Hausverbot= Hausfreidensbruch oder Notwehr?

7 Antworten

Das Hausrecht ist ein notwehrfähiges Rechtsgut. Man kann also auch Zwangsmittel anwenden, die geeignet, erforderlich und verhältnismäßig sind, um es durchzusetzen. Wenn sich der Täter gegen solche Maßnahmen zur Wehr setzt, so handelt er rechtswidrig und begeht neben dem Hausfriedensbruch ggf. auch noch eine Körperverletzung. Das ist in Diskotheken gang und gäbe....

In manchen Amerikanischen Staaten, kannste den erschießen, der dein Grundstück betritt und gegen deine Aufforderung es nicht verlässt, hier ist das nicht so. Aber wenn einer unaufgefordert auf dein Grundstück geht und nicht weg will, kannst du die bullen rufen, du kannst ihn auch so lange festhalten, denke ich mal, bis sie kommen, wäre jedenfall sinnvoll. Gewalt sollte man nur anwenden, wenn man nicht anders kann.

Eigentum, und daraus abgeleitet das Hausrecht, ist ein notwehrfähiges Rechtsgut. Man darf also Personen, die man des Hauses verwiesen hat und die nicht verschwinden wollen hinaus befördern. Dabei ist aber zu beachten, dass die Handlung erforderlich und angemessen ist, sonst überschreitet man die Grenzen der Notwehr und kann arge Probleme bekommen (z.B. Körperverletzung,...).

Erforderlich ist eine Verteidigungshandlung dann, wenn sie geeignet ist, den Angriff sicher und endgültig zu beenden und das relativ mildeste Mittel darstellt. Allerdings muss man sich auf Risiken bei der Verteidigung nicht einlassen. Darüber hinaus darf kein krasses Mißverhältnis zwischen Verteidigungshandlung und Angriff bestehen.

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