Hausverwalter nimmt Gemeinschaftseigentum ab?

5 Antworten

Es gibt keinen Beschluss darüber, dass der Hausverwalter die Abnahme für das Gemeinschaftseigentum macht und selbst wenn es den gäbe, ist die Frage, ob das überhaupt rechtlich wirksam ist.

Jeder Eigentümer für sich hat einen Kaufvertrag mit dem Bauträger und aus diesem Kaufvertrag hat er einen Anspruch auf Erfüllung. Zu der gehört auch ein mängelfreies Gemeinschaftseigentum. Den Anspruch verwirkt man nicht so einfach... der Verwalter wäre wenn überhaupt nur dann zur Abnahme berechtigt, wenn die Eigentümer ihn ALLSTIMMIG dazu ermächtigen. Selbst das bezweifle ich (müsste ich nachlesen... ).

AUF GAR KEINEN FALL wurde bei der Sachlage eine Erklärung abgegeben, die irgendeinen der Käufer zur Zahlung des Restbetrages verpflichtet oder den Bauträger auch nur irgendwie aus der Verantwortung entlässt..

AUF JEDEN FALL ist jeder einzelne Eigentümer zur Einbehaltung eines angemessenen Betrages berechtigt, solange noch Mängel bestehen.

Sofort dem Verwalter fristlos kündigen und einen neuen suchen. Schadenersatz wird nix, da er mangels Rechtskraft hier gar keinen anrichten konnte. Nur den nicht kittbaren am Vertrauen.

Zur Abnahme sind die beiden Vertragsparteien zuständig.

Zum einen der Bauherr und zum anderen die ausführende Baufirma.

Der Bauherr ergibt sich aus der Baugenehmigung.

Der Bauherr ist jetzt wer? Nicht der Käufer der ETW, das sollte Dir klar sein.

Der Bauherr hat wen bevollmächtigt das Gemeinschaftseigentum abzunehmen?

Ist der Bauvertrag nach BGB geschlossen oder ist es ein VOB-Vertrag? Gab es eine fiktive Abnahme?

Ist die Abnahme durch Gebrauchsüberlassung bereits erfolgt?

Ihr braucht einen Anwalt (einen guten Baurechtler).

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
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Genau so ist es.

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@FordPrefect

Das verwirrt mich jetzt. Wir haben einen Vertrag mit dem Bauträger in dem auch die Abnahme des Sondereigentums und auch des Gemeinschafteigentums geklärt ist.

Wir haben ja einen gültigen Bauträgervertrag(Kaufvertrag).

Ich kenne es so, dass der werdende Eigentümer die Leistungen vom Bauträger, welche dieser wiederum vorher von den Handwerkern abgenommen hat, abnimmt.

Ich bin ja als werdender Eigentümer Vertragspartner des Bauträgers und muss ja die Möglichkeit bekommen das Eigentum abnehmen zu können und auch zu überprüfen ob alles so ist, wie es laut Vertrag sein soll.

Der Bauträgervertrag ist ja nur eine Art von Werkvertrag.

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@alexbababu
Der Bauträgervertrag ist ja nur eine Art von Werkvertrag.

Und darüber streiten die juristischen Geister immer noch.

Die Experten sind sich nicht darüber einig, ob der Bauträgervertrag ein Kaufvertrag, ein Werkvertrag oder eine Mischung aus beidem ist. Damit ist ohne eine ausdrückliche vertragliche Regelung nicht sicher, welche Anforderungen an die Abnahme des Kaufgegenstandes im Bauträgervertrag zu stellen sind. Bei der Prüfung des Bauträgervertrages sollte deshalb die Abnahme ausdrücklich geregelt werden.

Quelle: https://www.dr-recker.com/service/abc-bautraeger/abnahme/

Wir haben einen Vertrag mit dem Bauträger in dem auch die Abnahme ... geklärt ist.

Was genau ist da geklärt? (z.B. für das Gemeinschaftseigentum)

Nun ich bin kein Jurist - habe aber einen großen Teil meines Lebens auf Baustellen und mit Abnahmen verbracht. Dabei sehr viele spitzwindige Überraschungen erlebt. Noch überraschender waren teilweise die Gerichtsprozesse (wo ich Zeugnis ablegen durfte) bzw. die Urteile.

Deshalb rate ich zu einem "guten" Anwalt des Baurechts.

Noch dazu: Teilabnahmen sind ein besonders schwieriges Feld. Die müssen nämlich explizit beschrieben sein. Z.b. muss da stehen "Die Tiefgarage kann als eigenständige Leistung separat abgenommen werden." Eine generelle Formulierung "Teilabnahmen sind möglich" (o.ä.) sind perse nicht standfest.

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Nun frage ich. Ist diese Abnahme nichtig? Meiner Ansicht haben wir den Hausverwalter nicht bevollmächtigt eine Abnahme durchzuführen.

Die Frage geht - wenn ich den Sachverhalt richtig verstehe - an der tatsächlichen Faktenlage vorbei. Entscheidend ist nämlich, wer hier überhaupt die Abnahme durchzuführen hat - und das sind sicher NICHT die Eigentümer lt. TE oder die WEG, sondern ganz schlicht der Bauherr. Denn der hat die Aufträge schließlich erteilt, und ist auch somit zuständig für die Abnahme. Und wenn der mehr oder weniger identisch ist mit der Bauunternehmung, ist das ein abgekartetes Spiel (siehe Antwort von @DietmarBakel). Die HV ist hier bestenfalls nur protokollarisch tätig geworden.

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Das verwirrt mich jetzt. Wir haben einen Vertrag mit dem Bauträger in dem auch die Abnahme des Sondereigentums und auch des Gemeinschafteigentums geklärt ist.

Wir haben ja einen gültigen Bauträgervertrag(Kaufvertrag).

Ich kenne es so, dass der werdende Eigentümer die Leistungen vom Bauträger, welche dieser wiederum vorher von den Handwerkern abgenommen hat, abnimmt.

Ich bin ja als werdender Eigentümer Vertragspartner des Bauträgers und muss ja die Möglichkeit bekommen das Eigentum abnehmen zu können und auch zu überprüfen ob alles so ist, wie es laut Vertrag sein soll.

Der Bauträgervertrag ist ja nur eine Art von Werkvertrag.

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@alexbababu
Ich kenne es so, dass der werdende Eigentümer die Leistungen vom Bauträger, welche dieser wiederum vorher von den Handwerkern abgenommen hat, abnimmt.

Das ist richtig. Die genaue Ausgestaltung ist dann vertragsabhängig; grundsätzlich muss der Bauherr gegenüber den Betrieben, welche die Arbeiten ausgeführt haben, die Abnahme durchführen (anders wäre es mangels Vertragsverhältnis ja auch gar nicht möglich). Sofern die werdenden Eigentümer Sonderwünsche und -leistungen beauftragt haben in ihrem Sondereigentum, sind die Erwerber diesbezüglich diejenigen, welche für diese Leistungen die Abnahme durchführen müssen.

Ich bin ja als werdender Eigentümer Vertragspartner des Bauträgers und muss ja die Möglichkeit bekommen das Eigentum abnehmen zu können und auch zu überprüfen ob alles so ist, wie es laut Vertrag sein soll.

Stimmt. Nur - dann hätte das Objekt vor der Abnahme durch die WEG auch nicht bezogen werden dürfen. Stichwort "Gebrauchsüberlassung". Mit Bezug gilt das Werk als abgenommen.

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@FordPrefect

Ich habe unser Übergabeprotokoll noch einmal gelesen. Wir haben tatsächlich ein Teil des Gemeinschaftseigentum schon abgenommen. Jedoch war die Tiefgarage, die Tiefgaragenzufahrt und die Aussenanlage nicht abnahmefähig. Dies wurde von uns noch nicht genutzt und kann nicht genutzt werden, da noch ein Gerüst am Gebäude steht, welche die Zufahrt blockiert. Dies müsste nach meinem Verständnis noch von uns abgenommen, sobald das Gerüst entfernt wurde.

Der Kaufvertrag lässt es auch zu, dass nur Teile vom Gemeinschaftseigentum abgenommen werden, soweit diese Abnahmefähig sind.

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