Heiligt der Zweck wirklich die Mittel?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hi max230.

Da Du Deine Meinung ja schon geäußert hast, würde ich auch noch gerne Deine Begründung hören.

Das Problem ist nicht eindeutig zu klären, da man Konsequenzen kaum vorhersehen kann.

Nehmen wir mal ein extremes Beispiel. Habe ich neulich in einem Film gesehen.

Eine Freundin von Dir ist mit einem totalen Ekelpacket zusammen, und Du weißt, dass er sie früher oder später verletzen wird. Also bedrohst/erpresst Du ihn, damit er sie verlässt.

Der Zweck wäre dabei, Deine Freundin zu schützen.
Das geheiligte Mittel wäre eine Straftat.

Das ist jetzt ein sehr konkretes Beispiel, aber wie gesagt, durchaus schon vorgekommen.

Jetzt kannst Du selbst beurteilen, inwieweit es "in Ordnung" wäre, soetwas zutun.

Ethisch gesehen (Ethik= Fairness) ist es unfair, sich aus Liebe und Angst in ein Privatleben einzumischen.
Jedoch kann jeder verstehen, dass man seine Lieben nur beschützen will.

Die Frage, die Du also eigentlich stellen solltest, ist nicht, ob Zweck Mittel heiligt, sondern ob man böse Dinge aus guten Absichten tun darf.

Und das "dürfen" meine ich jetzt nicht aus strafrechtlicher Sicht, sondern aus moralischer.

Neulich bin ich über das Zitat gestolpert
"Gute Menschen müssen manchmal böse Dinge tun, damit böse Menschen bestraft werden."

Man kann aber genauso gut das Beispiel Amerika bringen.
Darf man foltern, um an Informationen zu kommen?

Mal abgesehen davon, dass Folter psychologisch gesehen sogar kontraproduktiv ist und rein gar nichts bringt, geht es ja um's Prinzip.

Und da bin ich zwiegespalten und kann Dir keine Antwort geben.

Zum einen müssen wir Grundrechte einhalten
(mein 1. Beispiel vorhin würde dann gegen den Würde-Paragraphen verstoßen) damit eine Gesellschaft funktioniert

Zum anderen weiß ich aber auch ganz genau, wie ich reagiere, wenn es um Freunde und Familie geht.

Und genau deswegen habe ich das Beispiel mit der Freundin genommen.

Die meisten von uns wissen genau, dass Handlungen falsch sind.
Wenn es aber um Liebe geht, ist bei den meisten der Spaß vorbei.

Und deswegen komme ich zu dem Fazit:

Der Zweck heiligt nie die Mittel, trotzdem tun wir es hin und wieder.

Und in ausweglosen Situationen, gesteuert von Gefühlen, kann es hin- und wieder dazu kommen, dass wir uns falsch entscheiden, es aber die Zukunft positiv beeinflusst.
Das problematische daran ist, dass wir nie wissen werden, wie sich bestimmte Dinge bei anderen Entscheidungen entwickelt hätten.

LG.

Das hängt immer vom Einzelfall ab. Aber eigentlich macht es das nur moralisch besser, aber nicht wirklich. Ich nenne mal ein Beispiel: Eine Frau wurde vergewaltigt. Sie kennt ihren Vergewaltiger, es war ein Kumpel von ihrem Freund, es passierte nach einer Party, als der Kumpel  betrunken war. Sie erzählt das ihrem Freund. Der Freund schlägt den Kumpel krankenhausreif. Der Zweck war, er will seine Freundin rächen. Das Mittel aber war verkehrt, denn Selbstjustiz ist nun mal verboten. So ein Mensch kann von einem Gericht bestraft werden, aber nicht durch körperliche Gewalt von einem Menschen.

Nein. Zumindest nicht in unbestreitbarer Weise.

Das argumentative Problem liegt nämlich darin, dass die Auswirkungen einer HAndlung viel zu komplex und ausufernd sind, sodass du gar nicht überblicken kannst, ob du deinen Zweck langfristig erfüllst.

Was glaubst du wie viele Schäden auch auf politischer Ebene mit diesen Leitsatz erzeugt wurden, wo sich die Leute nicht bewusst waren und nicht bewusst sein konnten, was langfristig passieren würde.

Nichtmal Hitler hat Deutschland langfristig geholfen. Wenn er ein starkes Deutschland gewollt hätte, hätte er am Besten nach der Annexion Österreichs aufgehört, versucht die Schulden abzubezahlen und einen sanften Einfluss auf die tausende Auslandsdeutsche (damals) auszuüben, um in den Zeiten von Multikulturalimus das Deutschtum immer noch über ganz Osteuropa verbreitet zu haben, wo sie einen kulturellen Einfluss haben. Konnte er nicht wissen.

Ein gewisser Pragmatismus ist aber auf jeden Fall nötig, denn strikter Idealimus ist genauso großer Blödsinn

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