Hausverwalter ignoriert alte Beschlüsse zum Nutzen seiner eigenen Wiederbestellung.

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1 Antwort

Vollmachten können bei Wiederwahl - Beschluss nicht verwendet werden. Wenn du nach dessen Bereinigung zu dem Ergebnis kommst, die Wiederwahl ist mit Minderheit zustande gekommen, kannst du den Beschluss innerhalb 30 Tage nach Versammlung bei Gericht anfechten. Sollten ohne Vollmachten mehr als 51 % stimmberechtigt sein udn für die Wiederwahl gestimmt haben, kannst du dir das sparen.

kein Recht auf dieses Gesetz haben weil wir eine geforderte Summe nicht bezahlt haben

Ein Recht hat nichts mit evt. Rückständen zu tun. Ein irgendwann gefasster Beschluss kann durch einen neuen wieder aufgehoben werden.

brachte lediglich, dass der Miteigentümer uns unser Gesuch wieder in den Briefkasten geworfen hat

ist ein Miteigentümer Verwalter??? Dann wundert mich die Küchentisch-Verwaltung nicht.

xyzle 09.11.2014, 15:45

die geforderte Summe bezieht sich nicht auf Rückstände, sondern wir sollten 3000 Euro in die Gemeinschaftskasse einzahlen, dann hätte man das Dachfenster bekommen.

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xyzle 09.11.2014, 15:55
@xyzle

Danke Tabaluga 1961 für den Hinweis. Es gibt 11 Eigentümer. 5 waren anwesend, 4 haben mit ja , ich mit nein gestimmt. Es gab 5 Vollmachten. Zählen bei 51 % die Anwesenden oder die Prozentzahl aller Eigentümer.

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suedwild 12.11.2014, 19:54

Hallo, der Verwalter kann sich lediglich nicht selbst entlasten und muss die Vollmachten an einen der Miteigentümer übertragen (üblicherweise Verwaltungsbeirat). Hat die Verwaltung aber ein Vollmacht für den TOP, in der es um die Wiederwahl geht, kann diese sich (leider) schon selbst wählen. Noch klarer ist es wenn eine Beschlussanweisung enthalten ist.

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Tabaluga1961 14.11.2014, 21:23
@suedwild

ich hab aber noch das in Netz gefunden.

  1. Stimmrecht Bei der Abstimmung über die Verwalterbestellung ist ein Wohnungseigentümer auch dann stimmberechtigt, wenn er selbst zum Verwalter bestellt werden soll. § 25 Abs. 5 WEG ist auf die Bestellung des Verwalters nicht anwenbar (KG NJW-RR 1987, 268, OLG Düsseldorf WE 1996, 70 (71). Ebenso kann der Verwalterkandidat das Stimmrecht von Eigentümern, die er kraft Vollmacht vertritt, bei der Abstimmung über seine eigene Bestellung zum Verwalter ausüben, solange diese Stimmrechtsausübung nicht rechtsmißbräuchlich ist. Nach § 25 Abs. 5 WEG ist ein Wohnungseigentümer nicht stimmberechtigt, wenn die Beschlußfassung die Vornahme eines auf die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums bezüglichen Rechtsgeschäfts mit ihm oder die Einleitung oder Erledigung eines Rechtsstreits der anderen Wohnungseigentümer gegen ihn betrifft oder wenn er nach § 18 WEG rechtskräftig verurteilt ist. Daher kann ein Wohnungseigentümer kein Stimmrecht bei der Beschlußfassung über den Verwalterdienstvertrag ausüben, wenn er selbst zum Verwalter bestellt ist oder gleichzeitig mit dem Beschluß über die Verwalterbestellung auch stillschweigend über den Verwalterdienstvertrag beschlossen wird. Ein eindeutiges Stimmrechtsverbot erfaßt auch die dem Verwalterkandidaten von anderen Eigentümern erteilten Vollmachten, d. h. der Verwalterkandidat kann die Stimmrechtsvollmachten bei der Abstimmung über den Verwaltervertrag mit sich selbst nicht auszüben.
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xyzle 21.11.2014, 12:58
@Tabaluga1961

Danke für die vielen Ratschläge, aber leider sind sie hie in unserer Gegend kaum anwendbar. Hier sagt der Verwalter:" Klagen sie ruhig, ich habe den längeren Arm !" Und wenn man man dann schmerzlich vor dem Zivilgericht damit konfrontiert wird,, bleibt nur der Trost der guten Ratschläge.

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