Hausverkauf- unter dem Verkehrswert?

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4 Antworten

Wenn das ein vereidigter Immobiliengutachter aus dem Gutchterausschuss der Stadt ist, ist es o.k., wenn nicht, ist Vorsicht geboten. Wenn ihr auf der Grundlage des Gutachtens kauft, das Gutachten bezahlt und er ist nachweislich über eine Vermögensschadens- bzw. Berufshaftpflicht versichert, ist es o.k. Stellt sich später heraus, dass ihr zu teuer gekauft hat, kann er nach der BGH-Rechtsprechung auf Schadensersatz verklagt werden.

Der Verkehrswert liegt 20% unter einer marktorientierten Betrachtungsweise, weil für die Kreditsicherung der im Versteigerungsverfahren realisierbare Betrag entscheidend ist.

Wenn ihr im Internet unter boris.de recherchiert, könntet ihr evt. die Preise für unbebaute Grundstücke erhalten, auch die Stadtverwaltung hat Basisinfos. Der Gutachterausschuss verkauft für ca. 100,- € eine CD mit den erzielten Preisen aus den Notarverträgen und nicht den überzogenen Preisvorstellungen, oft durch Makler verursacht.

Rechnen kann man diese Dinge anhand der Wertermittlungsverrordnung plus Anhängen, die man sich vom Bundes-Ba-Ministerium herunterladen kann.

Ich würde einen Immobilienkauf immer mit einem Bausachverständigen absichern. Leitungen, Kellerzustand, Bodenplatte, Drainage, Fenster, Rolläden, Dach (Dämmung, Feuchtigkeit im Dach und die Balken) und Heizung nach dem Stand der Technik sind so die Schwachstellen, wo ich auf die Kosten für Modernisierungs- und Sanierungskosten achten und diese einrechnen würde. Diese Dinge sind nicht ausreichend im Verkehrswertgutachen berücksichigt und reduzieren die Rendite erheblich. Also Vorsicht.

Danke für die Antowort. Es hat auch ein Bausachverständiger das Gutachten erstellt. Er hat auch die 20 % berücksichtigt . Wenn das ein ortsansässiger Sachverständiger ist, weiss er doch auch, wie hoch diese Immobilie in dieser Gegend z.Zt. gehandelt wird, bzw. welchen Verkaufswert man realistisch veranlagen kann, der gleichzeitig auch der aktuelle Verkehrswert ist. Oder? Ich hoffe ich habe das alles richtig verstanden.

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Das ist von Objekt zu Objekt unterschiedlich. Wie du selber schreibst, ist es eine Marktfrage. Jedes Haus ist soviel wert, wie irgendjemand bereit ist, dafür zu zahlen.

alle Werte aus Gutachten und alle sogenannten realistischen Verkaufswerte sind immer nur Anhaltspunkte. Unerfahrene Immobilienkäufer und -verkäufer (und das sind die meisten) suchen in der Regel händeringend nach Patentrezepten als Hilfsgröße für die Einschätzung des richtigen Preises. Man könnte auch sagen, dass man am liebsten einen Katalog finden möchte, um Sicherheit zu haben und keinen Fehler zu machen. Das ist nur zu verständlich, aber für Immobilien gibt es nun mal keine wirklichen Preislisten, sondern immer nur Anhaltspunkte und Trendwerte. Man denke bitte daran, dass eine Immobilie immer ein Unikat ist mit verschiedenen Aspekten, die den Preis bestimmen.Ich selbst habe schon erlebt, dass Immobilien zu deutlich höheren , aber auch geringeren Preisen verkauft wurden als vom Gutachter eingeschätzt. Der Wert einer Immobilie ist immer der, zu dem sie zum Zeitpunkt X einen Käufer findet, und Käufer und Verkäufer damit zufrieden sind.Risikolos ist das allerdings nie.

Deshalb mein Rat: geben Sie nach reiflicher Überlegung ein Gegenangebot ab, dass Sie aus Ihrer Sicht für realistisch, aber auch finanzierbar halten. Nach dem Motto,: was ist Ihnen die Immobilie wert ! Anhaltspunkte finden Sie auch in den vergleichbaren öffentlichen Angeboten im Internet. Vermeiden Sie aber "Äpfel mit Birnen" zu vergleichen, sondern ziehen Sie Maßstäbe wie "Kosten pro m² Wohnfläche" heran. Ich wünsche Ihnen eine glückliche Hand.

normal sollte der verkehrswert der wert sein, der auch nach angemessener zeit am markt zu erzielen ist.

lasst euch halt nicht vom 1. interessenten zum verkauf drängen, wenn es unter euren vorstellungen ist

Danke für Deine Antwort. Du unterstützt meine Meinung. Der Gutachter kommt aus unserer Gegend, macht solche Analysen tagtäglich und müsste den momentanen Marktwert für die Immobilie sehr gut kennen. Im Verkehrswert ist ja auch eine Marktanpassung von 15 % berechnet worden. Der Neffe meines Bekannten will 20tausend unter dem Verkehrswert zahlen. Ich finde das Angebot unsolide. Aber bin mit den heutigen Verkaufsargumenten nicht vertraut. z.B. Markt ist nicht besonders stabil. (sagte er) ich aber höre, das der Wert der Immobilien wieder langsam steigen würde. - Oder wir würden das Haus nie für den Preis verkaufen können. Er will uns verunsichern. Mein Bekannter möchte gerne, das das Haus in der Familie bleibt und lässt sich wohl sehr stark beeinflussen.

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