Hausverkauf - Makler oder Bank?

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  • Die Bank oder Bausparkasse arbeitet als Makler: im Konzerninteresse (Interessenkonflikt zwischen Konzernvorgabe und rechtlichen Vorgaben). Man kann dies auch schon daran erkennen, dass die Banken & Co. meist einen Alleinauftrag wollen, damit ihnen niemand ins Gehege kommt.

  • Der freie Makler arbeitet als Makler: im Auftraggeber-Interesse (dazu ist er rechtlich verpflichtet)

Ob das Haus schuldenfrei ist oder nicht, ist dabei nicht von Interesse, denn die Bank hat i.d. Regel eine Grundschuld eingetragen und die wird beim Verkauf zuerst berücksichtigt.

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Gruß justii

Also sowohl eine Bank als auch ein Makler arbeiten auf Provisionsbasis, im Vertrag - der zusammen aufgesetzt wird - ist zu finden wer die Courtage trägt z.B. der Käufer alleine, oder Käufer und Verkäufer teilen sich dies. Die Intention ist also die gleiche.

Weiterhin wollen sowohl Makler als auch Bank gerne das alleinige Vorrecht bei der Vermarktung der Immobilie. Ob man dieses Privileg vergeben möchte, muss selbst entschieden werden. Es kann u.U. sein das einige Banken o. Makler den Auftrag sonst ablehnen (vor allem Banken, da muss ich zustimmen). Außerdem macht es das Haus "madig" wenn es von x- Anbieten in der Zeitung und im Internet zu finden ist. Der Eindruck, das das Haus auf Druck verkauft wird entsteht - das wiederum suggeriert vielen potentiellen Käufern die Idee, das das Haus Fehler hat (zB Schimmel).

Wichtig ist, dass man sich das Recht vorbehält das Haus privat zu verkaufen. Denn es könnte ja sein das jemand bei Ihnen klingelt, das Haus anschaut und gerne kaufen will. Wenn der potentielle Käufer allerdings erwähnt das er das Haus bei einem Makler gesehen hat, und so nur die Provision umgehen will, würde ich das ablehen. Es ist der - anscheinend - guten Arbeit des Maklers nicht fair gegenüber. Aber das muss natürlich jeder mit seiner eigenen Moral ausmachen.

Das eine Bank u.U. das Angebot drückt für Kollegen halte ich für Spekulation. Jede Bank riskiert ihren Ruf damit und jeder Mitarbeiter seinen Job. Das ist eine Preisersparnis von vllt 10.000€ nicht wert. Ich würde diese Idee bei großen Banken total verwerfen. Auch bei kleinen privaten Banken glaube ich nicht daran.

Der Vorteil bei einer Bank ist, dass sie über ein großes Kundenrepertoir verfügt. Außerdem kann zeitgleich Auskunft und Angebot über die einhergehenden finanziellen Aspekte eingeholt werden, sowie auch über wichtige Versicherungen. Dies gilt für Verkäufer und Käufer.

Der Vorteil eines privaten Maklers ist, dass er bankunabhänige Kunden betreut. (ein Targobankkunde würde mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Targobank kaufen und nicht bei der Sparkasse). Zum Teil empfinde ich auch die Marketingstrategie von privaten Maklern besser - aber das kommt wirklich auf den einzelFall an! Denn einige Makler haben anscheinend noch nie das Wort Public Relation gehört.. zum einem traurig, zum anderen macht es den restlichen Maklern das Leben besser - aber das gehört hier ja nicht hin.

Eins noch: bei einer Bank kann man von einem relativ hohen Qualifikationsgrad ausgehen. Bei einem privaten Makler sollte man sich sehr genau informieren! Hört euch bitte nach positiven und negativen Erfahrungen um, fragt nach Qualifikationsnachweisen und geht hier auch nach dem äußeren(!) Erscheinungsbild. (Denn wer als Makler nicht selbst für sich werben kann, wird es wohl kaum für eure Immobilie können).

Bank ist dann auch Makler und berechnet ein Honorar - ich bevorzuge professionelle Makler, die haben in der Regel kein Eigeninteresse. Es soll schon vorgekommen sein, daß Banken (und natürlich andere!!!) aus einem Haus ein "Schnäppchen" gemacht haben - und damit Kollegen bedient haben. Und sorry, was geht es meine Bank an, wenn ich eine Wohnung oder ein haus verkaufe?????

Haus ist bei der Bank noch nicht ganz abgetilgt. Gehört noch zu 1/4 der Bank.

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