Hausverwaltung zahlt Guthaben aus Betriebskostenabrechnung nicht in voller Höhe aus

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4 Antworten

mit welcher Begründung wird das Guthaben einbehalten?

Einfach die MIete um diesen Betrag zu kürzen ist rechtlich nicht einwandfrei. Dabei wirst Du vermutlich den Kürzeren gegenüber Deiner Vermieterin ziehen.

Schriftlich die Hausverwaltung zur Ausszahlung auffordern. MIt Einschreiben. Frist von 2 Wochen setzen. Nach fruchtlosem Ablauf der Frist-Anwalt einschalten.

@Reiff: Danke für den Beitrag. Zur Begründung, das Guthaben einbehalten: Die Vermieterin erhält vom Mieter nicht nur die Netto-Miete (die ihr zusteht) sondern auch die Betriebskostenvorauszahlung, die sie an die Hausverwaltung weiterleitet. Da die Hausverwaltung dem Mieter Geld schuldet, möchte der Mieter also den ausstehenden Betrag von der Betriebskostenvorauszahlung abziehen, kann dies aber nur über den Umweg der Vermieterin machen (die quasi als "Durchlauferhitzer" für die Betriebskostenvorauszahlung dient).

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@inglenook

verstehe. Dann solltest Du 2 Dinge tun:

  1. Deine Vermieterin schriftlich per Einschreiben auffordern, die von Dir an sie gezahlten Mietnebenkosten SOFORT an die Hausverwaltung zu überweisen.

2.Der Hausverwaltung schriftlich informieren, dass Deine Abschlagszahlungen an die Vermieterin gingen, eine Aufstellung der von Dir gezahlten Beträge beifügen und zur INfo eine Kopie Deines Schreibens an die Vermieterin beilegen.

Sollte nach 2 Wochen keine oder keine befriedigende Klärung erfolgen, wird Dir nur der Gang zum Rechtsanwalt bleiben.

Viel Erfolg.

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@Reiff

Oh, Missverständnis: Was ich oben zur Begründung geschrieben habe, bezog sich auf das Verhalten des Mieters. Die Hausverwaltung hat keine Begründung gegeben, warum sie das Guthaben des Mieters nicht in voller Höhe auszahlt. In der Tat beantwortet die Hausverwaltung Briefe der Mieter praktisch nie, egal ob sie per Einschreiben oder normaler Post kommen. Die Vermieterin hat die Betriebskostenvorauszahlungen stets verlässlich an die Hausverwaltung weiterüberwiesen.

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Der Mieter darf nicht die Brutto-Miete kürzen. Aber der darf die Betriebskostenvorauszahlung kürzen. Das ist ein feiner aber wichtiger Unterschied.

@jockl: Danke für den Hinweis. Hier ist mit "Brutto-Miete" gemeint Netto-Miete + Betriebskostenvorauszahlung. Da Netto-Miete und Betriebskostenvorauszahlung beides zusammen an die Vermieterin gezahlt wird, bedeutet eine Kürzung der Betriebskostenvorauszahlung somit gleichzeitig Kürzung der Brutto-Miete.

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du hättest besser die NK-Vorauszahlungen entsprechend gekürzt und der Hausverwaltung und der Vermieterin mitgeteilt, dass du die Kürzung entsprechend des noch nicht in voller Höhe ausgezahlten Guthabens aus 2010 vornimmst, da du bereits mehrfach aufgefordert hast und man dieser nicht nachgekommen ist.

Danke. Genau das hat der Mieter ja gemacht: Er hat die Betriebskostenvorauszahlung gekürzt, die zusammen mit der Netto-Miete an die Vermieterin gezahlt wird und dies auch der Vermieterin mitgeteilt. Nur die Vermieterin lehnt dieses Vorgehen ab, da sie 2010 noch nicht Eigentümerin war und daher meint, sie möchte nicht involviert werden.

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@inglenook

sie wird aber zwangsweise involviert, denn sie hat sich jetzt um die Belange zu kümmern und wenn etwas nicht in Ordnung ist kann/sollte man auch als neuer Vermieter mit der HVW in Kontakt treten und dafür sorgen, dass alles in Ordnung ist.

Die NK leitet sie ja sowie so nur weiter und wenn sich die HVW an sie wendet kann sie denen ja sagen, warum weniger kommt und die HVW kann sich dann wiederum mit dir in Verbindung setzen.

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