Hei Leute es geht um Folgendes, und zwar ich bin am linken Ohr, wahrscheinlich seit der Geburt aus, völlig taub. Der rechte Ohr ist ganz in Ordnung.?

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5 Antworten

Hallo,

ich habe selbst keinen CI aber bin von Geburt an taub. 

Ich kenne viele Leute die auch ein CI haben, und bei dem CI ist es grundsätzlich so, nach meinen Beobachtungen:

Spätertaubte oder Schwerhörige die nach und nach ihr Gehör verlieren sind die besten Kandidaten für ein CI Operation. Bei denen ist der Erfolg am größten. Anders ist es bei Personen, die von Geburt an taub sind. Man müsste am ehesten früh operieren, also bis 6 Jahre alt, um Erfolge verbuchen zu können. Doch bei ihnen ist der Erfolg auch wiederum sehr individuell. Ältere, die später operiert haben und von Geburt an taub waren, hatten im Vergleich den geringsten Erfolgsquote. 

Das sagen Mediziner leider nicht. Ist nun mal so. Ich denke, es hängt damit zusammen, dass sie viel Geld also Prämien ausbezahlt bekommen, wenn sie einen Patienten für die OP gewonnen haben. 

Ich persönlich verzichte komplett auf CI und aber auch auf Hörgeräte. Brauche ich nicht. Aber es hat in meinem Fall auch viel mit der persönlichen Einstellung und den Wunsch, ob man in der hörenden Welt 100% teilhaben will. Ich hab nicht so den Wunsch/Streben danach. Mir ist lieber, Hörende die Gebärdensprache beizubringen oder auch per Dolmetscher mit ihnen zu kommunizieren. Ich sehe nicht ein, weshalb ich alles mit mir machen lassen muss (OP, Nachsorge etc.) und gleichzeitig mit viel Mühe ablesen und mit Anstrengung zu sprechen. Das alles nur um den Hörenden leichter zu machen? Inklusion ist für mich im Prinzip, dass beide Beteiligte aufeinander zugehen sollen. Und dazu gehört also, dass Hörende die DGS lernen sollen oder zumindest eine andere Kommunikationsform nutzen, um mir es leichter zu machen, sie zu verstehen. Nur meine Ansicht. Nicht jeder teilt meine Meinung und das ist auch gut so. 

Ich schweife etwas ab. Aber Fakt ist in diesem Zusammenhang, dass die Mediziner die Erfolge des CI auf Grundlage einer Minderheit oder gewisse Gruppen feiern. Und verschweigen, was die wahren Zahlen sind. 

Kleiner Vorgeschmack: Eine Doktorarbeit von einer Frau aus Köln wurde akzeptiert. Sie untersuchte, wie die Erfolge einer CI Operation bei Patienten aussehen. Die Versuchspersonen waren aber zum großen Teil Spätertaubte (=Menschen die schon mal gehört haben und im Laufe des Lebens taub wurden), und nur eine kleine Gruppe (ich glaube 10-20%) waren Geburtstaube. Und Ergebnisse war: CI in einem hohen Prozentsatz erfolgreich. Das ist in meinen Augen eine unsaubere wissenschaftliche Arbeit. Man muss die Gruppen klar voneinander trennen. Dafür sprechen verschiedene medizinische und biologische Fakten. 

An deiner Stelle würde ich alle andere Möglichkeiten ausschöpfen und als letzte Lösung bei sehr hohem Wunsch nach Hören auf der einen Ohr den CI OP machen. Nimm dir Zeit bei der Entscheidung. Lass dich auf keinen Fall von Mediziner und aber auch von deiner Familie unter  Druck setzen. 

Alles Gute. 

Danke dafür :) @princeyasin97

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Ein Hörgerät scheint die risikoärmere Variante zu sein, um die Hörfähigkeit zu verbessern. Diese sind lange nicht mehr so auffällig wie man meint.

Das CI ist mit unglaublich vielen Risiken verbunden.....

z.B. die Möglichkeit, dass dabei Nerven verletzt werden (Gesichts-, Geschmacksnerv), die Kontraindikation zur Diagnosestellung mittels MRT etc. (teilweise) bei Verdacht auf unterschiedlichste Erkrankungen; mögliche Beschädigung des Implantats durch Stürze, bestimmte Sportarten; Abstoßungsreaktion u.v.m.

Zudem muss in Verbindung mit dem CI ein auffälliger externer Sprachprozessor angebracht werden.

Eine einseitige Taubheit kann mit der Zeit durch eine Fehlbelastung zu Schmerzsymptomen führen, deshalb ist ein Ausgleich der Hörfähigkeit generell sicher von Vorteil.

Bei Sportarten verletzen sich aber auch Menschen ohne Technik am Kopf gleichermaßen, das ist wohl halb so wild. Da muss man durch.

Und um Unwägbarkeiten gekonnt Meistern zu können macht man ja schließlich diese zahlreichen Voruntersuchungen.

Sonst könnte ja gleich jeder Arzt der es sich zutraut drauf los Operieren. : D

Allein schon um die Erfahrung zu machen, würde ich dieses geringe Risiko eingehen.

Die meisten schreckt doch eh nur ab, weil irgend was am Kopf gemacht wird.

Und selbst wenn irgend was schief läuft ( du bist ja kein Versuchs - Kaninchen ).

Die bekommen dich schon wieder hin, ohne Einbußen in deiner Lebensqualität.

Der Heilungsprozess zieht sich nur was in die Länge.   xD

Und falls man sich so unsicher ist, sollte man sich eben von einem Ärzteteam behandeln lassen, das auf seinem Gebiet nur Positivmeldungen zu verzeichnen hat.

Ärzte selbst bekommen nämlich auch immer nur Rückmeldung von denen, wo es nicht geklappt hat, Dankschreiben für den tollen Operationsverlauf, und der neu gewonnen Qualität bilden da eher die Minderheit, obwohl es die Mehrzahl ist.

Naja, das ist so meine Erfahrung

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krass, danke, die Sache ist halt dass ich durch das CI die Möglichkeit habe mit dem linken Ohr zu hören. Mit dem Hörgerät höre ich das was ich auch mit dem rechten Ohr höre, also belaste ich das rechte Ohr so oder so oder nicht, ob Hörgerät oder nicht, nur dass ich halt dann die Sachen von der linken Seite besser aufnehmen kann.... Was denken Sie?

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@princeyasin97

Es geht bei Sport nicht um eine Kopfverletzung sondern um eine Schädigung des Implantats, die möglicherweise eine erneute OP nötig macht und mit immensen Kosten verbunden ist. Inwieweit diese Kosten dann die Krankenkasse trägt, ist dann fraglich.

Ich wäre nicht so optimistisch, wenn es um derartige Operationen geht, denn viele der möglichen Schädigungen sind nicht reversibel, wie z.B. die Nervenschädigung.

Man muss für sich selbst abschätzen, ob man dieses Risko tragen will.

Ich  würde es nicht wollen aber das ist nur meine persönliche Einstellung, die dabei keine Rolle spielt.

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@Anni478

Mit Fehlbelastung meinte ich folgendes:

Die Erfahrung zeigt, dass Menschen, die einseitige Hörprobleme/Taubheit haben, dazu neigen, den Kopf in Schieflage zu begeben, um ihre Hörfähigkeit dadurch verstärken zu können und diese Schiefhaltung (oder Fehlbelastung) sorgt wiederum für muskuläre Dysbalancen, die mit weiteren Funktionsstörungen einhergehen können.

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@princeyasin97

Die OP ist aufgrund ihrer Risiken immer die letzte Möglichkeit, die erst zum Einsatz kommen sollte, wenn nichts anderes  Aussicht auf Erfolg verschafft.

Deswegen würde ich mich für ein Hörgerät aussprechen. Vielleicht bist du damit ja bereits zufrieden!?

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Ich habe kürzlich einen Jungen gesehen, der wohl dieses Cochlea-Implantat hatte - bei beiden Ohren. Sah schon merkwürdig aus.

Wenn, würde ich Dir eher ein Hörgerät empfehlen. Odr ich würde gar nichts machen lassen.

Bin selbst auf einem Auge blind. Und lebe gut damit.

Nur weil es merkwürdig aussieht is es doch kein Grund es nicht zu machen, was zählt is dass es funktioniert und man sich selber wohlfühlt!

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@kleinschnorchel

Ich wollte mit "merkwürdid" ausdrücken, dass er/ sie wahrscheinlich "angegafft" wird und nichts gegen das Implantat sagen.

Angaffen behagt nicht jedem, deshalb die Empfehlung des Hörgerätes.. 

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Du könntest noch ein paar Jahre abwarten bis die Technik moderner und weniger auffällig wird, oder ist das eher unwahrscheinlich?

Deswegen auch das Heil zu Anfang weil du auf dem linken Ohr taub bist, LOL

komischer Tippfehler, LMW

Berät einer in so einem Fall den nicht mehr der HNO oder sonstige Medizinischen Fachleute?

Hahaha sry, ähmm die von der Unikilik sagen ich solle einfach es mit dem Hörgerät versuchen der die Geräusche vom rechten Ohr ans Linke Ohr überträgt. Die von der normalen Klinik sind für eine Cochlea Implantage....

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@princeyasin97

ich als normal hörender, würde mich wahrscheinlich hier mal schlau machen, vielleicht gibts ja hier Leute die beides schon mitgemacht haben. Sei es bei ihnen selbst oder Freunden und Familie.

http://www.gehoerlose.de           Taubenschlag-Foren

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