Heizkosten Mietwohnung zu hohe Grundkosten

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8 Antworten

4000 Liter Heizöl entsprechen etwa 40.000 kWh. Für ein 3-Familienhaus nicht wirklich viel.

Es wird mit Kachelofen und sogar Schwedenofen geheizt. Was u. U. die Heizkostenverteiler dazu bringen kann zu zählen, selbst wenn sie auf 0 stehen.

Die 30 % sind keine "Standbykosten" sondern 30 % der Gesamtkosten der Heizungsanlage.

Das Problem sind die geringen Verbrauchseinheiten. Die Kosten der Anlage sind hoch oder gleichbleibend aber der Verbrauch gering. Dadurch steigen die Kosten pro Einheit.

Kannst Du die letzte Abrechnung einscannen? Wenn ja lade sie in einer Antwort hoch. Namen und Adressen unkenntlich machen.

Wie hoch sind/waren denn die monatlichen Vorauszahlungen? bei 130 m² sollten das inkl. Heizkosten mindestens 260 € sein.

slowmo2015 06.02.2015, 15:46

Anitari, ich hab weiter oben deinen Beitrag beantwortet, ich hab hier die Antwort-Funktion übersehen :)

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anitari 07.02.2015, 09:49
@slowmo2015

Danke für das Sternchen.

Das Bild der Abrechnung ist leider zu klein um etwas erkennen zu können.

Die Vorauszahlungen sind 250,-

Ist trotzdem zu knapp für diese Wohnfläche.

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slowmo2015 07.02.2015, 16:01
@anitari

Ja, aber wenn wir Warmwasser separat zahlen, Müll separat bezahlen und hier keine Hausmeisterkosten oder ähnliches haben sollte das doch ausreichen? Was wäre denn angemessen? Hätten wir keine so abartigen Heizkosten würde das auch locker reichen. Wir kaufen ja noch für 500-600,- Holz dazu und würden daher nur so drei Räume, vielleicht so 50qm, mit der Heizung beheizen.

Wie bekomm ich die Abrechnung den größer hin?

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slowmo2015 07.02.2015, 16:23
@slowmo2015

Jetzt hab ichs doch einmal anhand vom Grundriss ausgerechnet, es sind 41qm. der Rest wird vom Kachelofen mitgewärmt bzw. das Büro bleibt unbeheizt. Dass die Grundkosten natürlich auch auf 130qm ausgelegt sind ist mir klar, aber in diesem Haus wurden maximal 6.000l Heizöl verbraucht in den letzten 15 Jahren, eher immer so 4000-5000. Sollten es 6.000l sein und 1l=1€ wären 30% bei der Rechnung 6000*0,3=1.800/386 (nutzfläche)= 4,66 pro qm *130qm= 606,- Dann hätten wir für unsere Verbrauchskosten immer noch ca. 1000-1200€ übrig und das ist für 41qm doch angemessen. Oder hab ich nen grundsätzlichen Denkfehler? Ich mein ich gebs zu, ich bin da echt ein wenig emotional. Wir standen vor der Möglichkeit, Neubauwohnung für 1.000,- warm oder 30 Jahre alt, etwas größer und 800,- warm. Wenn wir jetzt aber ca. 2000,- Nachzahlen müssen haben wir 1. ne saukalte Wohnung im Winter gehabt und 2. zahlen wir vermutlich mehr als für die Neubauwohnung. Das ärgert uns natürlich schon. Zumal man uns sagte, die 250,- seien hoch bemessen da er lieber Geld zurückzahlt als Nachzahlungen verlangen muss. Als damals noch alle drei Parteien mit der Heizung geheizt hatten reichten lt. unserer Nachbarin sogar 200,- Nebenkostenvorauszahlungen locker aus. Da haben sich die 4000-5000l eben auf drei verteilt und es war nicht so wild. Angefangen hat das Dilemma ja erst als die oben aufgehört hatten zu heizen und es auf zwei verteilt wurde. Jetzt wirds nur noch auf uns verteilt... Blöde Situation.

Du kannst mir auch sagen welche Infos du brauchst von der Abrechnung und ich schreib sie hier kurz runter...

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Bei der Berechnung der Heizkosten müssen sämtliche Wohnflächen, die mittels der Zentralheizung beheizbar sind, in die Grundkostenberechnung einbezogen werden, das trifft selbstverständlich auch den Leerstand zu. Es nutzt also nichts, die Heizung in bestimmten Räumen abzustellen. Die 30 oder 50% Grundlosen (je nach mietvertraglicher Festlegung) sind immer zu bezahlen. Lediglich bei dem Anteil der verbrauchsabhängigen Kosten ( 70 oder 50%) wirkt sich mindernd aus, wenn mit Öfen geheizt wird. Hier dürften m. E. die Ursachen liegen. Deine anteiligen Jahresgrundkosten wurden nach der Gradtagstabelle ermittelt für die Monate die du unterjährig wohntest. Das ist so in Ordnung.

slowmo2015 07.02.2015, 09:34

Albatros, das seh ich auch ein und genauso wie du. Die Abrechnung "stimmt" so. Mietvertraglich sind 30% Grundkosten geregelt. Allerdings sind die Grundkosten wesentlich höher, so wie wir errechnet haben so ca. 80% und nur 20% tatsächlicher Verbrauch. Da nur wir dieses Jahr ein bisl geheizt haben (wir haben eigentlich nur mal ein wenig "rumgespielt" um zu schauen wie schnell die Heizung das Schlafzimmer auf über 18° bringen könnte...etc., im Wohnzimmer war der Heizkörper versehentlich auf 1 gestanden, da hat vermutlich unsere Tochter rumgespielt... und er sammelte 240 Einheiten ohne warm zu werden!) werden von den verbrauchten ca. 4000l wieder 30% auf alle drei Parteien umgelegt und die restlichen 70% werden wir bezahlen müssen, da wir die Einheiten haben. Und da liegt unser Problem. Wir sehen es nicht ein, für eine kalte Wohnung wo wir grundsätzlich nicht über 17/18° kommen an die 3.000,- zu zahlen.

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slowmo2015 07.02.2015, 09:44

Wir zweifeln die Rechnung auch überhaupt nicht an, das ist alles in Ordnung so, außer dass die Aufteilung 30/70 Murks ist, weil sie eher 80/20 sein sollte um die Verteilung korrekt abbilden zu können. Unsere Überlegung ist nun, ob es für dieses Aufteilung der Grund- und Verbrauchskosten irgendeinen "Rechtsanspruch" gibt, die uns das Recht gibt, als einzige Partei eine angenehm warme Wohnung zu haben und nicht frieren zu müssen weil wir zwei Nicht-Heizer im Haus haben. Die beiden zum Heizen zu verpflichten geht natürlich nicht, aber uns zum frieren zu zwingen weil wir sonst finanziell ruiniert wären geht doch auch nicht. Wenn wir wirklich die 3.000,- zahlen müssen + die anderen Nebenkosten in Höhe von ca. 1400,- plus unsere Holzkosten von 500-600,- im Jahr wären das Nebenkosten in Höhe von ca. 5000,- und das wären monatlich ja rund 420,- nur Nebenkosten! Dazu kommt ja noch Strom, der durch die Durchlauferhitzer und Boiler auch nochmal 100,- ausmacht. Da können wir in ne Neubauwohnung ziehen, "Luxus" haben und keine Uralt-Ausstattung und habens sicherlich wenigstens warm.

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Gerade, weil ihr so sparsam "heizt", sind die laufenden Kosten für die Grundheizung relativ hoch. Die Kosten fallen schließlich an und müssen über die Wohnfläche auf die drei Einheiten verteilt werden.

Wenn also der Kostenanteil nachweislich so hoch ist, werdet ihr zahlen müssen.

Du solltest an Hand der Heizkostenabrechnung prüfen, ob die Gesamtwohnfläche berücksichtigt ist oder nur die vermietete. Da könnte schon des Übels Wurzel liegen. Natürlich ist auch dein Anteil der Grundkosten höher, wenn drum rum Leerstand ist oder andere Mieter auf Teufel komm raus heizen.

slowmo2015 06.02.2015, 15:50

Ich hab in meinem Beitrag vorher die Abrechnung eingefügt, kann ich darin sehen wie abgerechnet wurde? So wie ich das sehe, wurden von den verbrauchten Litern 30% genommen und dieses anteilig der qm verteilt. Da wir 2014 erst im März eingezogen sind, wurden die anhand eines Zeitfaktors mit den Gradtagen verrechnet. Klar, dass die Grundkosten insgesamt höher wären, wenn hier ordentlich geheizt wurde, ist uns klar, aber das war 2013/2014 nicht mal so. Die Wohnung hier stand leer, die oben heizen generell überhaupt nicht und die unten haben sparsam zwei Heizkörper benutzt bis sie im Januar 2014 nen Schwedenofen bekamen und auch übrehaupt nicht mehr mit der Heizung heizten.

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Anitari, danke für deine Antwort! Wir haben auch schon ein bisschen recherchiert und auch unsere alte Wohnung (fast identische qm-Größe nur noch deutlich älteres Haus aber deutlich neuere Heizung) mit der jetzigen verglichen. In der alten Wohnung war der Verbrauch für 6 Wohnungen inkl. Warmwasser bei etwa 4.000l und alle heizten nur mit der Heizung, es gab keine Zuheizmöglichkeit. Hier wurden in den letzten 15 Jahren immer ca. 4000l verbraucht, ab und zu einmal 5000, wenn wohl ein harter Winter war. Aber auch im letzten jahr, als hier so gut wie nicht geheizt wurde, wurden 3996l verbraucht. Wir haben auch so festgestellt, dass so 6000l für unsere Größe (386qm) in Ordnung sind.

Bei den Heizkostenverteilern meinst du, dass die Einheiten gezählt werden obwohl die Heizung nicht an ist? Wegen der Wärme durch den Kachelofen? Das ist uns bisher noch nicht aufgefallen. Die Heizkörper in Küche und Wohnzimmer sind alle bei 0 Einheiten.

Du hast recht, "Standby-kosten" ist unglücklich gewählt, Grundkosten war das Wort welches eher passt. Das ist auch völlig in Ordnung und nachvollziehbar, dass da jede Heizung eben Grundkosten hat. Wenn man sich diese 30% teilt und der Rest eben nach Verbrauch ist, ist das auch in Ordnung.

Das mit dem wenigen Verbrauch aber den hohen Grundkosten (die ja deutlich höher als die 30% sind...) sind wir jetzt echt im Zwiespalt.. Wir können die anderen ja nicht zwingen zu heizen, aber ist absolut unerträglich mit kleinem Kind bei 17° zu spielen oder sich generell in der Wohnung aufzuhalten. Andererseits sehen wir es natürlich nicht ein, dass wir nachher die 70% Verbrauchskosten, die zum Großteil ja noch Grundkosten sind alleine tragen müssen nur weil wir net 16/17° haben wollen. Die Vorauszahlungen sind 250,- da wir ja Warmwasser mit Strom machen. Der Wasserverbrauch wird einfach anhand der Köpfe pro Wohnung verteilt. Aber durch teure Versicherungskosten, Wasserkosten, Gartenkosten und co. können wir in Summe vielleicht 1.500,- -1.800.- für die Heizkosten davon nehmen. Was halt einfach ätzend ist, wir wollen eigentlich nur unser Bad und Schlafzimmer/Kinderzimmer angenehm warm haben und das soll uns dann ünber 3.000,- kosten? Das sind in Summe vielleicht 40qm. Das Wohnzimmer hat selbst so ca. 50qm und wird ausschließlich mit dem Kachelofen geheizt, ebenso Küche und Büro. Und für 40qm 3.000,- zahlen zu müssen widerstrebt uns echt. Zusätzlich haben wir noch ca. 500,- für Holz was wir ja auch noch rechnen müssen... Die Stromkosten für warmes Wasser mal völlig ignoriert...

Ist so ein Energieausweis Pflicht? Uns würde halt einfach interessieren, ob diese 4.000l quasi als Grundkosten realistisch sind? Meine Eltern haben ein 200qm Haus, eine Heizung von 1988 und verbrauchen bei wirklich warmen Verhältnissen (immer ca. 22°) gerade einmal 1200l im Jahr. Und die machen noch warmes Wasser mit der Heizung, was bei uns ja schon durch Durchlauferhitzer geregelt ist.

Die Heizungsanlage ist von 1994, das ist also noch in Ordnung.

Anbei mal unsere letzte Abrechnung. Wir selber haben leider keine weitere, sind ja erst seit einem Jahr hier. Aber die letzten vier Jahre ist der Verbrauch etwa gleich geblieben aber die Einheiten deutlich geringer geworden. Das alles ist erst aufgekommen als die oben eingezogen sind und die Heizung oben nicht mehr benutzt wird. Vorher wurden die 4000l eben durch drei geteilt, was bei der Wohnungsgröße dann auch nicht weiter auffällig ist....

Heizkosten 2014 - (Mietrecht, Heizung, Mietwohnung)

Mal ne andere Frage... Dass diese kosten auch am Heizverhalten aller liegen, ist uns klar. Die verbrauchten 4.000 Liter würden auf alle drei verteilt werden, wenn wir zb. alle drei ähnlich heizen würden. Das würden dann für jeden so rund 1333l sein, was zur Wohnungsgröße ja sogar passen würde (wenn nicht jeder den größten Teil der Wohnung, sicherlich jeder an die 70-90qm) wenn man mit der Heizung heizt. Jetzt zu meiner Frage. Ich hab doch eigentich das "Recht" auf eine Raumtemperatur von ca. 20°. Das könnten wir sicherlich umsetzen aber zu nem üblen Preis, solange die oben und unten nicht heizen. Dann würden sich die 4.000l Grundverbrauch + den Verbrauch den wir dann tatsächlich für uns benötigen auf uns verteilen und wir würden mit Holzkosten sicherlich auf 3.000-4.000,-/Jahr kommen. Und das für 6 Monate Heizperiode und für nur 3 kleine Räume und ohne warmes Wasser... Das kann doch nicht wahr sein, oder? Müssen wir da jetzt drunter "leiden" weil die zwei anderen es gerne kühl in der Wohnung haben/die Heizung verweigern?

dann schau dir mal da Baujahr der Heizung an wenn es möglich ist. Bestimmte Heizungen ab einem Baujahr dürfen nicht mehr betrieben werden. Diese dürfte dazu gehören. Zudem ist die Frage offen ob über qm² abgerechnet wird. Das ist auch nicht erlaubt

anitari 03.02.2015, 15:05
Bestimmte Heizungen ab einem Baujahr dürfen nicht mehr betrieben werden.

Wo steht das geschrieben?

Zudem ist die Frage offen ob über qm² abgerechnet wird.

Die sog. Grundkosten (30 oder 50 % der Gesamtheizkosten) müssen sogar nach m² abgerechnet werden.

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Auchdazu 03.02.2015, 21:02
@Auchdazu
Zudem ist die Frage offen ob über qm² abgerechnet wird<

das ist doch für den Fall egal! Eventuell ist es sogar eine Hilfe!

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bwhoch2 04.02.2015, 11:24
@Auchdazu

Steht doch schon in der Frage, dass die Heizung von 1994 ist.

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Das Haus braucht einen Energieausweis. Wir sind zu 5. in ein Haus gezogen um das rundherum auch kein Nachbarhaus ist und verwenden Gas. Nicht nur der Gasverbauch (nur für Warmes Wasser und Heizung) ist imens hoch und Schweine teuer, auch der Stromverbrauch liegt bei 250 Euro im Monat. Um weniger kosten zu verursachen kann man nur mit einem Fachmann durch`s Haus ziehen, der die Schwachstellen aufdeckt. Viel Erfolg!

anitari 03.02.2015, 15:03
Das Haus braucht einen Energieausweis.

Und davon wird der Heizenergieverbrauch weniger?

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Crach 03.02.2015, 15:20
@anitari

Wenn Du so fragst, natürlich nicht. Aber beim erstellen dieses Ausweises (den jedes haus seit einigen Jahren haben muss) werden die undichten Stellen sichtbar (wärmebild kamera, Temperaturfühler, aussenmessungen, etc.) Da kann man dann auch gleich mal fragen wie man am effizientesten heizt und welche sinnvollen Maßnahmen man ergreifen kann. Ohne Investition wirds wohl nicht besser werden.

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IGEL999 03.02.2015, 19:57
@Crach

Nur bei Neuvermietung oder Verkauf notwendig. Nicht bei bestehenden Mietverträgen!

wo bitte steht, dass bei der Erstellung eines Energieausweis das Gebäude mittels Wärmebildkamera untersucht werden muss? Einen Energieausweis kann man am PC erstellen, wenn alle Wandaufbauten (und Dach, Boden etc.) vorliegen.

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bwhoch2 04.02.2015, 11:23
@IGEL999

Und wenn es ein reiner Verbrauchsausweis ist, werden sowieso nur Verbrauchswerte der Vergangenheit zu Grunde gelegt.

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