Heiligenverehrung im neuen Testament?

8 Antworten

In der Bibel findet sich keine Stelle, in der Maria, andere Christen (Heilige) oder Engel verehrt und angebetet werden. Es ergibt doch irgendwie auch keinen Sinn, zu Menschen oder Engeln zu beten, wenn man direkt mit dem allmächtigen Schöpfergott sprechen und Ihm seine Gedanken und Wünsche mitteilen kann.

Die Bibel lehrt, das wir nur Gott allein anbeten und verehren sollen. Wo in der Bibel jemand anderes als Gott verehrt wurde, werden falsche Götter verehrt, welche Satan und seine Dämonen sind. Alle Nachfolger des Gottes lehnten Anbetung und Verehrung ab, z. B. Petrus und die Apostel (vgl. Apostelgeschichte 10:25-26; 14:13-14). Auch die Engel lehnten es ab, verehrt zu werden (vgl. Offenbarung 19:10; 22:9). Die Antwort ist immer die gleiche, „Bete Gott an!“

Nach der Bibel sind alle Christen (also alle, die an Jesus Christus als ihren Herrn und Erlöser glauben) Heilige, Priester und Könige. Wer also ein gläubiger Christ ist, ist damit auch ein Heiliger (vgl. 1. Petrus 2,9; Offenbarung 20,6; Psalm 31,24).

Jesus hat zu dem Verbrecher, der neben ihm gekreuzigt wurde und der zum Glauben fand, gesagt: "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein." (Lukas 23,42)

Wenn man sich jetzt vorstellt, dass die Gläubigen im Paradies von Bittgebeten und -flehen mitbekommen, würden sie viel Leid, Sünde und Elend miterleben müssen. Das hört sich irgendwie nicht nach paradiesischen Zuständen an, wenn man ständig mit dem Leid und der Sünde auf der Welt konfrontiert wird. 

Vor allem muss man sich die Frage stellen, warum es im Neuen Testament keine Beispiele dafür gibt, dass verstorbene Menschen angebetet werden. Im Alten Testament gibt es deutliche Verbote, zu verstorbenen Menschen Kontakt aufnehmen zu wollen. Im Neuen Testament findet sich kein Fall und auch keine Lehre, wo Christen mit bereits verstorbenen Menschen beten kommunizieren sollen.

Wenn die Kommunikation mit verstorbenen Christen eine wirksame und sinnvolle Praxis wäre, hätten die Apostel dies doch in ihren Schriften erwähnen müssen oder auch Jesus selbst. Doch diese Lehren finden sich nicht in der Bibel.

Heiligenverehrung ist menschlich. Auch heute noch werden Helden, Stars, Vorbilder, Idole verehrt: Sportler, Schauspieler, Politiker, ... Manchmal weiß man allerdings nicht so genau, was Menschen an denjenigen Typen eigentlich so toll finden.


Auch im NT gibt es zahlreiche Beispiele eines solchen Verhaltens, dass man andere Menschen verehrt:



Matthäus 9: Und siehe, eine Frau, die seit zwölf Jahren den Blutfluss hatte, trat von hinten an ihn (Jesus) heran und berührte den Saum seines Gewandes. Denn sie sprach bei sich selbst: Wenn ich nur sein Gewand berühre, so werde ich gesund. Dawandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und die Frau wurde gesund zu derselben Stunde.



Apg 14 Als die Volksmengen sahen, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und sagten auf Lykaonisch: "Die Götter sind den Menschen gleich geworden und zu uns herabgekommen.“  Und sie nannten den Barnabas Zeus, den Paulus aber Hermes, weil er es war, der das Wort führte.  Und der Priester des Zeus[tempels], der vor der Stadt lag, brachte
Stiere und Kränze an die Tore und wollte mit den Volksmengen opfern.



Die heutige Praxis in der katholischen Kirche, Menschen offiziell heilig zu sprechen, will der unkontrollierten Verehrung von Menschen entgegentreten. Man will die Heiligenverehrung auf möglichst wenige Menschen begrenzen, damit nicht jeder irgendwen anhimmelt, der es gar nicht verdient hat.


Daher gibt es objektive Kriterien wie z.B. die Prüfung des gesamten Lebens in ethisch-moralischen Aspekten. Bis vor Kurzem brauchte es auch immer noch ein Wunder, welches als Bestätigung von Gott angesehen wurde. Die Wunder hat Papst Franziskus als Bedingung abgeschafft.




1. Heiligenverehrung gibt es in der katholischen Kirche, nicht in der evangelischen. 

2. Sowohl das alte als auch das neue Testament gelten als Grundlage. 

3. Heiligenverehrung rechtfertigt sich nicht aus der Bibel heraus. Es werden Menschen verehrt, die wundertätig waren, sehr gottergeben, barmherzig oder als Märtyrer für den (christlichen) Glauben starben. Mit der Bibel haben die nur indirekt zu tun. 

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