Heidnische Götter?!

2 Antworten

Das Problem bei den vorgeschichtlichen Religionen Mitteleuropas ist eben die Vorgeschichtlichkeit. Man kann, mangels schriftlicher Zeugnisse, nichts Genaues über sie sagen, die Forschung anhand archäologischer Befunde ist äußerst schwierig und läßt nur sehr wenige, noch dazu vage, Rückschlüsse zu. Eine Verwandschaft der Götterfiguren in einer Zeit weit vor der Bronze- oder Latene-Zeit kann man deshalb weder ausschließen noch irgendwie fundiert untermauern. Es ist möglich, daß es so ist, man weiß es nicht. Wahrscheinlich ist es einfach so, daß die Menschen, die in Mitteleuropa lebten, ähnliche Interessen hatten, von derselben Art der Wildbeuterei lebten, dieselben Nahrungsmittel sammelten, dieselben Probleme hatten. Nach diesen Lebensbedürfnissen gestaltete sich auch ihre Götterwelt. Aber wie gesagt, es gibt kaum belastbare Fakten dazu, die ersten schriftlichen Zeugnisse dieser Religionen stammen aus den Federn der Römer und Griechen (die keine Freunde dieser Kulturen waren) und die beiden Fassungen der Edda stammen aus dem 8. Jahrhundert. Gruß, q.

Die nordischen Götter sind germanische Götter. Heißen nur ab und zu leicht anders. Haben aber eigentlich den selben Ursprung.

Eigentlich gibt es bei allen polytheistischen Religionen, die mir grade einfallen, Götter für verschiedene Tätigkeiten und Lebensbereiche, das ist jetzt also keine Eigenart der germanischen Götter.

Die genauen Ursprünge herauszufinden gestaltet sich natürlich als sehr schwierig, wiel die Germanen in der Antike keine Schriftstücke zurückgelassen haben, mit denen man sonderlich viel anfangen kann.

Du könntest mal das Buch "Handbuch der germanischen Mythologie" lesen, da wird die Hypothese vertreten, dass Freyr und Feya ursprünglich die Hauptgötter waren, Freyr aber durch Wotan verdrängt wurde.

 

Danke für den Tipp... sowas nenne ich eine gute Antwort =)

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@Blutmond7

Übrigens: Im Christentum gibt es ebenfalls verschiedene Götter ( heißen hier 'Heilige'), die als Schutz bei verschiedenene Tätigkeiten oder Lebensbereichen dienen sollen. Das ist heute nicht mehr so stark ausgeprägt, aber früher gab es Schutzpatrone für Seefahrer, Krieger, Prostituierte, Kranke, etc. Laut einer Umfrage beten die meisten Italiener zu Maria, nicht zu Jesus.

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@Kuschelsack

Nicht im Christentum (der Bibel), aber leider in der Römisch-Katholischen Kirche gibt es die gleichen heidnischen Götter,  nur haben sie Heiligennamen bekommen um ihre Einführung ins Christentum durch Kaiser Konstantin dem Grossen zu rechtfertigen. 

Diese immer noch grosse Kirche sündigt gegen

die 10Gebote in 2.MOSE 20:  

2. Mose - Kapitel 20 Die Zehn Gebote 

3 Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. (5. Mose 6.4-5) (1. Korinther 8.6) 

   4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. (3. Mose 26.1) (5. Mose 27.15) (Psalm 97.7) (Jesaja 40.18-26) (Römer 1.23) 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen; (2. Mose 34.7) (Jeremia 31.29-30) (Hesekiel 18.2-3) (Hesekiel 18.20) 6 und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten. 

   7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht. (3. Mose 24.16) 

   8 Gedenke des Sabbattags (Samstag STA), daß Du ihn heiligest...

Keinen Sonntag des römischen Sonnengottes soll man heiligen...

 

 
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@Kuschelsack

Naja also in der Bibel gibt es schon sehr viele verschiedene Götter. Und zwar wird das schon ganz schnell klar, wenn man vom Gott des alten und vom Gott des neuen Testamentes spricht. Die sind Grund verschieden. Man kann das zwar mit einer Entwicklung von Gott begründen. Aber warum sollte sich ein allmächtiges allwissendes Wesen entwicklen (können)? Natürlich steht in der Bibel dass das nicht so sein sollte...aber ich sehe das es anders ist.

Zumal man in der katholischen (und in den orthodoxen) Kirche natürlich sozusagen die Fehlentwicklung der Heiligen sehen kann. Aber auch in den anderen christlichen Konfessionen hat man Engel und man hat Leute die verehrt werden (Adam Smith bei den Mormonen, Martin Luther, Zwingli, Calvin). Es gab mal in Marburg ne Ausstellung die Heilige Elisabeth eine evangelische Heilige. Und von der Entwicklung her lassen sich viele paralell Entwicklungen beobachten (etwa der 25.12. und das Mithras fest). Das Christentum hat schon sehr viele andere Götter aufgesaugt und die kann man meiner Meinung nach auch in ner guten Bibelexegese sehen.

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@Antworter24

Ganz interessant sind die Parallelen zwischen Jesus und anderen Gotteskindern, bzw Halbgöttern im Mittelmeerraum in der Antike.

Mir fallen da ein... Horus, Baldr, Mitras. Bei irgendeiner indischen Gottheit war das auch ähnlich. Geboren von ner Jungfrau, wurden später getötet und standen wieder auf. Einige heilten auch Kranke und sowas. Gibt noch mehr Parallelen, aber ich müsste das alles nochmal genauer nachlesen, bevor ich hier was Falsches schreibe. Ich kann mir ja auch nicht alles merken :)

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@Kuschelsack

hahaha das find ich gut xD ich (wenn ichs sagen darf) hasse schon fast den christlicehn glauben. nicht das ich alle christen hasse ne nur den glauben:D

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Ostern ist eines der wichtigsten Feiern für Christen. Warum bezeichnen sich Zeugen Jehovas als Christen, feiern aber kein Ostern?

Lassen wir alle unsinnigen Dinge wie Osterhase, Ostereier usw weg - bleibt trotzdem eine wichtige Begebenheit. Jesus wurde gekreuzigt und ist auferstanden. Die Bibel spricht davon, dass Paulus den auferstandenen Jesus predigte, denn die Auferstehung ist letztlich das, was die christliche Religion von anderen unterscheidet. Jesus Christus ist keine historische Person, die tot ist und verehrt wird, Jesus ist Gott, der lebt.

Diese frohe Botschaft, die Auferstehung ist das Kernstück der Bibel. Daher ist es kein Wunder, dass Christen jedes Jahr Ostern feiern. Während ZJ lediglich des Todes Jesu gedenken mit einer "Feier" die ziemlich unbiblisch ist (die einzelnen Punkte spare ich mir hier) wird der Auferstehung Jesu keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt Ostern wird schlicht ignoriert, weil man sich vor allem auf das ohne Zweifel heidnische oder zumindest unchristliche Beiwerk stürzt und dabei vergisst, dass Ostern der Kerngedanke der Bibel ist. Wenn Jesus nicht auferstanden ist, dann ist alles umsonst, sagt Paulus.

Wie kann man sich christlich nennen und in keiner Weise der Auferstehung Christi gedenken, schließlich sagt die bibel ganz genau, wann Jesus auferstanden ist so dass es also kein Problem ist, einen sinnvollen Termin für diese Feier zu bestimmen.

Apg 4,33 Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen.

Die Bibel zeigt deutlich, die Auferstehung war die zentrale Botschaft der Bibel und schon ab dem 2. Jahrhundert ist Ostern als kirchliches Fest überliefert.

Wenn man alle Bräuche als Christen ignorieren sollte, die heidnischen Ursprungs sind dann dürfte man nicht einmal den Kalender oder unsere Bezeichnungen für die Tage benutzen da all das heidnische Götternamen sind. Oder die Namen der Planeten, der Ehering und vieles mehr. Entscheidend ist, welche Bedeutung heute etwas hat und nicht woher es gekommen ist. So hat sich zu Beginn der ZJ Russell darüber aufgeregt, dass Männer Frauen die Tür aufmachen usw. mit dem Hinweis, damit würde man das göttliche Gebot, dass die Frau dem Manne untertan sein untergraben.. Man kann also jeden Unsinn verbieten oder gebieten.

Das Gedenken an die Auferstehung Jesu als Unsinn zu bezeichnen weil der Name heidnischen Ursprungs ist, überzeugt nicht. ZJ hätten ja einen anderen Namen nehmen können um einen Gedenktag zu haben. Aber wie gesagt, die Auferstehung wird warum auch immer so gut wie ignoriert. Sie scheint in den Augen der ZJ nicht wichtig genug zu sein um ihrer zu gedenken.

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