Hausverwaltung setzt einstimmigen Eigentümerbeschluss nicht um

5 Antworten

Ein RA und Gutachter auf Kosten der Eigentümer und das ohne Beschluss?! Das geht meines Wissens nicht. Ihr habt ein Beweissicherungsverfahren beschlossen, nur dafür dürfte Geld auch ausgegeben werden. Im Streitfall wird das Gutachten nicht anerkannt und das Geld ist weg. Ich hoffe die HV holt das Geld vom Bauträger wieder rein. Wichtig ist auch, dass der Bauträger die Mängel anerkannt hat und sich schriftlich und verbindlich verpflichtet diese zu beheben....die Gewährleistungszeit läuft, nur das Beweissicherungsverfahren "unterbricht" diese. Das eigenmächtige handeln der HV wundert mich schon und ein Anwalt sollte schon absichern, dass der ETG keine Rechte verloren gehen.

Wennn der Bauträger das Gutachten und die Mängel bereits schriftlich anerkannt hat, ist in der Tat das Beweißsicherungsverfahren nicht mehr nötig. Wichtiger ist allerdings, ihm eine Frist zu setzen und auch Folgen anzudrohen, wenn er die Frist verstreichen läßt.

Die Abgeltung eurer Ansprüche halte ich für gar nicht so schlecht. Dann könnt ihr einen Anderen mit der Beseitigung der Mängel beauftragen und müßt euch nicht mehr auf den Bauträger zu verlassen.

Vielen Dank für die Auskunft. Bei einer Abgeltung der ANsprüche erlischen mein ANsprüche gegenüber dem Bauträger komplett?

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Klagen oder Hinnehmen.

Das selbständige Beweisverfahren hat im Gegensatz zu einen Privatgutachter den Vorteil, dass es als Beweis und nicht als qualifizierter Sachvortrag bei Gericht bewertet wird. Der zweite Vorteil ist, dass eine Beweisvereitelung bei einem selbständigen Beweisverfahren nicht mehr möglich ist, im Gegensatz zu einem Privatgutachten.

Diese Erkenntnisse helfen jedoch ebenso wenig, wie die Erkenntnis, dass der Verwalter sich pflichtwidrig verhält, wenn er eigenmächtig und ohne Not die Beschlüsse der WEG abändert.

Daher kann ich dir nur raten, den Verwalter oder zur Not auch die übrigen Wohnungseigentümer vor Gericht zu zerren und gem. § 21 Abs. 4 WEG eine ordnungsgemäße Verwaltung zu verlangen. Denn so lange der Beschluss nciht umgesetzt oder durch einen anderen Beschluss aufgehoben wurde, ist er noch gültig.

Davon abgesehen ist es Sache des Verwalters einen Termin zu bestimmen, bis wann die Arbeiten durchgeführt werden müssen und im Falle eines Verzuges eine Ersatzvornahme anzukündigen, also eine andere Firma mit der Ausführung der Arbeiten zu betrauen und eventuelle Mehrkosten vom Bauträger einzuklagen.

Aber wie gesagt, wenn du nicht handeln willst, wird dir die Erkenntnis nicht viel nützen.

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