Heimlich gemachte Fotos als Beweismittel vor Gericht?

8 Antworten

Hallo LisaMaria...,
na ja, also ganz so schnell und einfach wie einige hier darstellen, ist die Frage sicher nicht zu beantworten. Grundsätzlich, und das gilt hier wohl auch, sind Personenaufnahmen ohne deren "Einverständnis" nicht statthaft und auch nicht vor Gericht nutzbar. https://www.gutefrage.net/frage/personen-fotografieren
Und dann stolperte ich in eben jenem Thema des "Rechtes am eigenen Bild" hierüber...

Da wurde ein krankgeschriebener Mitarbeiter in einem Nebenjob beim LKW-Reinigen an der Waschstraße fotografiert...! Und diese Aufnahmen wurden dann sehr wohl als Beweismittel gegen ihn zugelassen. Hier sogar das Urteil: http://www.rechtsindex.de/arbeitsrecht/3745-krankgeschrieben-an-der-autowaschanlage-darf-chef-mit-dem-handy-beweisfotos-anfertigen

Also, alles nun gaaa nicht so einfach!
Wenn also die Fotos nötig waren, um jene "Nachstellung" deiner Freundin schlüssig beweisen zu können(?), dann könnten sie vom Gericht vielleicht als Beweismittel zugelassen werden. Das hängt dann von den Fotos und der jeweils individuellen Situation und Lage des Verfahrens ab. Ich würde abwarten, was die Fotos wirklich zeigen. Höchstwahrscheinlich beweisen sie nur, dass der Ex ihr(...!) heimlich nachstellte und sie dabei versteckt fotografierte, nicht? ;- ))

Doch, zulässig können solche Fotos wohl tatsächlich sein. 


Normalerweise sind solche Fotos nicht als Beweis zulässig, es gibt aber Ausnahmefälle. Solche Ausnahmen können dann bestehen, wenn eine entsprechende Konstellation der "Rechtsgüter" besteht.

Die Fotos können als Verletzung der Persönlichkeitsrechte des heimlich Fotografierten darstellen, wenn diese Fotos aber beispielsweise zur Aufklärung eines schweren Verbrechens, wie (schwerer) Raub, Totschlag, Mord usw. beitragen können, tritt dieses Persönlichkeitsrecht in den Hintergrund und die Fotos können verwendet werden.

Wie das jetzt bei einer Nachstellung ist, kann ich nicht einschätzen. Das liegt jedenfalls immer im Ermessen der zuständigen Gerichts.

Muss dazu sagen, dass ich kein Jurist bin und dies lediglich meine Einschätzung zur Fragestellung darstellt.

LG von Schnuffel


Selbstverständlich können Fotos Beweismittel sein. Warum denn bitte auch nicht? Es kommt immer drauf an, was sie zeigen und ob man nachvollziehen kann, wann sie gemacht wurden. Es ist heutzutage nicht unüblich, dass Fotos oder Filme das Hauptbeweismittel bei Gericht sind. Wäre ja auch schrecklich, wenn man so ein tolles Hilfsmittel hat und es nicht nutzen dürfte.

Eines der schönsten Beispiele ist doch unsere Gina-Lisa, die den Meisten noch in Erinnerung sein dürfte. Das war zwar ein Film, aber eigentlich nix anderes.

Naja sie wusste nicht einmal das er dort in der Nähe wohnt bzw. hat sie ihr auch vorher nicht gesehen gehabt. 

Die Fotos zeigen sie lediglich wie sie dort lang läuft ( entweder zur Arbeit oder von Arbeit, oder zum einkaufen). Worden außerdem von oben gemacht.

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@Lisamaria13599

Dann hat seine Aussage als Zeuge mindestens die gleiche, wenn nicht noch mehr Beweiskraft wie ein Foto. Das zeigt dann ja auch nicht mehr, als er selbst auch mit eigenen Worten beschreiben kann.

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