Heimweh im Studium - Erfahrungen? Tipps?

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5 Antworten

Hi Eunom16,

ich kann dich wahrscheinlich sehr gut verstehen, weil ich auch ein duales Studium mache und etwa 400 Kilometer von zu Hause weg musste... ich habe meine Eltern wenn überhaupt nur noch alle 3-4 Monate gesehen!

So nun zum Thema: Bei mir war der Fall etwas anders, weil mich meine Eltern von zu Hause rausgeschmissen haben :D Ich war ein Rebell und Rebellen wollen Freiheit und alles selber machen! Ich kann dir wirklich nur Mut zusprechen, dass dir nichts besseres passieren kann, als von deinen Eltern weg zu kommen! Nun gebe ich dir folgende Tipps:

  1. Sicherlich wirst du dort in der "neuen" Großstadt niemanden wirklich kennen - wenn überhaupt nur deine Arbeitskollegen --> Suche dir einen Verein, wo du dich sportlich betätigen kannst! (du hast wahrscheinlich 3 Monate Praxis und dann 3 Monate Theorie! Egal wo du dann bist: DU hast die einmalige und absolut tolle Möglichkeit NEUE Leute und Freunde kennen zu lernen!! Anschließend weißt du, wo man ab und zu feiern gehen kann und hast sogar die Möglichkeit dich irgendwann dort zu engagieren (diesen Tipp gebe ich dir im beruflichen Sinne, weil Beziehungen das A und O sind! Und Vereine können dir immer helfen, weil erfolgreiche Menschen "immer" Sport treiben!

  2. Genieße deine Freiheit und setze dir wenn möglich Ziele (geile Ziele und nicht so ein "ich hätte gerne ein Porsche und ein fettes Haus mit eine Mille auf'm Konto - das ist weder präzise, noch ist es anziehen und du wirst (normalerweise) niemals genügend Zeit haben, dass direkt neben dem dualen Studium zu machen - es ist jedoch nach dem Studium möglich! Ich z.B. weiß, dass ich direkt danach nach Kapstadt gehen will, um dort mit meinem Know How ein cooles Projekt starten werde! Setze dir deshalb Ziele, die du nach dem Studium in Angriff nehmen willst: Das habe ich auch gemacht und treibt mich immer an, wenn mal Depristimmung ist! Damit weiß ich immer, "WARUM" ich dieses Studium und die damit verbundenen Strapazen auf mich nehme! Das schafft man aber und du wirst es auch schaffen!

  3. Hast du schon eine(n) Freundi(n)? Wenn nicht, dann kannst du dir dort gleich mal wen holen :)

  4. Besuche deine Eltern im regelmäßigen Abstand - damit lernst du mit dieser Situation umzugehen. Warum? Weil du Anfangs bestimmt gerne wieder zurück wollen würdest und das aber unter ALLEN UMSTÄNDEN nicht machen darfst! Und gleichzeitig belohnst du dich und dein Durchhaltevermögen damit, wenn du diesen Zeitraum erfolgreich durchhältst. Das sorgt dafür, dass du dich im "Unterbewusstsein" disziplinierst.

  5. Sei diszipliniert und lerne erfolgreich zu leben! Was meine ich damit?! Wenn du regelmäßig kochst (viel Gemüse und gesunde Lebensmittel), regelmäßig Sport triebst, gute Arbeit leistest und dabei Spaß hast (ja das ist verdammt wichtig!) kannst du für eine Regelmäßigkeit sorgen, die du jetzt bestimmt noch nicht hast. Keine Regelmäßigkeit --> Folge: Unwohlsein

  6. Es gibt im Leben zwei Möglichkeiten, sein Leben zu leben. Wenn du es voll auskosten und wirklich etwas tolles erreichen willst (und damit meine ich nicht einfach nur gut Geld zu verdienen) dann solltest du immer etwas beachten: Wenn du Situationen in deinem Leben bestreiten musst, die schwierig sind und du damit anfangs vielleicht nicht sofort klar kommst, dann musst du automatisch aus deiner "Komfortzone", die man während der Schule "AUF JEDEN FALL HATTE!" ;-) Wenn du so etwas erfolgreich durchgestanden hast, dann wächst du innerlich, bekommst mehr Selbstvertrauen (im Leben unglaublich wichtig für Job, Freunde, Geld und Freiheit). .... und kannst dann irgendwann anderen Leuten davon erzählen, die das gleiche durchmachten wie du davor und es bewältigt haben---> So wie ich jetzt :)

oder... du fängst an, an dir selbst zu zweifeln und wirst danach noch unglücklicher sein. Im Übrigen ist nichts falsch daran ein Studium abzubrechen. Jedoch aus Gründen wie Heimweh so einen Trara zu machen... das wäre wirklich dumm! ;-)

Bleib am Ball und mach das aller beste draus! Du hast nur ein Leben und du solltest es nicht vergeuden mit deiner Angst, sondern mutig sein und deinen neuen Lebensabschnitt selber kreieren. Und das mit Spaß, Erfolg und dem nötigen Selbstvertrauen!

Beste Grüße MasterFabble

Ach ja.. hatte ich fast vergessen: Ich würde niemals 3 verdammte Stunden hin und her pendeln.... zieh so schnell es geht näher zum Arbeitsort!!! Denn so etwas kann einen auch herunter ziehen und muss wirklich nicht sein!

Greeez

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Was ich Dir dringend raten würde ist näher an den Arbeitsort zu ziehen. Das muss nicht von heute auf morgen sein, Du willst ja erstmal in Ruhe die Umgebung kennen lernen. Aber eine Anfahrt länger als 1 Stunde finde ich unzumutbar. Da ist der Tag gelaufen, wenn man nach Hause kommt. Du hast ja jetzt eine Wohnung und kannst von dieser Basis aus nach besseren Wohnungen Ausschau halten, z.B. mittels E-Mail-Benachrichtigungen von http://www.immobilienscout24.de/. Die kommen dann automatisch.

Natürlich hat man sich nach 3 Tagen nicht an eine neue Umgebung gewöhnt, das dauert schon mal mehrere Monate bis Jahre. Da muss jeder durch, der neu irgendwo anfängt.

Viel Kraft dafür!

Die Sache ist allerdings, dass in jeder Stadt, in der ich wohne die Hochschule ist. Von daher bräuchte ich also ne' 2. Wohnung was für einen Studenten (auch mit Gehalt) eher schwer zu finanzieren ist.

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@eunom16

Mainz und Mannheim habe ich mir aus Deinen anderen Fragen erschlossen. Da kenne ich mich nicht aus. Wo bist Du denn öfter? Im Job oder in der Hochschule? Geht das wochenweise oder hast Du an bestimmten Tagen Hochschule und an anderen Tagen in der Woche Arbeit? In die Mitte ziehen wäre noch eine Überlegung aber nur wenn Du der Landtyp bist. Wenn Du der Stadttyp bist entscheide Dich für die Stadt, in der Du öfter bist. Du machst das schon.

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@gentlesea

Ich muss dich enttäuschen, Mainz und Mannheim sind es nicht :D jeweils für 3 Monate ;) also genau gleich verteilt.. Glaubst du denn, dass es sinnvoll ist, wenn man neue Leute aus der Hochschule kennen zu lernen usw. dort hinzuziehen, wo es noch weiter weg ist?

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das ist normal und legt sich Ich war Pianistin und hatte in verschiedenen Laendern Unterricht als ich jung war und wohnte da auch allein und die Sprache kam da zu die ich nicht konnte.grausam Ich habe dann gearbeitet also geuebt und geuebt und mich so abgelenkt. Ich hatte jeden Tag meine Mutter angerufen,dann ging es mir wieder besser .Schlimm war wenn ich Probleme mit Stuecken hatte und mit keinem reden konnte.Man war jung und gehemmt.Aber wenn ich so zurueck denke, es hatte sich gelegt ,weil ich gute menschen um mich hatte ,wie du ja auch schreibst. Kopf hoch.

Also, wenn ich das richtig sehe, ist das heute erst dein dritter Tag. Was erwartest du denn, natürlich ist das normal, ist doch alles komplett neu und an die Umstellung muß man sich erst gewöhnen. Warte mal noch so 1 bis 2 Monate, dann wird es dir schon um einiges besser gehen, glaub mir.

Ich war eigentlich nie der große Familienmensch

Und warum bist du es jetzt auf einmal, wo du von zu Hause weg bist? Kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht bist du einfach noch zu jung, um auf eigenen Beinen zu stehen. Ich bin mit 18 von zu Hause ausgezogen (ebenfalls zum Studium) und habe meine Freiheit jede Sekunde genossen.

ja, so sehe ich es an sich auch

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sei mal froh,das du wo anders bist,wenn du ja erst wie ich nun erst lese 3 tage weg bist

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