Heilige Messe Brot und Wein verwandeln sich in Blut?

9 Antworten

Brot und Wein bleiben in allem Äußerlichen genauso:

+ es sieht aus nach Wein und Brot

+ es fühlt sich an wie Wein und Brot

+ es riecht nach Wein und Brot

+ es schmeckt nach Wein und Brot

+ chemisch und physikalisch findest du nichts anderes als Wein und Brot

Das Geheimnis der Wandlung vollzieht sich im Glauben. Man kann es nur mit dem Herzen wahrnehmen.

Du kannst das vergleichen mit einem Blumenstrauß. Im Laden oder auf dem Feld waren das einfach irgenwelche schönen bunten Blumen. Aber wenn ein lieber Mensch sie pflückt oder kauft und sie dir mit netten Worten als Ausdruck seiner Liebe zu dir überreicht, haben diese Blumen plötzlich eine neue Bedeutung bekommen.

So einen Blumenstrauß hebt man sich dann vielleicht auf, geht mit ihm sorgsam um, erinnert sich immer wieder an denjenigen, der einem den Strauß geschenkt hat.

Und in der Hl. Messe hat man jetzt nicht unbedingt ein besonderes Gefühl, wenn man Jesu Leib und Blut empfängt; das kann zwar eintreten, muss aber nicht. Entscheidend ist, dass man bei der Kommunion an Jesus denkt und sich mit Ihm vereinigen will. Unbemerkt wird man dann im Verlauf von längerer Zeit durch das Sakrament selber zum Leib Christi.

Dann heißt es:

Empfangt, was ihr seid: Leib Christi. Werdet, was ihr empfangt: Leib Christi.

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Die Wesensverwandlung ist zwar ein Geheimnis des Glaubens,  hängt aber nicht vom Glauben des Einzelnen ab. Das ist nur in einigen protestantischen Richtungen so. Die Verwandlung hängt auch nicht davon ab, wie das Herz es sieht. Die Wandlung vollzieht sich unabhängig davon.  Ansonsten wäre es wohl kaum möglich, dass auch ein Ungläubiger oder schwerer Sünder  beim Empfang der Kommunion ebenso den Leib Christi empfängt wie Gläubige, nur eben zum Gericht.

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@Raubkatze45

Ein schwerer Sünder empfängt sicher die Kommunion zum Gericht.

Aber doch nicht ein Ungläubiger...

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Da scheiden sich die Geister.

Laut dem Katholizismus wird dies durch das Wirken des Hohepriesters und dessen Geschwurbel hervorgerufen.

Der Evangele ist da anderer Meinung, dort meint man, es geschehe durch eine wie auch immer geartete Gnade eines angeblichen kosmischen Phantoms.

Wie auch immer, kaum soll es Menschenfleisch sein, wird es in einem ritualkanibalischen Anfall eingeworfen.

Ich wüsste hierzu, wie man mehr Leute in die Tempel locken könnte, man  schafft diesen Unfug ab und reicht Butterbrezeln, Leberwurstbrot und Weizenbier. Dann wär das was, das selbst der ein oder andere Atheist zum Frühschoppen käme.....

Aber so, ne, wirklich nicht.

Die Transsubstantiationslehre gründet sich auf das Wort Jesu beim letzten Abendmahl: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, das ist mein
Blut. Schon vor diesem Geschehen hat Jesus darauf hingewiesen und betont „Wer das Fleisch des Menschensohnes nicht ißt und sein Blut nicht trinkt, hat das Leben nicht in sich“.  Diese Aussage wurde vielen der Jünger zum Ärgernis „Wie kann uns dieser sein Fleisch zu essen geben“ und sie kündigten ihm die Gefolgschaft. Jesus fragt seine Apostel „Wollt nicht auch ihr gehen“? Er nimmt nichts zurück von dem, was er gesagt hat, nur um seine Anhänger zu halten. Er will uns wahrhaft Speise sein „Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.“ „"Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm." Daraus geht hervor, dass dies sich nicht nur einmal im Abendmahlssaal vollzogen hat, sondern immer dann geschieht, wenn ein geweihter Priester in apostolischer Nachfolge die Wandlungsworte über Brot und Wein im
Gottesdienst spricht.

Durch die Konsekration des Brotes und Weines durch den Priester geschieht eine Verwandlung der ganzen Substanz des Brotes in die Substanz des Leibes Christi, und der ganzen Substanz des Weines in die Substanz seines Blutes, während für unsere Sinne die äußeren Gestalten (Brot und Wein) wahrnehmbar bleiben. Diese Wandlung wurde von der katholischen Kirche Wesensverwandlung(Transsubstantiation) genannt. Jesus ist wirklich anwesend und wir nehmen Ihn - und damit Seine helfende Gnade - direkt in uns auf. Deshalb ist die Eucharistie auch der zentrale Teil und die Stärkung jedes kath. Gottesdienstes und nicht die Predigt wie in manchen evangelikalen Gemeinden.

Wenn wir Jesu Fleisch und Blut zu uns nehmen, ist das kein Kanibalismus.so nehmen wir nicht das Fleisch und das Blut eines Toten, sondern eines Lebendigen zu uns - etwas, das uns mit Leben erfüllt! Auch nehmen wir nicht die menschlichen Substanzen zu uns, sondern etwas, das seine äußere Gestalt behält, aber sein Wesen verändert, also den ganzen Christus.


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Danke. Jedoch verstehe ich das bis heute nicht. Vermutlich braucht man eine besondere Art von Gehirn, um das zu kapieren (so ein Gehirn habe ich aber nicht).

Wenn sich die ganze Substanz verwandeln würde, würde die neue Substanz auch dieselben Eigenschaften haben (wie Fleisch und Blut).

Dann sagst du aber "was seine äußere Gestalt behält". Das ist aber ein Widerspruch zu "die ganze Substanz verwandelt sich".

Wie kann etwas die äußere Gestalt behalten, wenn der Vorgang die ganze Substanz verwandelt? 

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@OlliBjoern

Achtung: Substanz ist NICHT Materie!
Das ist schon bei der Übersetzung aus dem Griechischen (οὐσία = Sein, Wesen) ins Lateinische schiefgegangen.
Substanz ist also das SEIENDE, WESENTLICHE, die Materie dagegen ist "nur" eine Akzidenz (https://www.wikiwand.com/de/Ousia).

Außerdem ist ein Sakrament ein VORGANG und keine SACHE.
Wer die Hostie als "Sakrament" bezeichnet, begeht einen schweren Irrtum, das Sakrament ist die ganze HANDLUNG des gemeinsamen Herrenmahles.

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1. Die katholische Lehre von der Verwandlung des Brotes und Weines in den buchstäbluichen Leib Christi ist ein Produkt einer späterer Zeit und hat nichts mit dem ursprünglichen Verständnisses des Abendmahls zu tun.

2.t Brot und Wein sind reine Symbole für den Leib und für das Blut Christi. Man kann Symbole nicht verbuchstäblichen, weil das auch nicht der Sinn und Zweck des Abendmahles ist welches Christus zur Erinnerung an seinen Opfertod am Kreuz den Apostel/Gläubigen gegeben hat.

Darum sagte Jesus: "Tut das zu meinem Gedächtnis."

3. So ist das mit jeder Gedächtnisfeier, bei der man sich an ein bestimmtes Ereignis erinnert, um das vergangene Geschehen lebendig zu erhalten.

Niemand käme auf die Idee, dass bei einer Gedächtnisfeier das vergangene Geschehen buchstäblich und real vergegenwärtigt werden könnte. Was genauso wsenig beim Abendmahl der Fall gewesen ist.

4. Aus diesem Grund wurde auch in der Frühkirche das Abendmahl in beiderlei Gestalt gefeiert (1. Korinther 10) zum Gedenken an den gebrochenen Leib Christi und an sein vergoßenes Blut am Kreuz.

5. Das wurde erst im Mittelalter aufgrund des veränderten Verständnis über das Abendmahl geändert, indem man den Gläubigen nur mehr die Hostie reichte, weil man glaubte, dass ja beides -Leib und Blut- in der Hostie enthalten wären.

Nur ist das nicht der Fall, weil das Brot für sich ein Symbol für den Leib ist und der Wein für sich das Symbol für sein Blut sind.

Diese Verständnisänderung war also der Grund warum man dann nur mehr den Menschen die Hostie bei der Abendmahlsfeier gab.

6. Die Aussagen dagegen im Neuen Testament zeigen dagegen, dass Brot und Wein als Symbole verstanden wurden und deshalb auch in beiderlei Gestalt zur Erinnerung an Christi Opfertod gefeiert wurde, bzw. in beiderlei gestalt von Christu eingesetzt wurde.

Bis heute wird in der Regel nur die Hostie gereicht und nicht auch der Wein.

7. Was das Essen und Trinken anbelangt haben wir es genauso mit einer bilderhaften Ausdrucksweise zu tun, was an anderen Beispielen gesehen werden kann

Zum Vergl.:

Psalm 42, 4: "Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht."

Kein Menschen wird glauben, dass man  seine Tränen buchstäblich Tag und Nacht aufgenommen hätte.

Hesekiel 3,1ff: "Du Menschenkind, iß, was du vor dir hast! Iß diese Schriftrolle und geh hin und rede mit dem Haus Israel." usw.

Hier geht um eine Buchrolle, die der Prophet essen soll. Nur wird niemand glauben, dass der Prophet buchstäblich eine Buchrolle gegessen hätte.      

Jeremia 15,16: "Dein Wort war meine Speise......"

Hier wird Gottes Wort mit einer Speise verglichen, die man in sich aufnimmt. Aber bestimmt nicht über Mund und Magen. Weil die Aufnahme ein reiner geistiger Vorgang ist.

Es ist eine Bildersprache, die mit Vergleichen arbeitet und mehr nicht und kann deshalb nicht verbuchstäblicht werden.

8. Dasselbe ist der Fall, wenn es um die Aufnahme Christi geht. Wieder verwendet Christus hier die Bildersprache, bzw. einen Vergleich. So wie man die Speise aufnimmt, um sein irdisches Leben zu erhalten, deshalb der Vergleich mit dem Manne in der Wüstenwanderung, müssen wir Christus im Glauben in unsere Herzen aufnehmen, um Anteil am ewigen Leben zu erhalte

Schon damals glaubten die Zuhörer, dass sie Christus buchstäblich essen und trinken müssen. (Johannes 6, 52  Dieses Mißverständnis  wurde von Christus geklärt, indem er am Ende seiner Rede sagte: V. 63:

"Der Geist ist es, der da lebendig macht; das Fleisch ist dazu nicht nütze. Die WORTE, die ich zu euch geredet habe, die sind Gesit und sind Leben."

Die buchstäbliche fleischliche Aufnahme führt zu nichts, sondern wir müssen seine Worte im Glauben in unsere Herzen aufnehmen und danach auch Handeln. Nur das bringt uns das ewige Leben.

Und das ist auch verständlich, weil man Christus nicht über den Mund und Magen in sich aufnehmen kann, sondern nur über sein Wort und der Geist (hlg.Geist) der in unseren Herzen wirkt, wenn wir es zulassen.


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@Christian3684

Ertgänzung:

Lukas 4,15: "Das aber auf dem guten Land sind, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld."

Hier vergleicht Christus einen Menschen mit einem guten Land, in das der Same(seine Worte) fällt und Frucht bringt. Christus gebraucht hier das Bild des Ackerboden, welchen er mit dem menschliche Herzen vergleicht, in das seine Worte aufgenommen werden. Und das zeigt sich dann, wenn der Mensch auch die Glaubensfrüchte hervorbringt.

Genauso wenig können wir hier den Vergleich wie das auch in Johannes 6 der Fall ist verbuchstäblichen. Diese Vergleiche dienen dazu geistige/geistliche Vorgänge zu veranschaulichen!!


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@Christian3684

"Brot und Wein sind reine Symbole"

Du sprichst ein großes Wort gelassen aus!

In allgemeinen Lexika wird Symbol definiert als

  • „einen tieferen Sinn andeutendes Zeichen, Sinnbild; bildhaftes, anschauliches, wirkungsvolles Zeichen für einen Begriff oder Vorgang, oft ohne erkennbaren Zusammenhang mit diesem“ (Beispiel: Blaue Blume)
  • „Sinnbild“ (Beispiele: christliche Symbole; weiße Taube als Symbol des Friedens)
  • „Sinnbild, das in seiner Ausdruckskraft den Inhalt eines vorgestellten Gegenstandes zum Ausdruck bringt“; im engeren Sinn religiöse oder kultische Symbole

https://www.wikiwand.com/de/Symbol

In meiner Vorstellung ist ein Symbol überhaupt ein Platzhalter, Stellvertreter für etwas nicht Greifbares, aber "gegenwärtig zu machendes", es ist zwar nur ein Zeichen, steht aber für die bezeichnete Person oder Sache.

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Darf ein Priester von St. Pius FSSPX eigentlich den Gläubigen, die nicht katholisch sind, jeden Sonntag die heilige Kommunion geben?

Nach Kirchenrecht dürfen ja nur Katholiken die heilige Kommunion empfangen.

Katholisch ist man dann, wenn man mit der katholischen Weltkirche verbunden ist.

Das schließt ein, dass man prinzipiell in jeder katholischen Kirche die heilige Messe anerkennt und mitfeiern würde.

Bei uns in der Gemeinde gibt es aber einige Familien, die ihren Kindern sogar verbieten, in eine andere katholische Gemeinde zu gehen außer St. Pius.

Selbst wenn es sich um Priesterbruderschaften handelt, die ebenfalls die heilige Messe im außerordentlichen römischen Ritus feiern, untersagen diese Eltern ihren jugendlichen Kindern den Messbesuch dort.

Abgesehen davon, dass diese Eltern ihre Kinder um das Menschenrecht der Religionsfreiheit beschneiden:

Ist es recht, dass man jene Eltern noch als "katholisch" bezeichnet und dass der Priester von St. Pius ihnen weiterhin die Kommunion reicht?

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