HDR bei Nikon D90

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2 Antworten

Hallo

  • nun ja eine DSLR die bei ISO 100 um 12 Lichtwerte Dynamik hat braucht kein HDR... das ist eigentlich ein Relikt aus der digitalen Anfangszeit als selbst Profi DSLR nur 6-7 Lichtwerte Dynamik haten. HDR macht Sinn bei Kompaktkameras. Aber seit es HDR auf Knopfdruck gibt gibt es immer mehr HDR Hasser weil die Bilder oft zum ko tz en schlecht sind,,, aber Hauptsache HDR

  • da HDR inzwischen Mode ist und jeder macht kommt nun nach Spielzeugeffekt das Focus Stacking...

  • die D90 hat eine Autobraketingfunktion das ist in etwa das selbe das auch Canon vor der 650D angeboten hat.Echtes RAW HDR mit Bildoverlay in der Kamera können bisher nur Pentax und Sony (und Olympus/Lumix). Im Netz findet man einen Trick wie man mit der D90 ein 9 Shoot Braketing einstellen kann. Standardmässig geht 3 Bilder mit wählbarer Spreizung (0,3-2 EV)

  • Autobraketing und HDR kann man frei konfiguriert und problemlos mit Tethersoftware erledigen. Man muss nur ein Laptop oder Smartphone mit Datenkabel miitnehmen

  • Zu miener Zeit als Fotograf war Braketing oder gar Autobraketing verpönnt das brauchen nur Knipser die nicht wissen wie man die Belichtung ausmessen tut. Das ist nun mal eine japanische Komfortfunktion die billig herstellbar ist und dann als wichtiges Feature in den Prospekten ausgewalzt zum Must Have generiert wird. Früher haben sich Fotografen als das Autobraketing mit viel Werbepomp bei Canon und Minolta eingeführt wurde gefragt ob wohl Kodak, Agfa und Fuji denn Kamera-Herstellern dafür eine Schmiergeldpräme zugesteckt haben. Nun denn, Digitale Bilder kosten heute ja nix ausser das die Lebensdauer der Verschlüsse bzw dem Spiegelkastenmodul immer noch begrenzt ist und man bei Amateurkameras mit etwa 1/Cent Verschleisskosten pro Auslösung kalkulieren kann

  • wer was riskieren will kann die D90 per Nikon Hack auf den Funktionsumfang einer Pentax K5 aufbohren

  • Alle Nikon DSLR haben für JPG das zuschaltbare ADL welches aber Rechenzeit kostet und nicht umunstritten ist. Das ADL kümmert sich im Prinzip nur um die Schwarzwerte soweit man das in der Funktion beschreiben kann wird zuerst knapp belichtet damit nicht die Spitzlichter ausfransen und Kamerintern ein 24Bit Scharz Weiss Bild aus dem 4x8Bit RGGB rausgerechnet und über das 24Bit RGB Bild gelegt. Bei der JPEG Komprimierung fallen dann die Graustufen raus und man hat dann noch Restzeichnung in den dunklen/schwarzen Bildanteilen (Und da ohne Farbinformation ohne Rauschen) Damit erreicht man dann eben etwas mehr Tiefendynamik in den Schwarztönen und noch etwas mehr Zeichnung in den Weisstönen. Das ganze sieht man eingentlich nur an Monitoren weil die billigen Amateur-Drucker ja eh nicht mehr als 10 Lichtwerte Farbdynamik umsetzen können (Wobei die üblichen Billigprints bei 6-7 Lichtwerten rumkrebsen)

https://nikoneurope-de.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/22887/~/aktives-d-lighting

Keine Ahnung - aber dafür gibt es ganz hervorragende Software, welche auch nicht gleich ein Vermögen kostet, Luminance HDR ist sogar kostenlos (legal!) erhältlich und HDR Darkroom von Francis ist überaus preisgünstig zu bekommen, wenn Du nicht gerade die neueste Version 6 kaufen möchtest. Gerade aufgrund der Notwendigkeit, den Prozess steuern und die einzelnen Parameter beeinflussen zu können, würde ich die HDR-Umsetzung niemals auf der Kamera erledigen oder ihn sogar einer Automatik überlassen, sondern an einem großen Monitor selbst tätig werden. Der Aufwand lohnt sich eigentlich immer. Wichtig ist hingegen, daß Du geeignetes "Rohmaterial" zur Verfügung hast. Da würde ich zunächst einmal etwas Geld in ein ordentliches Stativ investieren.

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