Hausverkauf - Ansprüche dritter?

9 Antworten

Hat er heute noch Anrecht in irgendeiner Form auf das Haus und den Erlös?

IMHO kommt in dem Fall, in denen ein Ehegatte ein Familienheim im Alleineigentum besitzt und der andere Ehegatte erhebliche Leistungen einbringt, indem er eigenes Geld beisteuert oder das Haus renoviert, durchaus ein familienrechtlicher Ausgleichsanspruch in Geld zu.

Denn mit Eheschließung notariell vereinbarte Gütertrennung schließt zwar Ausgleich über während der Ehe erworbenes Vermögen aus, nicht aber über ehelichen Hausrat, Familienauto usw.

Im Übrigen hält nicht jeder Ehevertrag einer Überprüfung stand.

Leider ist die Fallschilderung hierüber sehr undurchsichtig. So verstehe ich nicht, wieso angeblich erst bei der Scheidung "Gütertrennung notariell stattgefunden" haben soll oder warum dieser Ausgleich nicht bei der Abtretung bereits berücksichtigt wurde.

Hingegen kann ich mir erklären, dass sich der Ehegatte über seine Investitionen eine Grundschuld hat eintragen lassen, die erst bei Verkauf der Immonbilie fällig würde.

G imager761

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Es ist nett, auch mal andere Perspektiven zu lesen. Wo würde denn so eine Grundschuld die erst bei Verkauf wirksam wird stehen? Es gab keinen Ehevertrag, es wurde im Nachhinein, noch vor der Scheidung Gütertrennung vereinbart, in dem der Ex-Mann meiner Mutter die Hälfte seines Besitzes an meine Mutter veräußert.

Im Grundbuch ist sein Name nirgendwo auch nur erwähnt. Höchstens historisch.

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@mathiassteinke

Gütertrennung setzt einen Vertrag mit notarieller Beurkundung voraus. Liegt der in der Form vor?

Grundschulden finden sich in Abt. II, als Grundpfandrecht in Abt. III des Grundbuchs. Hast du einen vollständigen Auszug oder nur den mit Eigentümereintragung, die Abt. I ?

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@imager761

Vertrag mit notarieller Beurkundung liegt im Original beim Notar formell vor. Ich habe den kompletten Grundbuchauszug; in Abt. II steht nichts, Abt. III habe ich löschen lassen.

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Wenn er meint, das er irgendwelche Ansprüche gegen Deine verstorbene Mutter gehabt hat, dann stellt sich doch als erstes die Frage, warum hat er diese nicht gegenüber Deiner Mutter geltend gemacht oder auch gleich Dir gegenüber nach deren Tod. Warum wartet er bis er von Deinen Verkaufsplänen erfährt.

Seinen Aktivitäten solltest Du gelassen entgegensehen, wenn es überhaupt dazu kommt.

Bei der Scheidung wurde notariell festgelegt, dass Gütertrennung stattfindet und der Ex-Mann meiner verstorbenen Mutter tritt den Teilbesitz an meine Mutter ab.

Und damit war das Thema - anmelden irgendwelcher Ansprüche - erledigt.

Ansprüche könnte er nur stellen, wenn es entsprechende Eintragungen im Grundbuch gäbe oder er andere Nachweise erbringen könnte, dass er gegenüber Deiner Mutter noch Ansprüche gehabt hätte.

Selbst wenn sich ein Anwalt bei Dir melden sollte, brauchst Du gar nicht zu reagieren.

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Das Grundbuch erwähnt rein garnichts von ihm. Nicht einmal meine liebe Mutter. Nur mein Name.

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@mathiassteinke

Lasse ihn rumkrakelen - wenn müsste er seine Ansprüche nachweisen - und sei Dir sicher hätte er welche, so hätte er sicherlich nicht gewartet, bis Du das Haus zum Verkauf anbietest. Also lehne Dich gelassen zurück.

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@wilees

Vielen Dank für deine Antwort. Kennst du Fälle in denen doch Anspruch geltend gemacht werden könnte, trotz meiner beschriebenen Sachlage?

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@mathiassteinke

Weißt Du ich reagiere hier nur mit gesundem Menschenverstand und dem Wissen, dass Forderungen nachgewiesen werden müssen.

Du musst nur auf eines aufpassen, falls der "nette" Ex Deiner Mutter versuchen sollte Dir einen Mahnbescheid unterzujubeln, dann müsstest Du zwingend innerhalb von 14 Tagen diesem Bescheid widersprechen.

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