Heizung anlage manometer?

 - (Technik, Technologie, Heizung)

7 Antworten

Ein klares Jein. Leider kommt das häufig vor, auch wenn es technisch falsch ist.

Wie hier schon beschrieben wurde reduziert sich das Volumen von Kaltem Wasser im Verhältnis zu warmen Wasser. Um dies abzupuffern werden Heizungsanlagen mit Ausdehnungsgefäßen ausgerüstet, welche diese Druckschwankungen reduzieren sollen.

Was ist also zu tun?

  1. Wasser Nachfüllen.
  2. Ausdehnungsgefäß prüfen lassen (entweder defekt, zu klein oder falsch bzw. nicht eingestellt). 
  3. Nicht wundern wenn beim nächsten Aufheizen Wasser aus dem Sicherheitsventil kommt.

Unabhängig von diesem Problem:

  • Im Hintergrund auf dem Foto sieht man ein Sicherheitsventil an der Wand. Da das Foto selber eine "Sicherheitsgruppe" zeigt, welche bereits ein Sicherheitsventil beinhaltet (sollte links vom Schnellentlüfter, außerhalb des Fotos sein), vermute ich dass es sich bei dem Sicherheitsventil im Hintergrund um ein Trinkwassersicherheitsventil handelt. Wenn dem So ist, ist die Installation hygienisch stark bedenklich und sollte dringend normgerecht angepasst werden.
Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Ob das bei deiner Heizung normal ist kann man nicht ermitteln, keiner kennt deine Anlage.

Interessant ist, wie viele einfach wieder einiges besser wissen, obwohl sie die Anlage nicht kennen!

Also, das Manometer zeigt nicht 0 an, sondern etwa 0,4. Das wäre für einen Bungalow noch akzeptabel, denn das wäre 4 Meter Wassersäule ohne Heizbetrieb. Könnte also so okay sein. Schließlich ist der rote Zeiger nicht wie sonst üblich von Heizungsfirmen auf 1,5 gestellt, weil ja dieses Ausdehnungsgefäß vom Hersteller -also ab Werk- auf 1,5 Bar voreingestellt ist.

Sowas wäre nur bei 3 geschossigen Häusern nötig, aber warum sollten sich Heizungsfirmen mehr Arbeit als nötig machen. Die lassen das so, passen den Betriebsdruck bei Heizung aus auf 1,2 oder 1,5 an. Ausdehnungsgefäß darf ruhig nach paar Jahren kaputt gehen, dann gibt es ja wieder was zu verdienen.

Gibt es nur dieses eine Manometer, oder noch ein weiteres und das zeigt so um die 1,5 Bar an? Wenn ja, ist das so okay.
Gibt es aber nur dieses hier, sonst kein weiteres Manometer, sollte der Betriebswasserdruck hinter dem Druckminderventil -hinter Wasseruhr befindlich- überprüft werden. Dort sollte ein Manometer sein, das den Betriebsdruck im kaltwassernetz anzeigt. Welcher Wert wird dort angezeigt, und prüfe mal, ob Heizungspumpe aus geschaltet ist. Melde entsprechendes.

Das abgekühlte Wasser veringert sein Volumen, und dadurch verringert sich auch der Druck im Heizkreis, was durch diesen Manometer angezeigt wird.
Die Anzeige ist durchaus plausibel.

Vielleicht sollte man aber auch mal die Heizkörper entlüften. Der Kaltzustand ist dafür eine gute Gelegenheit.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Sry aber nein... Ein Manometer das fast auf 0 steht ist nicht normal.

Der Druck sollte im kalten Zustand mindestens auf der roten Nadel stehen.

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@fenriswolf78

Ist der rote Zeiger nicht der Maximaldruck? Irgendeine Komponente dieser Heizungsanlage scheint mir nicht kompatibel zu sein.

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@Blumenacker

Roter Anzeiger Minimum wenn Heizung kalt, grüner Bereich soll dann im heißen Zustand nicht überschritten werden. Zusätzlich bei 3 Bar rote Markierung darf nicht überschritten werden.

Da ist im System zu wenig Druck.

Probleme könnten sein Druckverlust durch defektes Rohr, kaputter Wärmetauscher in der Heizung undichte Heizkörper Anschlüsse, defekte Membrane im Druckausgleichsbehälter, usw

Ach ja und nicht eigene Erfahrung sondern ich habe das in meiner Ausbildung zum Bautechniker lernen müssen ...

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@Blumenacker

Übrigens der Druck lässt auch einen Rückschluss zu wie weit/hoch der höchste Heizkörper vom Manometer ca weg ist.

Das bedeutet wenn die Heizung im Keller steht und man Erdgeschoss und ersten Stock hat..... Keller Raumhöhe 250cm + 40 cm Deckenhöhe + EG Raumhöhe 260cm + 40 cm Deckenhöhe + 250 cm erster Stock = ca 8,5 m bräuchte man minimum 0,85 Bar um den höchsten Punkt beim füllen überhaupt zu erreichen.

Bei dem geposteten Bild ist der Druck ca 0.25 bar also ist der Höhenunterschied zwischen Manometer und der höchsten Stelle des Wassers darüber 25 cm.

Ist übrigens simple Physik. Pro 10 m Wassersäule steig der Druck am untersten Punkt um 1 Bar. Bei 200 m unter Wasser hat man damit einen Druck von 20 Bar oder 20 Kilo/cm² (Fingernagelgröße)

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