Heimkosten und Schonvermögen

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3 Antworten

Mit Sicherheit kann ich es dir nicht beantworten !

Aber soweit mir bekannt ist,hat ein Kind was für die Eltern zu Unterhaltszahlungen herangezogen werden soll,einen Mindestselbstbehalt von 1600 € Netto im Monat,also würde er mit seinen 1000€ darunter liegen.

Dazu kann er ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung besitzen,die selbst bewohnt ist und als angemessen angesehen wird,das dürften bei einem Single ca.80 qm sein,für jede weitere Person min.15 qm zusätzlich.

Außerdem dürfte er ein zusätzliches Vermögen für die Altersvorsorge angespart haben,welches 5 % des monatlichen Bruttoeinkommens beträgt.

5 % des Bruttoeinkommens pro Monat x Lebensjahre,ergibt diesen Freibetrag.

Wenn er also 1000 € Vorruhestandsgeld bekommt,müsste sein Bruttoeinkommen nicht ganz so niedrig gewesen sein,also dürfte sein Freibetrag über diesen 25.000 € liegen,was die Wohnung wert ist,die er dem Sohn gekauft hat.

Grundsätzlich darf das Sozialamt solche Geschenke,die er dem Sohn gemacht hat, über 10 Jahre zurück fordern,wenn er dann Unterhaltspflichtig werden würde.

Sollte er also außer dieser Wohnung,Wert 25.000 €,die er dem Sohn gekauft hat,kein weiteres Vermögen für die Altersvorsorge besitzen oder mit zusätzlichen Ersparnissen nicht über sein Schonvermögen kommen,dürfte eine Verwertung normalerweise nicht verlangt werden.

Ist das Vermögen sicher?....... aus...und mehr unter... http://pwp1.de/index.php/elternunterhalt.html

Grundsätzlich ist Unterhalt aus dem Einkommen zu zahlen. Nur wenn das Einkommen nicht ausrreicht denken die Behörden und Gerichte darüber nach, die Verwertung von Vermögen zu fordern. Zulässig ist dies aber nur, soweit die Verwertung des Vermögens zumutbar ist. Grundsätzlich unantastbar sind Vermögenswerte, die als sogenanntes Schonvermögen einzustufen sind. Dazu gehören:

die selbst bewohnte Immobilie - sie muss unter keinen Umständen verwertet werden eine "eiserne Reserve" für Notzeiten - entsprechend drei Monatseinkommen Rücklagen, z.B. für Ausbildung und Studium der Kinder das Altersvorsorgevermögen, welches beispielsweise mit 5 % des Lebensbruttoeinkommens aufgezinst mit einem Zinssatz von 5 % berechnet werden kann. Wenn sich durch eine Versorgungslücke ( z.B. wegen langer Arbeitslosigkeit, Scheidung, etc.) ein höherer Bedarf ergibt, so muss dieser im Einzelfall geltend gemacht werden Sparvermögen, soweit es für die Anschaffung eines Ersatzes für bereits vorhandene Vermögenswerte dienen soll, z.B. Rücklagen für einen neuen Pkw Unzumutbar ist die Verwertung von Gemeinschaftsvermögen (gemeinsames Haus von Eheleuten, Erbengemeinschaft) Vermögen des Schwiegerkindes darf nicht herangezogen werden (das eheliche Güterrecht bietet für diese Fälle bei frühzeitiger Beratung einen erheblichen Gestaltungsspielraum)

Die Sozialämter sind nicht sehr freigiebig, wenn es darum geht, die Notwendigkeit solcher Rücklagen anzuerkennen. Es lohnt sich jedoch, sich dagegen zu wehren. Wer rechtzeitig in einer für Gericht und Sozialamt nachvollziehbaren Weise seine Vermögenswerte (und die des Ehepartners) strukturiert, hat die Chance, einen großen Teil seines Vermögens zu schützen.

Dankeschön für die ausführliche und hilfreiche Antwort. LG.

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Das Einkommen ist zu niedrig, da kommt nichts auf ihn zu. Selbst bewohnte Immobilien werden auch nicht angetastet. Die Wohnung des Sohnes ist fraglich, wenn da noch bezahlt wird, ist das auch raus. Wenn nicht, wird man mit dem Amt streiten müssen. Übertragung hätte nur genutzt, wenn es länger als 10 Jahre her ist. Bei kürzerer Zeit kann das Amt drauf zugreifen.

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