Ist mein Heimkino System wegen neuem Subwoofer defekt?

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2 Antworten

Bei diesem Heimkinosystem kommt kein aktiver Subwoofer zum Einsatz sondern ein Passiver - dieser wird genau wie die anderen Speaker von der Haupteinheit versorgt.

In Stereo mit jeweils L und R Lautsprechern können 4Ohm Lautsprecher angetrieben werden.

Die Verstärkereinheit für den Sub und den Center stellt ihre Leistung mit hoher Wahrscheinlichkeit aus einem gebrückten Transistorpaar zur Verfügung.

Bei der Brückenschaltung sieht "jede Seite" des Verstärkermoduls die halbe Last (Impedanz).

Die Originalspeaker haben demzufolge passende Impedanzen - für Haupt und Surround 4Ohm - für Center und Sub 8Ohm.

Mit dem Originalsub war also alles im grünen Bereich - Verstärkerschaltung muss pro Seite also 4Ohm antreiben bei den 8Ohm Impedanz.

Jetzt hast du aber den Magnat angeschlossen - der hat 4Ohm Impedanz und das Verstärkermodul wird pro Seite mit nur 2Ohm belastet.

Da Philips eher weniger davon ausgeht, daß jemand so an der Anlage rumbastelt haben die sich vielleicht entsprechende Schutzschaltungen gegen zu niedrigen Widerstand bzw Überhitzung gespart und das Ding ist dann mit dem Magnat Sub dran durchgeschmort.

Hättest du mal vorher jemanden gefragt ob das technisch geht.....

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Hallo Stevomibol,

Kann es sein das der neue Subwoofer mein Heimkinosystem überlastet hat und jetzt darin eine Sicherung durchgebrannt ist ?

Überlastet mit Sicherheit, und wenn eine interne Schmelzsicherung durchgebrannt ist, kannst du dich glücklich schätzen, denn dann würde das Ersetzen der Sicherung genügen, deine Anlage wieder funktionieren zu lassen.

Der Magnat-Sub hat eine Lastimpedanz von 4 Ohm, wohingegen der alte Sub von Philips eine Lastimpedanz von 8 Ohm hat. Bei einer Last von 4 Ohm verdoppelt sich die Stromentnahme aus dem Verstärker durch den Magnat-Sub, der spielt ein paar Minuten deutlich lauter als das Original....Aber der Strom, der jetzt aus der Endstufe durch die doppelt so große Last gezogen wird, muss vom Netzteil auch geliefert werden können.
Das Netzteil schafft das nur ein paar Minuten, wenn nicht vorher die thermische Schutzschaltung oder Überlastsicherung der Endstufe eingreift und zurückregelt oder komplett abschaltet. Wenn das aber nicht passiert, wird das Netzteil zerstört oder es brennt rechtzeitig eine Schmelzsicherung durch.

Was jetzt bei dir über den Jordan gegangen ist, kann niemand sagen. Du kannst das Gerät öffnen und nach einer Sicherung suchen. Wenn du sie gefunden hast und sie durchgebrannt ist, kannst du sie durch eine neue mit identischem Wert und Auslöseverhalten (flink oder träge...) ersetzen. Wenn aber danach beim ersten Einschalten die Sicherung wieder hopps geht, ist definitiv das Netzteil oder die Endstufe defekt.

Also wenn du wieder mal vor hast, Lautsprecher zu ersetzen, immer auf die Impedanz sehen. Sie darf nicht kleiner sein als beim Original, wenn sie größer ist, kann nichts passieren, nur die erzielbare Lautstärke ist etwas geringer.

Die maximale Belastbarkeit eines Lautsprechers in Watt gibt nur an, wie viel Leistung er aufnehmen kann, ohne dass die Schwingspule im Sub-Chassis thermisch überlastet wird. Wenn du also einen Sub mit einer Belastbarkeit von 500 Watt an eine Endstufe anschließt, die nur 50 Watt liefern kann, passiert nichts, der Verstärker bringt maximal seine 50 Watt und die Lautsprecher fühlen sich dabei absolut unterfordert....und leben durch diesen "Schonbetrieb" viele Jahre länger. Nur bei zu niedriger Impedanz passiert das, was du kürzlich erlebt hast.

Grüße, Dalko

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