Heilpraktiker Ausbildung mit Rheuma?

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4 Antworten

Da es keine "Ausbildung" für Heilpraktiker gibt, liegt das Problem ganz woanders.

Die sogenannten Heilpraktikerschulen bereiten die angehenden Heilpraktiker lediglich auf die Überprüfung beim Gesundheitsamt vor. Eine eigentliche medizinische Fachprüfung findet dabei nicht statt, "sondern lediglich eine Überprüfung zur Feststellung, ob befürchtet werden muss, dass infolge der Behandlung duch den Heilpraktiker unmittelbar und durch eine nicht rechtzeitiges Erkennen der Notwendigkeit einer ärztlichen Heilbehandlung für den Patienten ernsthafte Gesundheitsschäden eintreten können." (Quelle: Susann Krieger: Rechtskunde für Heilpraktiker.), er also, wie es so schön heißt, eine Gefahr für die Volksgesundheit darstellt.

Zu dieser Überprüfung wirst Du erst zugelassen, wenn Du das Alter von 25 Jahren erreicht hast und dann entscheiden die Überprüfer vor Ort, ob Deine gesundheitlichen Beeinträchtigungen evtl. so hoch sind, dass Du den Beruf nicht ausübern kannst.

Zusammengefasst:

  1. Du verfügst als Heilpraktiker über keine Berufsausbildung. 
  2. Die "Heilpraktikerschulen" werden Dich als zahlenden Kunden nicht ablehnen.

  3. Die Kenntisse, die Du zur Überprüfung beim Gesundheitsamt benötigst, kannst Du Dir allerdings auch autodidaktisch aneignen, der Besuch einer "Heilpraktikerschule" ist nicht vorgeschrieben.
  4. Du bist jetzt 16 Jahre alt. Es liegen also noch 9 Jahre vor Dir, ehe Du zur Überprüfung beim Gesundheitsamt zugelassen wirst.
  5. Wie es Dir nach diesen 9 Jahren gesundheitlich geht, kann heute niemand voraussagen. Ebensowenig, ob das Gesundheitsamt dann gesundheitliche Hinderungsgründe sieht.

Nutze die Zeit lieber, um Dir einen Beruf mit einer geregelten und staatlich anerkannten Berufsausbildung zu suchen. Bei der Beratung, was für Dich in Frage kommt, helfen Dir sicher Dein Arzt und die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit gerne weiter.

Viel Glück!

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Kommentar von Nunuhueper
26.03.2016, 10:22

Das ist eine sehr begründete und ernsthafte Warnung, sich nicht vom Slogan der Heilpraktiker "Wer heilt, hat Recht" einwickeln zu lassen.

Tröstend ist es doch zu wissen, dass die Selbstheilung bei einer rheumatischen Arthritis zu erwarten ist, deren Ursache infektbedingt ist. Ob das nun mit oder ohne Kügelchen oder Verdünnungen geschieht, ist doch gleich.

Aber der Heilpraktiker verdient dadurch.

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Ich denke auch nicht, dass dein Rheuma für dich auf diesem Ausbildungsweg irgendwie einen Nachteil bedeuten würde.

Hier kannst du dich weitergehend zur Ausbildung erkundigen

http://www.heilpraktiker-ausbildung.net// 《

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Ich wüsste nicht warum man dann keine Ausbildung machen dürfte

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Ja, klar. Das hat, soweit ich weiß, nichts mit Rheuma zu tun. Du kannst Heilpraktiker werden, wenn du das willst.

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Kommentar von ZotacFan232
25.03.2016, 17:26

Habe mich schlau gemacht und dort steht das 

es dürfen keine schweren Krankheiten und Süchte vorliegen. Gemeint sind hierbei z.B. chronische, ansteckende Krankheiten. (Eine Gesundheitsprüfung vom örtlichen Amtsarzt ist vorzulegen.)
Also kann ich anscheinend keine Ausbildung machen 

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