Hausverkauf Steuerpflicht?

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7 Antworten

Leider schreibst Du viel, aber nicht das, worauf es bezüglich Steuer ankommt.

1. Wurde das Haus zu eigenen Wohnzwecken seit dem Kauf genutzt? Dann ist es auf jeden Fall nicht Einkommensteuerpflichtig.

2. Wenn es am Anfang vermietet gewesen sein sollte, müsste es bei einem Verkauf in 2015, zumindest einen Tag in 2013 und dann bis zu Verkauf selbst genutzt worden sein.

3. Wenn es überhaupt nicht selbst genutzt wurde, müsstest Du es sein über 10 Jahren gehabt haben.

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Kommentar von wfwbinder
26.12.2015, 21:58

   Im Februar 2015 gekauft und im Dezember 2015 verkauft. War für uns nur ein Schnäppchenobjekt, günstig gekauft, wenig renoviert, mit viel Gewinn weiterverkauft...notariell ist ja alles geregelt. Mir gehts nur ums Finanzamt, ob die Geld von mir wollen, trotz Vertrag mit meinem Ex, der alles Geld bekommt.

Habt Ihr irgendwann darin gewohnt, nach der Renovierung?

Wenn "nein" steuerpflichtig gem. § 23 EStG.

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Kommentar von ElgaM
26.12.2015, 22:04

Ja, danke auch...über deine angeführten Punkte, benötige ich keine Antwort, das ist mir alles klar und trifft außerdem nicht zu...Frage ist, ob ein Schreiben von meinem Ex-Partner ausreicht, indem er mir bestätigt, dass ich das Haus nur in seinem Auftrag gekauft und verkauft habe und ich keinerlei Gewinn erziele...was ja auch den Tatsachen entspricht.

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so wie du das schreibst, gehe ich davon aus, dass juristisch gesehen das haus dir gehörte, somit auch der betrag, der beim verkauf zustande kam.

desweiteren ist es so, dass beim verkauf von eigengenutzten immobilien keine steuer fällig wird. sofern ihr hinreichend lang oder seit fertigstellung der immobilie drin gewohnt habt, ist der verkauf, nach meinem derzeitigen wisensstand, steuerfrei. da solltest du mal nachforschen, inwieweit sich da für dich eine steuerfreiheit ergeben könnte.

wenn dein freund nichts schriftlich hat, dürfte er kaum chancen haben an sein geld zu kommen, falls du dich zickig stellst. er dürfte auf dein wohlwollen angewiesen sein.

annokrat

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Kommentar von ElgaM
26.12.2015, 21:22

Juristisch gesehen gehörte das Haus mir-moralisch gesehen jedoch nicht. Die Immobilie war nicht bewohnt...Mein Ex kann das ganze Geld haben, ich will es gar nicht, war ja nie meins. Aber natürlich möchte ich auch keinen finanziellen Schaden erleiden, weil das Finanzamt Geld von mir will und mein Ex mich mit einem seiner Tricks über den Tisch ziehen will. Ich wollte mir nur einen Teil des Geldes behalten und zur Seite legen fürs Finanzamt...da ist er ausgeflippt

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wenn sowas mit einem schriftstück funktionieren sollte, dann wärst du tatsächlich aus dem schneider (glaub ich aber nicht). allerdings wird er dann steurpflichtig. wenn ich davon ausgehe, dass er ein höheres einkommen als du hat, errechnet sich dann für ihn eine höhere steuerlast aus dem gewinn als bei dir.

somit dürfte steuertechnisch die beste lösung sein, dass du die steuer trägst, so dass er nicht eine höhere steuer blechen muss.

annokrat

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Kommentar von ElgaM
26.12.2015, 21:53

Er hat gar kein Einkommen, ich war für den Lebensunterhalt zuständig, aber das ist eine andere Geschichte..und,ehrlich gesagt, ist es mir scheißegal, wie hoch seine Steuerlast ist.

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Grundstücksgeschäfte müssen vor dem Notar geschlossen werden. Das soll verhindern, dass im Nachhinein irgendwelche Unklarheiten bestehen, z. B. dass irgendwelche anderen Vertragsgestaltungen behauptet werden.

Wann hast Du das Haus gekauft, wann verkauft? Habt Ihr drin gewohnt?

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Kommentar von ElgaM
26.12.2015, 21:10

Im Februar 2015 gekauft und im Dezember 2015 verkauft. War für uns nur ein Schnäppchenobjekt, günstig gekauft, wenig renoviert, mit viel Gewinn weiterverkauft...notariell ist ja alles geregelt. Mir gehts nur ums Finanzamt, ob die Geld von mir wollen, trotz Vertrag mit meinem Ex, der alles Geld bekommt.

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dann wird wohl eine steuer fällig, die du bezahlen musst, weil das haus nun mal juristisch dir allein gehörte. entscheidend ist natürlich wie viel geld du zurück behalten willst. das muss in einem sinnvollen wert zur zu erwartenden steuerlast stehen. die steuerlast wiederum errechnet sich aus deinem jahreseinkommen und dem gewinn aus dem verkauf.

sofern du nicht aussergewöhnlich gut verdienen solltest, dürfte ein betrag von 30% des spekulationsgewinnes angebracht sein, mehr nicht. wenn ihr 20.000€ gewinn gemacht habt, dann wären 7.000€ für dein steueraufkommen noch akzeptierbar.

ich befürchte, dass du eine viel zu grosse summe zurück behalten willst.

annokrat

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Kommentar von ElgaM
26.12.2015, 21:33

Nein, will ich nicht...ich hab grob ausgerechnet, dass bei dem Gewinn von 44.000 Euro plus meinem (mickrigen) Einkommen etwa 12.000 Euro Steuern zu zahlen sind. Mehr will ich gar nicht und falls es weniger ist, kriegt er den Rest ja auch noch. Ich will nur meine Ruhe und keine Steuerschulden. Mehr nicht.

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jo, das klingt für mich auch sinnvoll. wobei noch zu diskutieren wäre, ob ihr euch nicht den gewinn teilen solltet.

aber gegen diese 12.000€ als sicherheit für die steuerlast kann er nichts haben. ihm muss nur klar sein, dass du steuerpflichtig bist, nicht er. das solltet ihr klären, bzw. er sollte sich das erklären lassen, vielleicht von jemandem, dessen fachwissen er vertraut.

annokrat

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Kommentar von ElgaM
26.12.2015, 21:44

Nein, er will den Gewinn nicht teilen, macht aber nichts. Er will auch nicht zum Steuerberater. Ja, er hat was gegen die 12.000 Euro als Sicherheit, da er behauptet, dass es ausreicht, wenn er mir fürs Finanzamt bestätigt, dass ich das Haus in seinem Auftrag gekauft und verkauft habe und ich keinen Gewinn erzielt habe. 

P.S. Danke dir, für ein paar Lacher meinerseits über deine Antworten auf ein paar ziemlich blöde Fragen.

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Fuer das Finanzamt ist die grundbuchmaessige Abwicklung entscheidend und  nicht irgendwelche Absprachen.  Falls also im Zusammenhang mit dem Verkauf Steuern faellig werden, wirst du dafuer veranlagt. Vielleicht wirst du auch kuenftig gefragt, was du mit dem Geld gemacht hast, denn das Finanzamt wittert hier weitere Steuerquellen.

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