber sehr teuer.

Auch ohne Wasserentnahme hast Du im Rücklauf ein Delta-T von mindestens 3 Kelvin. - Dieser Wärmeverlust wird durch den Brenner nachgeheizt. Außerdem spielt natürlich auch der Stromverbrauch eine Rolle.

Wenn Du so ein Dingens installiert hast, MUSS es geregelt werden. Die Buderusregelung verfügt vermutlich auch über einen Zeitkanal für diese Pumpe (was aber nicht unbedingt bedeutet, dass die Pumpe auch dort angeschlossen ist). Wenn nicht... kauf Dir im Baumarkt eine Zeitschaltuhr und schalte das Ding individuell bedarfsabhängig ab. Moderne ZPUs sind temperaturgesteuert und laufen nur bei Bedarf, aber darauf gehe ich hier nicht näher ein. Die Nachrüstung ist relativ teuer.

Hier im Forum hatte ich vorhin einen interessanten Beitrag zum Thema energiesparende Absenkung gelesen, vielleicht suchst Du Dir den mal raus. Wenn ich ihn nochmal finden sollte, verlinke ich ihn hier nachträglich.

Wenn neue Fragen auftauchen... Einfach hier posten. Wenn ich Zeit habe, kümmere ich mich darum.

Grüße

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@Bayer2012

Das Verlinken eines einzelnen Beitrages hat irgendwie nicht geklappt...

Daher hier als Kopie:

Zitat: Antwort von brajo brajobrajo 07.03.2008 - 3:28

Es wird immer wieder behauptet, die Temperatur zu halten brauche weniger Energie, als das nach Abschaltung norwendige Hochheizen. Das ist aber phyikalisch doch unsinnig: Der Energieverlust ist immer proportionem zur Temperaturdifferenz, also dem Unterschied zwischen der Temperatur des Wassers und des Raumes. Geht die Temperatur im Wasser zurück, gehen auch die Verluste zurück. Zum Aufheizen muß ich dann weniger Energie brauchen, als zum Erhalt der Temperatur notwendig gewesen wäre. Oder anders: Wenn man sehr lange keine Wärme brauch - z.B. über den Sommer oder gar Jahre - wird man das Gerär auch ausschalten, weil dann jedem klar ist, dass das Hochheizen wesentlich weniger Energie braucht, zumal ein Brenner im Dauerbetrieb weniger Verluste hat als im ständigen Kurzbetrieb.

Ende des Zitats.

Sachlich völlig richtig, auch bezüglich der Effektivität der Verbrennung. Am effektivsten ist tatsächlich die Abschaltung. - Dies setzt aber wie schon erwähnt voraus, dass der Heizkessel und der Kamin gegen Kondenswasser resistent sind.

Gruß

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@Bayer2012

Wie gesagt habe ich mich mal umgehend an die Betriebsanleitung ran gemacht. :)

Die Partyschaltung (ein Knopf drücken) habe ich sofort gefunden. Und auch die mehreren Schaltpunkte habe ich gefunden und meine Anlage nun fast minutiös unseren Bedürfnissen angepasst.

Leider deaktiviert sich die Partyschaltung bei mir leider nicht automatisch wenn der nächste Schaltpunkt erreicht ist. Laut Anletung muss ich nach der Party den entsprechenden Knopf wieder drücken. Naja, kann nicht alles haben. :)

Aber die mehreren Schaltpunkte sind echt klasse. Am Wochenede hat sich zwar nichts getan, aber dafür in der Woche umso mehr. Wo die Warmwasserbereitung bisher Montags bis Donnerstags von 5:30 - 22:20 eingestellt war 16,8Std. / Tag) konnte ich diese nun, dank deines Tipps, von 5:30 - 7:00 und dann nochmal von 16:00 bis 22:20 einstellen. Da ich ein kleiner Statistikfreak bin, habe ich natürlich direkt ausgerechnet was das pro Woche an Heizstunden einspart. Insgesamt spare ich nun 42,0 Stunden die Warmwasserbereitung inkl. der weiteren Nebenkosten wie Verschleiß usw. :)

Beziehen sich diese Schaltpunkte auf die komplette Heizungsanlage oder nur auf die Warmwasserbereitung?

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@Markie84

Guten Morgen,

ich habe in meinem Leben schon viele 'Fernheilungen' (meistens am Telefon) gemacht und es macht immer wieder Spaß, wenn sich dabei ein kleiner Erfolg einstellt :-)

Die Partyschaltung hebt sich nicht wieder auf...? Vielleicht wird bei Buderus-Kunden intensiver gefeiert, als bei den Kunden des anderen großen Herstellers. :)

Aber das Problem sollten wir in den Griff kriegen:

An der Frontseite der Regelung befinden sich zwei Taster, der eine trägt ein Sonnen-Symbol, der andere ein Mond-Symbol.

Simuliere doch mal folgenden Zustand: (Das kannst Du jederzeit über die Veränderung der Systemuhrzeit ganz leicht machen, musst also nicht stundenlang abwarten.)

Geh' über die Uhrzeit in die Tagabsenkungsphase, also beispielsweise auf Mittwoch 15.00 Uhr.

Im Display wird Dir jetzt der abgesenkte Betrieb angezeigt.

Jetzt drückst Du den Taster mit dem Sonnensymbol und die Anlage müsste den Heizbetrieb (also nicht abgesenkt) anzeigen.

Die Uhrzeit stellst Du dann auf einen Zeitpunkt NACH der nächsten Absenkung, also beispielsweise Mittwoch 23.00 Uhr.

Wenn Dir im Display jetzt der Absenkbetrieb angezeigt wird, hat sich die Anlage über die Uhr wieder automatisch umgestellt.

Vergiss danach bitte nicht, die Systemuhr wieder auf die aktuelle Uhrzeit zu stellen.

Zitat: "Beziehen sich diese Schaltpunkte auf die komplette Heizungsanlage oder nur auf die Warmwasserbereitung?"

Die Schaltuhr wirkt getrennt auf verschiedene Bereiche, dies ist aber bei den einzelnen Herstellern (und auch von eventuell nachgeschalteten weiteren Heizkreisen abhängig) unterschiedlich.

Im Idealfall kannst Du die Heizung, die Warmwasserbereitung und die Zirkulationspumpe getrennt ansteuern, manchmal wird aber die Heizung und das WW zusammengefasst, was auch nicht weiter schlimm sondern bei kleineren Anlagen sogar eine Vereinfachung in der Bedienung wäre.

Das solltest Du aber über die Bedienungsanleitung herausfinden, damit Du nicht versehentlich einen völlig anderen Bereich (Zirkulationspumpe) ansteuerst.

Kleiner Tipp: Schreib Dir die eingestellten Wochen-Schaltzeiten auf einen Zettel und lege diesen in die Bedienungsanleitung, spätestens beim nächsten Stromausfall wirst Du Dich darüber freuen. (Die Akkus in der Regelung sind nach 10 Jahren meistens im Eimer und sollten bei der Wartung ausgetauscht werden.)

Achja, nochwas: Interessier' Dich doch mal dafür, wann der Boiler (also der Warmwasserspeicher) zuletzt entkalkt wurde. (Turnus ca. alle 5 Jahre, abhängig von der eingestelten Brauchwassertemperatur und dem WW-Verbrauch.) Kalk verursacht Energieverluste.

Grüße

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@Bayer2012

Das mit den Schaltpunkten notieren habe ich gestern abend bereits erledigt. Nachdem ich bei der letzten Öllieferung auch vergessen hatte den Notschalter wieder zu drücken, waren als ich dann von der Arbeit kam die Einstellungen auch weg. Also das Thema habe ich schon durch. :)

Bzgl. des Partymodus: Ich habe eine Buderus Logamatic 2107 (Bedienungsanleitung : www.buderus.de/pdf/unterlagen/0067902703.pdf )

dort steht unter 5.2.2.

5.2.2 Betriebsart l ständig Heizbetrieb = Tag Der Betrieb wird durch die grüne Kontrollampe über der Taste angezeigt. In dieser Betriebsart wird unabhängig von der Tageszeit auf die eingestellte Tag-Raumtemperatur aufgeheizt. Das Schaltuhrprogramm ist außer Funktion. Beispiel: Sie haben eine Party und die Räume sollen länger beheizt werden: l Drücken Sie die Taste l. l Nach der Party drücken Sie wieder auf a. l Ist die Warmwasserbereitung vorhanden, wird das Warmwasser vorrangig erwärmt. Erst danach beginnt der Heizbetrieb für den Wohnbereich.

Ok, dass mit dem Entkalken werde ich morgen bzw. übermorgen mal die Heizungsmonteure fragen. Dann kommen die um meine herunter gebrannten Zündelektroden sowie das Brennerrohr (?) zu erneurn.

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@Markie84

Prima. Die Bedienungsanleitung klärt einiges.

Wir können uns also das Simulieren über die Systemzeit sparen, das Betätigen des Tasters mit dem Sonnensymbol schaltet die Anlage in den normalen Heizbetrieb, bis dieser Zustand manuell (Drücken der Auto-Taste) wieder aufgehoben wird. - Okay.

Dafür hast Du bei Buderus die wirklich sinnvolle Einstellmöglichkeit der Heizgrenze, was 'mein' Hersteller nicht anbietet.

Erklärt wird die Einstellung unter 5.18 ausführlich.

Außerdem ist jetzt klar, dass bei Dir Warmwasserbereitung und Heizung in der Schaltuhr zusammengefasst sind. Auch gut.

Leider habe ich nichts über das Legionellenthema gefunden.

Natürlich gibt es auch zu diesem Bereich Vorschriften (deren Einhaltung aber niemand kontrolliert)...

Entweder wird der Boiler einmal pro Woche automatisch zwangsweise auf 80°C aufgeheizt (um die Abtötung von Legionellen in sogenannten 'Kaltzonen' zu gewährleisten), oder die Trinkwassertemperatur wird so eingestellt, dass die Temperatur im Rücklauf der Trinkwasserzirkulationsleitung 60°C beträgt. Frag mal den 'Installateur Deines Vertrauens', was er Dir empfiehlt und informier Dich noch im Web und beim Hausarzt zu dem Thema.

Nur damit wir nichts übersehen: Hast Du noch weitere Heizkreise in der Anlage? - Fußboden oder Solar? (Erkennbar an weiteren Pumpen und Thermometern im Rohrsystem hinter dem Kessel und einem eventuellen Pufferspeicher...) Vermutlich nicht, aber ich wollte doch mal nachfragen.

Grüße

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@Markie84

Zitat: "Zündelektroden sowie das Brennerrohr (?) erneurn."

Die Zündelektroden auszutauschen ist nach einigen Jahren normal, genauso wie die Düse (jährlich bis alle 2 Jahre), den Pumpenfilter, den Vorfilter und die Ölschläuche (nach 10 Jahren). Sieh Dir den ausgetauschten Vorfilter an, der abgelagerte Dreck sagt (in Abhängigkeit von der Zeit) etwas über die Konsistenz Deines Heizöls.

Wenn die Ölpumpe zu viel Schmutz ansaugt, knallt Dir der Ölvorwärmer durch (Da gibt es aber auch noch andere Gründe. Nach 15 Jahren sollte er ausgetauscht werden.) und die Verbrennung verändert sich.

Wenn das Brennerrohr verbrannt ist und bei Dir ausgetauscht werden muss, KÖNNTE das auf einen Wärmestau in der Brennkammer hindeuten. - Frag' nach der Ursache.

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@Bayer2012

Es gibt - da bin ich mir ausnahmsweise relativ sicher - nur einen Heizkreis. Wir haben weder Solar noch wurde beim Bau eine Fussbodenheizung eingebaut. Diese haben wir erst vor einem Jahr bei der Renovierung nachrüsten lassen.

Ich muss gestehen, dass ich bis vor zwei Wochen (da war der Schornsteinfeger da und meinte das die Heizung so klingt als hätte sie Zündaussetzer) komplett naiv und blauäugig war. Ich wohne in dem Haus nun gute 2,5 Jahre und habe mich - fahrlässig ich weiß - nie so richtig mit dem Thema beschäftigt. Wie gesagt schon relativ blauäugig zu glauben, dass so etwas wie die Heizungsanlage keinerlei Pflege und Wartung benötigt, wo doch sonst alles was mit fossilen Brennstoffen zu tun hat regelmässig geprüft werden muss. :)

Ich werde die Wartung nun wirklich einmal im Jahr - unmittelbar VOR dem Schornsteinfeder - machen lassen. Dann hoffe ich, dass sie Leute soetwas wie defekte Ölschläuche usw. bemerken würden. Die hatten sogar die Ausgleichsbehälter gecheckt, an die ich - wie sollte es anders sein - natürlich auch im Leben nicht gedacht hätte. Aber naja, andererseits kann man ja auch nicht alles wissen. :)

Aber das die Wartung wohl mehr als überfällig war, habe selbst ich als Laie dann erkannt, als mir die netten Monteure die defekten Dinge haargenau gezeigt hatten:

http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/imag0483g8vqjceisa.jpg

Heizgrenze? Okay. Da schaue ich dann auch nochmal rein. :)

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@Markie84

Zunächst mal 'danke für das Kompliment'. - Hab' mich gefreut. :)

Oben war etwas missverständlich, das mochte ich hier korrigieren:

  • Die Zündelektroden auszutauschen ist nach einigen Jahren normal,

  • genauso wie die Düse (jährlich bis alle 2 Jahre)

  • den Pumpenfilter, (den kann man auch auswaschen, er sollte aber jährlich kontrolliert und spätestens nach 5 Jahren erneuert werden)

  • den Vorfilter (jährlich kontrollieren, bei Bedarf erneuern.)

  • die Ölschläuche (nach 10 Jahren austauschen, der Gummi unter dem Metallgewebe altert...).

Wenn der Vorfilter jedes Jahr 'sternhagelvoll' Dreck sein sollte, kommen wir zu einem anderen Thema... Das bleibt aber erst mal abzuwarten.

Zurück zur Fußbodenheizung: Zitat: "Diese haben wir erst vor einem Jahr bei der Renovierung nachrüsten lassen."

Aha. Und wie ist die angeschlossen? Und wie wird die geregelt?

Die Monteure machen nen guten Eindruck, wenn sie Dir die Teile gezeigt haben. Notier Dir ihre Namen. (5 Euronen Trinkgeld sind da gut angelegt, und wenn sie nach der Kesselentrußung völlig verdreckt aus der Heizung kommen, auch mal nen 10er.)

Wenn sie den Ausgleichbehälter (Membranausdehnungsgefäß) auch geprüft und die restlichen Reparaturen erledigt haben, hast Du erst mal Ruhe.

Gugg so alle paar Monate mal auf den Wasserdruck, auf die Zuluftöffnung und auf verdächtige Flecken am Boden des Heizungsraumes. - Und gelegentlich auf den Ölstand. (3-5% aller Störungsursachen: Ölmangel)

Grüße

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@Bayer2012

Das Kompliment hast du dir aber mehr als verdient. :) So eine "Nachhaltigkeit" bei der Beantwortung von Fragen ist hier leider eher die Ausnahme.

Was genau ist bzw. wo sitzt der Vorfilter? Sprichst du vom - wie ich als Laie es nennen würde - Ölfilter? Der an den Ölschläuchen hängt?

Also die Monteure waren wirklich lobenswert! Trinkgeld gebe ich ihnen die Tage wenn sie nochmals kommen. Sind ja noch nicht ganz fertig. :) Haben mir sogar erklärt, wie ich den Ölfilter selber austausche - wehe ihr Chef erfährt das. ;-)

Zur Fußbodenheizung: Tja...gute Frage. Wie die angeschlossen ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Das haben wir machen lassen. Allerdings weiß ich, dass neue Rohre vom Keller ins Badezimmer (wo die Fussbodenheizung verbaut wurde) verlegt wurden. Ich vermute daher, dass von den bestehende Leitungssystem etwas "abgezwackt" wurde, da auch ein neuer Heizkörper ins Bad eingebaut wurde. Regeln tun wir die über ein "Drehventil" (Laiendeutsch ;-) ) welches in die Wand eingelassen wurde.

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@Markie84

Bin ja auch noch neu und weiß nicht, wie ausführlich andere antworten, außerdem macht es auch Spaß, wenn es nen kleinen Erfolg bringt.

Zitat: "Was genau ist bzw. wo sitzt der Vorfilter? Sprichst du vom - wie ich als Laie es nennen würde - Ölfilter? Der an den Ölschläuchen hängt? "

Jo. Genau der.

Selber wechseln? - Okaaaaay. Nen kleinen Eimer, nen großen Eimer, viel Papier am Boden auslegen, Gummihandschuhe, ne Küchenrolle, eine 2-Zoll-Rohrzange für den Notfall und viel Geduld beim Einlegen des neuen O-Rings (das geht nur ohne Handschuhe.) -Lächel- Aber danach hast Du Dir ungefähr 7 Euronen gespart. - Ich bin froh über jeden Kunden, der mir diese Arbeit abnimmt und das selber macht :)

Zitat: "Allerdings weiß ich, dass neue Rohre vom Keller ins Badezimmer (wo die Fussbodenheizung verbaut wurde) verlegt wurden."

Du drückst Dich schon verständlich aus... :)

Ist an dem Ventil für die Regelung der Fußbodenheizung irgendwo ein Thermometer oder geht das mit der Regelung über die Fußsohlen?

Der Grund für die Frage: Wenn Du im Badezimmer unter den Fliesen im Fußboden Estrich hast, verträgt der nur maximal 55°C.

Normalerweise wird ein solcher Kreis nach der Vorschrift über einen Begrenzer abgesichert. Wenn keiner da ist, musst Du eben den Zusammenhang (Maximaltemperatur / Estrich) kennen, dann geht das auch.

Vielleicht kannst Du ja doch mal ein Foto von den Heizungsrohren hinter dem Kessel machen, dann hätt' ich nen Überblick, außerdem interessiert mich auch, ob Du eine Zirkulationspumpe in der Trinkwasserleitung hast.

Grüße

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@Bayer2012

Im Normalfall hören hier Themen nach 3-4 Antworten auf. Es sei denn natürlich es geht um die "liebste Nebensache der Menschen", dann wird komischerweise ausführlicher diskutiert. ;-)

Aber behalte dir deine ausdauernde und ausführlichen Antworte bitte bei. Ist sehr hilfreich und auch erfrischend.

Gut das ich gestern in leiser Ahnung mal ein wenig meine Heizungsanlage geknipst habe.

Ist das: http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/imag05037s85f2e0nw.jpg die Zirkulationspumpe?

Uff...mit der Fussbodenheizung hast du mich echt. Ich kann dir nacher wenn ich zuhause bin mal zwei Fotos reinstellen kurz nach der Fertigstellung der Fussbodenheizung und der Verlegung der Fliesen im Bad. Evtl. kannst du da irgendwas näheres draus erkennen.

Achja, ein schönes Gefühl war es heute so von 8 - 16 Uhr zu wissen, dass man während der Arbeit zuhause keine Heizung laufen hat. ;-) thumpsup

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@Markie84

Guten Morgen :)

auch wenn es nerven sollte, so bitte ich aber doch um ein Überblick-Foto (aus dem Heizungskeller), auf dem auch die Rohrleitungen, die Ausgleichbehälter (kurz MAG) die Sicherheitsgruppe und evtl auch die Abgasanlage mit Kamin-Kondensatablauf ersichtlich sind. :-)

Grüße

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Die beiden Thermometer zeigen die vor- und Rücklauftemperatur der Heizung. In Stellung AUT (für die Heizung) wird die Vorlauftemperatur an die Aussentemperatur angepasst. Aber Deine Heizungssteuerung ist sehr komplex, da gibt es eine dicke Bedienungsanleitung für, solltest mal reinschauen. Deine Bilder sind nicht scharf genug, um die Beschriftung der Schalter zu erkennen. Du kannst im Menü die Temperatur für die Warmwasserbereitung einstellen.

Ich muss gestehen, dass Bild 1 nicht von mir gemacht wurde sondern von Google hust Von daher sry für die schlechte Auflösung, aber war das einzige brauchbare Foto wo man den Kippschalter zumindest erkennen kann.

Mit der Bedienungsanleitung hast du vollkommen recht. Die studiere ich nun auch seit einigen Tagen aber glaube bei weitem noch nicht die Einstellmöglichkeiten alle zu kennen bzw. verstanden zu haben. Aber das mit dem Warmwasser war mir erstmal das wichtigste.

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Das "Warmwasser" sollte ja auch mindestens zwischen 60 und 80 Grad heiß sein dann können sich kaum Bakterien im Kessel und in den Leitungen bilden.

Oha...60-80°

Das meine Heizungsanlage quasi permanet kochendes Wasser bereit hält. :)

Bakterien hin oder her (meiner Meinung leben wir mittlerweile ohnehin in einer viel zu sterilen Welt - aber das ist ein anderes Thema) ich denke ganz so hoch werde ich das Warmwasser nicht einstellen. Da bin ich zu energiebewusst/knauserig zu :)

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@Markie84

Unabhängig von der gewünschten Temperatur sollten Heisswasseranlagen regelmässig auf über 70 Grad aufgeheizt werden. Google mal Legionellose.

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@holgerholger

hmm....klingt immer alles sehr beängstigend. Auch habe ich mal was von Streptokokken gehört die u.U. im Leitungswasser vorkommen können.

Ich denke dann werde ich den Mittelweg gehen. Permanetes bevoraten von 70° heißem Wasser finde ich persönlich für übertrieben und auch schlicht zu teuer. Als meine Anlage noch auf dem Handsymbol eingestellt war, heizte die Anlage gefühlt alle 30Minuten. Bei meiner jetzigen Einstellung evtl. ale 2-3Stunden für 1-2Minuten (alle gefühlte Werte).

Allerdings werde ich dann evtl. tatsächlich mal, vor allem im Sommer, die Warmwassertemperatur mal für einige Tage auf 70° einstellen. Danke für den Hinweis.

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@Markie84

Das Thema ist viel zu komplex um es hier in wenigen Worten abzuhandeln. Aber grundsätzlich reicht es, wenn man die Warmwassertemperatur so zwischen 50-60°C enstellt. Der Hinweis mit den Legionellen ist sehr sinnvoll. Das sind nicht irgendwelche Bakterien, sondern sehr gefährlich. Deshalb sollte man den Boiler (nicht Kessel!! - das ist was anderes) regelmäßig mal ordentlich hochheizen. Hängt aber auch wieder von der Bauart ab. Wenn man einen Speicherboiler hat, in dem das Brauchwasser gespeichert wird, dann ist das erforderlich - hängt aber auch von Größe des Boilers und vom Verbrauch ab. Wenn mann einen Durchlaufboiler hat (wie ich) dann gibt es die Gefahr praktisch nicht, da das Wasser dauernd ausgetauscht wird.

Und zur Einstellung der richtigen Wassertemperatur: Anleitung lesen !!! Du mußt ja icht alles verstehen- wie Du schreibst, sondern nur die Stelle finden, wo die Brauchwassertemeratureinstellung beschrieben steht. da sind die 2-3 Handgriffe erklärt.

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@pocketquiz

Die Kesseltemperatur liegt bei 60° und kann ich über das Steuergerät einsehen. Aber ich konnte nirgends die Angabe der Boilertemperatur finden - nur "WWASSER" (also Warmwasser) oder bezeichnet das die Boilertemperatur?

Ich habe eine Buderus Logano G115 mit Warmwasserspeicher Logalux LT 160. Gemäß dieser Seite

http://www.buderus.de/Produkte/Produktprogramm/Speicher/Logalux_LT_1-2230540.html?mid=2231640&table=unterlagen&mid=2231640&type=#infotab

ist das ein Speicherboiler? Also sollte ich das regelmässig erhitzen?!

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