Hausverkauf & Besichtigungstermine durch Vermieter bei Chemotherapie?

4 Antworten

Dass deine Mutter - in Anbetracht der Krankheit - die Wohnung verlassen hat war schonmal wichtig und richtig. Ich kann natürlich schlecht sagen, ob es sich bei dem Schimmelbefall um ein Lüftungsproblem handelt oder um einen Baumangel. Ich weiß auch nicht genau, was du jetzt wissen möchtest. Möchtest du wissen ob du dem Makler den Wohnungsschlüssel für Besichtigungen geben mußt oder ob deine Mutter die Wohnung verlassen darf???

Jetzt habe ich dem Vermieter mitgeteilt, da er den bereits vor mehreren Monaten Angezeigten Schaden nicht behoben hat, das wir ab nächstem Monat die Kaltmiete um 100% kürzen, da die Wohnung für meine Mutter nun unbewohnbar ist

Ich hoffe es wurde schriftlich angemahnt:

- Man muss den Vermieter über die Mängel in Kenntnis setzen.(Per Einschreiben)

  • Setzen Sie ihm eine angemessene Frist zur Behebung der Mängel.Bei nicht schwerwiegenden Mängeln 2-4 Wochen. Bei Schwerwiegenden kürzer.

  • Die Frist muss datumsmäßig bestimmt oder bestimmbar sein. Also nicht schreiben „umgehend“ oder „sofort“, sondern „bis zum [Datum in drei Wochen].

Teilen Sie dem Vermieter an,dass Sie Die Miete kürzen werden.

  • Danach gehen Sie zu einem Anwalt und lassen die Mängelbeseitigung einklagen. So und nicht anders. Nicht warten. Nicht einfach nur mindern und nichts tun. Denn die Durchsetzung von Minderungen ist nach längerer Zeit wesentlich erschwert, weil vernünftige Beweismittel nicht vorliegen. Und einen angemessenen Ausgleich haben Sie durch die Mietminderung ohnehin nicht.

Bezüglich des Verkaufs sind Sie verpflichtet Kaufinteressenten in die Wohnung zu lassen!

Wohnungsbesichtigung:

wer, wann, wie oft?

Viele Mieter, die ihre Wohnung gekündigt haben oder deren Haus verkauft wird, kennen das Problem: alle naselang wollen sich Vermieter, potenzielle Nachmieter oder Kaufinteressenten die Wohnung anschauen. Doch wer will schon ständig Scharen von fremden Menschen durch sein Schlafzimmer führen? Das muss man auch nicht - wenn man seine Rechte kennt.

Als Mieter hat man das Recht, darüber zu bestimmen, wer die Wohnung betreten darf und wer nicht. Dieses Hausrecht gilt auch gegenüber dem Vermieter. Ein generelles Besichtigungsrecht des Vermieters gibt es daher nicht, ganz gleich, was im Mietvertrag steht. Nur unter ganz besonderen Voraussetzungen hat der Vermieter einen Anspruch auf Zutritt zur Wohnung. Vor allem folgende Gründe berechtigen laut Rechtsprechung zur Besichtigung: Begutachtung von Mängeln; begründeter Verdacht auf vertragswidrige Nutzung der Wohnung; routinemäßige Überprüfung des Zustandes der Wohnung, was der Vermieter nach Auffassung des Landgerichts Berlin alle zwei Jahre darf (LG Berlin vom 24. November 2003 - 67 S 254/03 - MM 04, 125); die Wohnung soll ausgemessen oder zur Vorbereitung von Baumaßnahmen begutachtet werden; das Mietverhältnis ist gekündigt und die Wohnung soll möglichen Nachmietern gezeigt werden; Kaufinteressenten wollen sich die Wohnung anschauen. Ganz wichtig: keine Besichtigung ohne schriftliche Anmeldung! Einzige Ausnahme: Es ist Gefahr im Verzug, zum Beispiel bei Feuer. In allen anderen Fällen muss der Besuch mindestens zwei Tage vorher schriftlich angekündigt werden, bei berufstätigen Mietern drei Tage vorher (LG Frankfurt vom 24. Mai 2002 - 2/17 194/ 01 -, NZM 02, 696). Der Vermieter muss den Zweck der Besichtigung angeben und bei der Terminabsprache auf die Belange des Mieters Rücksicht nehmen. So darf die Besichtigung nur zu üblichen Zeiten angesetzt werden: an Wochentagen zwischen 10 und 13 Uhr sowie 16 und 18 Uhr. Sonn- und Feiertage sind in der Regel tabu. Der Mieter muss sich auch nicht gefallen lassen, dass fast täglich Kauflustige seine Wohnung bevölkern. Nach Auffassung des Landgerichts Frankfurt reicht es aus, wenn man dreimal monatlich zwischen 19 und 20 Uhr für jeweils 30 bis 45 Minuten Besichtigungen ermöglicht. Kommt der vom Vermieter vorgeschlagene Termin ungelegen, kann man ihn absagen und zwei oder drei Ausweichtermine benennen. Der Vermieter darf sein Recht zum Betreten der Wohnung nicht gewaltsam erzwingen. Verweigert der Mieter die Besichtigung, ist das auch kein Kündigungsgrund. Vielmehr muss der Vermieter dann den Rechtsweg beschreiten. Folgende Verhaltenstipps helfen gegen zudringliche Vermieter oder Makler: Nicht angemeldeten Besuchern sollte man ohne Diskussionen den Zutritt verweigern. Lassen Sie nur die Personen in die Wohnung, die für den Zweck der Besichtigung erforderlich sind. Bei einer Mängelbegutachtung hat zum Beispiel der Makler nichts zu suchen. Wer Ihnen nicht vorgestellt wird, darf nicht mit in die Wohnung. Notieren Sie sich Name und Funktion aller Personen. Die Besichtigung muss sachbezogen sein. Wenn ein Schimmelfleck im Bad begutachtet werden soll, können die anderen Räume verschlossen bleiben. Nichts verhandeln, nichts unterschreiben! Wenn der Vermieter ein Schriftstück mitbringt, kann er es Ihnen auch da lassen, so dass Sie sich beim Mieterverein Rat holen können.

Das hört sich natürlich nach Schikane des Vermieters an.

das wir ab nächstem Monat die Kaltmiete um 100% kürzen, da die Wohnung für meine Mutter nun unbewohnbar ist

das Argument: "Weil angeschleppte erkrankungen könnten meiner Mutter ja durchaus schaden bei dem angegriffenen Immunsystem." zieht dann aber NICHT.

Du mußt die Interessenten reinlassen.

Was möchtest Du wissen?