Heimkind ist zur Probe bei der Mutter, Sorgerecht hat das Jugendamt. Wer trägt die Kosten?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du steckst in dem Kleinkrieg der Ämter, wo sich die Ämter gegenseitig die Schuld zu scheieben und jeweils sagen der andere ist zahlungspflichtig.

Daher kann ich dir nur raten einen Antrag beim Jugendamt zu stellen und ergänzend einen Antrag auf Vorschuss der Leistung.

Dann hat das Amt ab dem folgenden Monat (nach Ablauf eines Kalendermonats) zu zahlen.

Ist streitig welches Amt zahlungspflichtig ist, dann müssen die Ämter das untereinander ausmachen. Du musst nicht von Amt zu Amt laufen.

Zahlen muss zunächst das Amt, das zu erst angesprochen wurde. Ind deinem Fall also das Jugendamt.

Hervor geht das ganze aus SGB I. Hier der Text dazu:

SGB I (Sozialgesetzbuch (SGB) Erstes Buch (I) -Allgemeiner Teil -

$ 42 Vorschüsse

(1) Besteht ein Anspruch auf Geldleistungen dem Grunde nach und ist zur Feststellung seiner Höhe voraussichtlich längere Zeit erforderlich, kann der zuständige Leistungsträger Vorschüsse zahlen, deren Höhe er nach pflichtgemäßen Ermessen bestimmt.

Er hat Vorschüsse nach Satz 1 zu zahlen, wenn der Berechtigte es beantragt; die Vorschußzahlung beginnt spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags.

(2) Die Vorschüsse sind auf die zustehende Leistung anzurechnen. Soweit sie diese übersteigen, sind sie vom Empfänger zu erstatten. § 50 Abs. 4 des Zehnten Buches gilt entsprechend.

(3) Für die Stundung, Niederschlagung und den Erlaß des Erstattungsanspruchs gilt § 76 Abs. 2 des Vierten Buches entsprechend.

§ 43 Vorläufige Leistungen

(1) Besteht ein Anspruch auf Sozialleistungen und ist zwischen mehreren Leistungsträgern streitig, wer zur Leistung verpflichtet ist, kann der unter ihnen zuerst angegangene Leistungsträger vorläufig Leistungen erbringen, deren Umfang er nach pflichtgemäßen Ermessen bestimmt. Er hat Leistungen nach Satz 1 zu erbringen, wenn der Berechtigte es beantragt; die vorläufigen Leistungen beginnen spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags.

(2) Für die Leistungen nach Absatz 1 gilt § 42 Abs. 2 und 3 entsprechend. Ein Erstattungsanspruch gegen den Empfänger steht nur dem zur Leistung verpflichteten Leistungsträger zu.

§ 47 Auszahlung von Geldleistungen

Soweit die besonderen Teile dieses Gesetzbuchs keine Regelung enthalten, sollen Geldleistungen kostenfrei auf ein Konto des Empfängers bei einem Geldinstitut überwiesen oder, wenn der Empfänger es verlangt, kostenfrei an seinen Wohnsitz übermittelt werden.

Ich hoffe der Tip kann eine erste hilfreiche Information sein.

M. f. G. Michael

Danke, das ist die passende Antwort zu meiner Frage...

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@aura01

Sozialleistungen werden aber doch nur gezahlt, wenn das Gesamteinkommen der Bedarfsgemeinschaft bestimmte Beträge nicht überschreitet, oder irre ich hier?

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@Eifelmensch

Wenn es so ist wie der User schreibt und das Jugendamt das volle Sorgerecht hat dann ist das Amt auch zahlungspflichtig.

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das gesetz ist so,dass die eltern für ihr kind aufkommen müssen,wenn es zuhause lebt,wenn das nicht funktioniert wird die partei mit dem sorgerecht dafür sorgen,dass das kind wieder ins heimkommt

Sicher seid ihr, bzw. die Mutter dafür zuständig, dass für die Kosten aufgekommen wird. Denn auch später, sollte das Kind ganz zu euch kommen, würdet ihr selbst für die Kosten aufkommen müssen und das muss von euch gewährleistet werden. An der Stelle der Mutter wäre ich unendlich glücklich, dass das Kind zu mir möchte und es nochmal probieren möchte und ich würde keine Kosten und Mühen scheuen, dass es das Kind dann bei mir gut hätte! Du spielst da ehrlich gesagt gar keine Rolle. Es geht um die Mutter und das Kind.

Das ist schon richtig, das will die Mutter ja auch. Aber wie gesagt, es geht um die Kosten. Schulmaterial, Nachhilfe was der Junge nach den Petagogen im Heim braucht. Normal sollte er nach den Aussagen des Heimes gar nicht raus und es ist wie gesagt auf Probe. Das Jugendamt hat uns mündlich zugesichert, das wir finanzielle Unterstützung bekommen. Ich persönlich, habe eigentlich nichts damit zu tun und mache das alles zum wohl des Kindes. Ich, wie auch meine Freundin sind aus gesundheitlichen Gründen arbeitsunfähig. Die Heimkosten waren wesentlich teurer als so wie es jetzt ist. Aus dem Grund bin ich enttäuscht, das das Jugendamt uns hängen lässt.

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@aura01

Klar sind Heimkosten teuerer, aber das ist doch nicht die Berechnungsgrundlage! Wäre das die Berechnungsgrundlage für alle (auch die, die nicht in Heimen waren) Kinder, so würde ich ja ein Vermögen haben, mit unseren 3 (bald 4 Kindern). Das kann es ja nicht sein. Die Frage ist, was ihr euch schon alles eingespart habt, dadurch, dass das Kind nicht bei euch war. Habt ihr das Geld etwa auf die Seite gelegt? Nein. Aber dann jetzt die Umkehrrechnung aufmachen wollen? Das finde ich traurig. Bekommt ihr Hartz IV? Dann würde das Kind dort auch mit rein zählen. Im Übrigen, genau, es ist nur auf Probe und wenn ihr das auf Probe schon nicht schafft, eine finanzielle Basis für das Kind zu schaffen (was nunmal einfach mit dazu gehört!) dann schafft ihr das auch nicht, wenn das Kind ganz bei euch ist. Ich möchte euch wirklich nicht angehen, aber eure Sichtweise ist doch sehr seltsam und für mich persönlich absolut nicht verständlich.

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