heizungsanlage gas - 21 jahre alt - umwälzpumpe defekt - neue anlage oder nur pumpe erneuern?

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4 Antworten

Wenn du das Geld aufm Konto hast, wäre eine neue Heizung mit Brennwert Technik ratsam. Wenn nicht Pumpe erneuern lassen. Du solltet jetzt anfangen etwas Geld auf die Seite zu legen, falls die Anlage ganz ausfällt. Lass dir eine geregelte Pumpe einbauen, die frisst net so viel Strom. Wenn du die verbrauchten kWh Gas durch Quadratmeter Wohnfläche teilst, und unter 150 rauskommst, dann brauchst du nichts verändern. Ist der Wert deutlich höher wäre evtl eine neue Heizung angebracht. Hier der Link bzgl Energieverbrauchskennwert. http://de.wikipedia.org/wiki/Energieverbrauchskennwert

sachlich 27.08.2012, 22:24

geregelte pumpe kostet wesentlich mehr als die alten mit drehzahlstufen. die stromersparnis gleicht die kosten in frühestens 15 jahren aus - je nach strompreisentwicklung dauerts auch länger. bis dahin ist sie evtl. wieder futsch.

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sachlich 27.08.2012, 22:38
@sachlich

berichtigung : ... gleicht die MEHRKOSTEN in frühestens 15 jahren wieder aus.

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BauManne 28.08.2012, 18:01
@sachlich

Zur Hocheffizienzpumpe kann ich nur raten, armortisiert sich in wenigen Jahren (ab 2Jahren) hab selber eine und bin begeistert, da Gemeinschaftsstrom separat gezählt wird und ich die genauen Werte habe.

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sachlich 27.08.2012, 22:51

o.k., geld wäre auf dem konto. aber nun mal folgende rechnung : derzeitige heizkosten im jahr : 1000 euro. ersparnis durch neue heizung maximal 20 %. macht nach derzeitigen heizkosten 200,- euro im jahr aus (maximal !). kosten für neue heizungsanlage : mind. 5000 euro (macht definitiv niemand für weniger). das würde bei den derzeitigen heizkosten bedeuten, dass ich die 5000 erst nach frühestens 25 jahren wieder eingespart hätte. gut - klar - gaspreise werden steigen, vielleicht sogar deutlich. dann werden es aber sicher immernoch 12 - 15 jahre sein. nun müsste man berücksichtigen, dass es etwa 200 euro kosten würde um die derzeitige anlage wieder einsatzbereit zu machen. schwierige frage ob man das machen sollte und den austausch der gesammtanlage nochmal um ein paar jahre verschieben sollte. niemand weiss, wie zuverlässig sie arbeiten wird - bisher tat sie das tadellos. gebe ich jetzt 5000 aus und 2014 kommt eine abwrackprämie von 1000 euro, würde ich mich ärgern. wirklich nicht leicht zu einer entscheidung zu kommen.

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hundeliebhaber5 28.08.2012, 16:15
@sachlich

du, meine Eltern habe noch ihre Ölheizung von 1985. Die läuft einwandfrei. Wenn bei dir die Abgaswerte nicht über 10% liegen, lass die Anlage drinnen. Bei 11% muss man die Anlage mwn erneuern. Wenn die Heizung gut gewartet ist und bisher ohne große Probleme lief, lass sie drinnen. Gut das mit der Pumpe ist eine andere Sache.

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sachlich 28.08.2012, 18:00
@hundeliebhaber5

die abgaswerte liegen bei 7 %... aber 21 jahre sind halt schon viel für einen gasbrenner denke ich - auch wenn´s ein weishaupt ist. aber vielleicht lass´ ich die pumpe nochmal austauschen und warte dann nochmal 2 oder 3 jahre. ich weiss noch nicht, finde es wirklich schwierig zu entscheiden... danke für deinen rat.

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sachlich 28.08.2012, 18:09
@sachlich

ach.... zu dem wert von 150 oben in deiner antwort : das ist ein wert, der auf neubauten mit den aktuellen wärmedämmvorschriften und brennwertheizung zutrifft. ein modernisierter altbau kommt, wenn ich da unter deinem link nachsehe, auf einen energieverbrauchskennwert von ungefähr 200. ich dürfte da so bei 230 bis 240 liegen.

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hundeliebhaber5 29.08.2012, 16:01
@sachlich

ähm du musst deine verbrauchten kwh durch deine wohnfläche teilen. Dann bekommst du den wert und damit kannst du sehen im link, ob du im grünen oder roten bereich bist.

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hallo sachlich Also, mein Rat ist: baue eine neue Heizung ein. Begründung: 1) Die einsparung bei einer Brennwertanlage beträgt deutlich über 30 %, eher 33-35%. bestehend aus der niedrgeren Abgastemperatur, der Kondensationswärme und dem besseren Wirkungsgrad ( Verbrennung ) und dem fast gegen null gehenden Bereitschaftsverlust. Der Stromverbrauch der neuen Anlage ist außerdem sehr viel geringer. Dein jetziger Brenner verbraucht bei ca. 2700 Betriebsstunden ca. 110 Watt = 297 KW/a Die Umwälzpume verbraucht ca. 90 WattT bei ca. 8700 Betriebsstunden.= 783 KW/a = Ca. 1000 KW bei 0,26 Euro = 280,80 Euro. Die neue Anlage wird mit einem Linearmotor und einer Linearmotor-Pume betrieben. Der Stromverbrauch liegt per Anno bei ca, 280 Watt. = 72,80 Euro. Also: 1/3 Heikosten = 330 Euro, ca. 200 Euro Stromeinsparung = 538 Euro Einsparung. Bei 5.000 Euro Investition sind das ca. 9,3 Jahre.Das ist sehr Eng gerechnet, In der Regel liegen die Einsparungen noch höher. Das entspricht auch den Angaben, die alle Hersteller machen. Wenn deine 5000 Euro auf der Bank 3%( gibts es zur Zeit nicht ) bringen, sind das 150 Euro, Du gewinnst somit ca. 388 Euro /a ohne Arbeit, und hast die Gewissheit, das die neue Anlage wesentlich sicherer ist, und du zudem den CO²-Wert in der Luft reduzierst. Also : Mach es.

sachlich 28.08.2012, 12:49

danke für deine ausführliche antwort. ich muss dazu sagen, dass ich noch nie gehört habe - auch von keinem heizungsbauer - dass eine brennwertanlage im vergleich zu einem niedertemperaturkessel (man muss ja immer die ausgangsbasis berücksichtigen) 30 - 35 % einsparung bringen soll. ich hab auch mal bei einem hersteller nachgesehen (weiss nicht mehr welcher es war), da wurde brennwerttechnik mit niedertemperaturheizungen verglichen (und auch mit noch älterer technik) und dort hat der hersteller selbst von ich glaube 15 % max. einsparpotential gesprochen (oder waren es gar nur 12 oder 12 -15 ? so in etwa jedenfalls). weiter zum punkt stromverbrauch. richtig was du betreffend dem brenner schreibst, der verbraucht schon nicht wenig - ob deine rechnung so stimmt hab´ ich jetzt aber nicht geprüft. die umwälzpumpe (die ja nun defekt ist) hat 4 einstellbare drehzahlstufen. es reichte immer die niedrigste stufe, bei der die pumpe etwa 38 watt verbraucht - also weit weniger als die von dir genannten 90 watt. wenn ich bei der neuen anlage eine pumpe mit automatischer drehzahlregelung haben möchte, zahle ich einen deutlichen aufpreis. diese pumpen sind erst bei anlagen ab 25 KW pflicht (wir benötigen die hälfte ca.). also - fazit : die rechnung fällt anders aus als deine und somit ist das ganze nicht so eindeutig, dass man sagen könnte - es lohnt sich schon JETZT alles auszutauschen.

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wie du es machst - es ist immer verkehrt :-) nach 21 Jahren würde ich aber schon überlegen die Anlage zu ersetzen und dann auch gleich die neue Pumpengeneration einbauen zu lassen, dann hast einen doppelten Vorteil - noch sinnvoller wäre es ein gasbetriebenes BHKW einzubauen, weil du dann für den gleichen Energieeinsatz Wärme und Strom hast - also nahezu doppelten Nutzen und auch eine gewissen Unabhängigkeit vom Stromnetz... und bei all den Einsparberechnungen musst immer eins bedenken: Gas und Öl hat ja neue Höchstwerte erreicht und das wird nicht das Ende der Preisspirale nach oben sein - kann durchaus im Bereich des Möglichen sein das das Heizmedium im nächste Jahr schon 30% mehr kostet....also dann wengistens das Medium optimal ausnutzen - deshalb eben kleines BHKW....oder sattel um auf Pelletsheizung

sachlich 30.08.2012, 13:35

danke für deine antwort ! was bedeutet die abkürzung BHWW ? für den gleichen energieeinsatz wärme UND strom nutzen ? wie geht denn das ? und vor allem die frage aller fragen die die wchtigste bei allen entscheidungen ist : wieviel kostet das, wieviel spare ich im jahr, wieviele jahre dauert es, bis sich das ganze bezahlt macht. antwort zu letzter frage : leider immer so lange, dass man zum schluss kommt, nur das nötigste zu investieren auch in anbetracht möglicher künftiger reparaturen. zu pelletheizung : pellets waren auch schon mal eine zeitlang verhältnismässig stark im preis gestiegen und somit auch verhältnismässig teuer gewesen. also - wie beim gas auch, ist man dann halt vom pelletpreis abhängig.... der umbau auf pelletheizung : ist deutlich teurer, als bei gas zu bleiben. zusätzlich ist ein raum für die pellets erforderlich. wieder die frage : in wievielen jahren macht sich das bezahlt ? bei derzeitigen heizkosten von derzeit 1000 eur / jahr meiner meinung nach zu lange, auch wenn die gaspreise stark und im verhältnis zu pelletpreisen stärker steigen sollten. mich wundert, dass bisher niemand vorschlägt lieber in die gebäudedämmung zu investieren. wenig kosten und grosse wirkung bringt eine isolierung der obersten geschossdecke mit sich, da wärme zum grössten teil nach oben verloren geht. hier kann ich für 1500 euro meinen wärmebedarf vermutlich um mind. 10 % drücken. und isolierung geht im vergleich zu einer heizungsanlage nicht kaputt.

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Hallo sachlich Nachdem du mir nicht glaubst, schaue doch mal im Netz nach unter www.modene-heizung.de/ Heiztechnik/brennwerttechnik nach. Dort schreibt mann, die Einsparung betrage bis zu 40 %. Die Amortisationszeit wird mit 6,7 Jahren angegeben. Meine eigenen Erfahrungen decken sich durchaus mit diesen Angaben. Ich bin seit 1966 selbstständiger Heizungsbaumeister. Gutes gelingen.

hundeliebhaber5 28.08.2012, 16:22

Ich glaube nicht, das nur durch Erneuerung des Wärmeerzeugers die Heizkosten um 40% verringert werden. Evtl mit Dämmung. Ich halte dies nur für Werbung. Ein Niedertemp. Kessel hat ca 10% Abgasverlust und wo sollen denn da 40 % herkommen? Wenn man nur den Kessel tauscht? Das konnte mir noch keiner erklären. Gut durch die kleinere Außenfläche und der geringeren Wärmeabgabe an den Raum der neuen Kessel spart man auch noch ein bissle aber doch nicht 40%.

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sachlich 28.08.2012, 17:52
@hundeliebhaber5

genau meine meinung - das ist alles nur werbung und ich kenne sonst keinen einzigen heizungsbauer der von 40 % einsparung im vergleich brennwerttechnik zu niedertemperaturheizung spricht. und ich habe schon mit mehreren gesprochen. es gibt welche die behaupten 25 % seien möglich, aber meist sprechen sie von 10 - 15 %. das deckt sich auch mit den angaben eines herstellers (werde mal schauen, ob ich noch mal rausbekomme welcher das war). die 40 % sind drin, wenn ich das mit einer uralt anlage aus den 60ern oder 70ern vergleiche. die dürften aber wegen der geltenden vorschriften kaum noch irgendwo in betrieb sein. auch wenn du seit 1966 heizungsbaumeister bist - entschuldige, aber 40 % ist völlig unrealistisch. ich war auch mal in der branche tätig und weiss auch ein wenig bescheid. wenn 40 % realistisch wären, warum sprechen dann viele von 10 - 15 % ? es wäre nämlich so - wenn 40 % möglich wären, würden viele von 50 % und einige auch von 60 % sprechen. ich rechne mal mit 10 % wenn´s denn mal soweit ist und wenn´s dann etwas mehr wird, freu ich mich drüber. fände ich nicht gut wenn du deinen kunden was von 40 % erzählen würdest. auch deine rechnung zur stromersparnis trifft nur in extremfällen zu.

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sachlich 28.08.2012, 18:25

habe mir die von dir genannte seite www.moderne-heizung.de/brennwerttechnik.html angesehen. du musst mal beachten, dass hinter dieser angabe von 40 % ein * sternchen ist und wenn ich dann unten folgendes lese : * "40% Ersparnis durch moderne Erdgas-Brennwert- und Solartechnik gegenüber einem alten Heizkessel mit einem durchschnittlichen Wirkungsgrad von 65%" , dann weiss ich bescheid. erstens habe ich nur von brennwerttechnik OHNE solartechnik geschrieben und zweitens - welcher kessel hat heutzutage noch einen wirkungsgrad von 65 % ? das sind angaben für otto-normalverbraucher, der keine ahnung hat. du müsstest es besser wissen, weisst es vielleicht auch besser, willst aber heizungen verkaufen und erzählst den leuten solche sachen. oder du hast - entschuldige - eben doch nicht so viel ahnung. sorry, aber meine behauptungen sind nicht nett, aber sie beruhen auf tatsachen. entweder erzählst du bewusst falsche dinge oder du weisst es eben nicht besser. es gibt nur diese beiden möglichkeiten. ruf mal bei weishaupt an z.b. und sag du hast eine niedertemperaturheizung in einem kleinen 1-fam.-haus und willst dir brennwerttechnik zulegen. dann fragst du wieviel energie du einsparen wirst. dann wiederholst du das bei viessmann, buderus, vaillant, etc. - da wird dir keiner was von 40 % erzählen.

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sachlich 28.08.2012, 19:05

hier noch was zum überprüfen meiner aussagen : http://www.buderus.de/brennstoffrechner/ wenn ich da meine daten eingebe (22000 KWh im Jahr, 25 KW da Kessel damals deutl. zu gross gewählt), komme ich auf ein ergebnis von 11 % als einsparpotential. das sagt hersteller buderus !

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