Hausumbau - müssen Mieter das akzeptieren?

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9 Antworten

Der Hinweis auf die Rechte eines Hauseigentümers hilft hier leider überhaupt nicht weiter.

Die Mieter der Einliegerwohnung haben eine vertraglich festgelegte Mietsache gegen festgelegtes Entgelt (Miete) angemietet. Der Vermieter hat nun Anspruch auf den Mietzins und muss dafür die Mietsache stets in dem Zustand halten, den sie bei Vertragsabschluss hatte. Was heisst das?

Durch den geplanten Umbau wird der Zustand der Mietsache verändert (durch die Vergrößerung des Balkons ein Raum der Einliegerwohnung dunkler werden). Damit bekommt der Mieter zukünftig nicht mehr das, was er ursprünglich gemietet hat.

Ob und wie man diese Angelegenheit nun einvernehmlich regeln kann ist wesentlich vom Verhandlungsgeschick des Vermieters und der Kompromissbereitschaft des Mieters abhängig.

Sollten für die Zukunft Streitigkeiten zu erwarten sein, muss man sich als Vermieter entscheiden ob die Baumassnahme bzw. das Ergebnis eine solche Entwicklung wirklich lohnt.

Entspricht in etwa meinen Bedenken. Reicht denn das "dunkler werden" schon aus?

Wenn der Baum vor dem Fenster wächst, oder der Busch, kommt auch weniger Licht an....

Ist das eine Einschränkung im Sinne des "Gesetzes"?

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@sjdhhaesrsgf

Ob und wann ein Mieter eine Änderung der Mietsache als Störung empfindet dürfte am Anfang subjektiv sein, im Verlauf eines Rechtsstreits ist dann zu klären ob es auch eine objektive Veränderung ist.

Der Hinweis auf "natürliche" Veränderungen drängt sich zwar auf und man könnte denken, derartige "Naturereignisse" müsste der Mieter stets hinnehmen. Dem ist aber nicht generell so. Wenn er von Anfang an ein sonniges Wohn- bzw Schlafzimmer wollte, wird er irgendwann einen Rückschnitt verlangen und voraussichtlich erfolgreich sein.

Eine zulässige bauliche Veränderung ist nun aber keine natürliche, es ist vielmehr eine absichtlich gewollte (hier vom Vermieter) zur Verbesserung der eigenen Wohnsituation. Warum sollte eine Mieter klaglos eine solche einseitige Veränderung akzeptieren?

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@Maeeutik

Passt zu meinen Bedenken, danke. Werde das im Gespräch klären und sonst wohl zusätzliche Unterstützung brauchen.

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Stelle dir zunächst mal die Frage, ob ein Bauantrag benötigt wird? Daraus wird sich wohl alles andere ergeben. So einfach mal umbauen geht nicht.

Natürlich müssen die Mieter Baumaßnahmen am Haus dulden.

Die "Einschränkung" können sich die Mieter für die Dauer der Maßnahme mit einer Mietminderung versüßen.

Also, wenn denn andere Bereiche gestört werden, gibt es meist doch gar keine Baugenehmigung. Liegt die denn schon vor?

Erstmal muss du einem Bauantrag stellen und wenn der genehmigt ist spreche mit dem Mieter denn wenn die Genehmigung nicht erteilt wird oder es zu teuer ist weil ja auch noch ein Statiker die Sache beurteilen muss, kannst du dir die ganze Sache Sparen.

Danke. Bauantrag braucht es nicht, schon geklärt. Das das Ding statisch korrekt ausgeführt werden muss ist logisch - will ja nicht 'runterfallen.

Und erst recht niemanden gefährden, der unten 'drunter ist.

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Wenn das geplante baurechtlich in Ordnung ist, müssen die Meiter das hinnehmen ...

verkauf es Ihnen doch positiv, nämlich dass sie unter dem vergrößerten Balkon einen größeren überdachten Freisitz haben ....

Positiv verkaufen sowieso; aber man muss ja auf die rechtliche Seite gefasst sein.

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ach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 903 BGB) kann der Eigentümer einer Sache, soweit nicht das Gesetz oder Rechte Dritter entgegenstehen, mit der Sache nach Belieben verfahren und andere von jeder Einwirkung ausschließen.

Soweit schon mal dazu. Kläre deine Mieter schriftlich darüber auf, welche Baumaßnahmen für wie lange welche Beeinträchtigungen mit sich bringen. Dann hast Du erstmal alles gut gemacht bis dahin.

Danke. Frage bleibt - schränke ich Rechte Dritter ein?

Es geht ja auch weniger um die Beeinträchtigung während der Baumaßnahme - mehr um das, was sich daraus ergibt.

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@sjdhhaesrsgf

Das zu beurteilen würde ich einem Rechtsanwalt überlassen. Achte auf Baugenehmigung.

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Trete dem Verein Haus & Grund bei.

Dort wird man Dir sicherlich helfen können.

MfG

Johnny

Drüber nachgedacht habe ich bereits....

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@sjdhhaesrsgf

Der Verein ist in vielen Dingen sehr hilfreich.

Bezüglich der Renov ierung sollten Sie mit dem Mieter reden und wenn dann eine Baumaßnahme stattfinden soll, dann muss diese rechtzeitig mitgeteilt werden.

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Müsste gehen, da dir die Wohnung ja gehört ;)

Nein, so einfach ist das nun auch wieder nicht, wenn dadurch Rechte Dritter beschnitten weden. Das muß vorher abgeklärt und dem Mieter erklärt werden. Einfach anfangen zu baggern geht auch nicht.

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@ZuumZuum

Klar wird es ein Gespräch geben - die Frage, ob ich das RECHT dazu habe bleibt aber offen.

Sicher - wenn ich das Recht hätte, es den Mieter aber einschränkt, wird er evtl. die Möglichkeit haben die Miete zu kürzen.

Die Wohnung bleibt aber unberührt. Ein etwas dunkleres Zimmer macht den Wohnwert nicht schlechter und durch die Pfosten wird die Gartennutzung nicht unmöglich ....

Man könnte sogar sagen - durch den zusätzlichen Vorbau entsteht mehr überdachte Nutzungsfläche.....

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Denke ich auch, aber "müsste gehen" ist dann doch eher schwammig.

Der Mietvertrag besteht ja, der Mieter hat "Rechte" - ich bin mir halt nicht sicher, ob der Umbau des Hauses, der keine Modernisierung der vermieteten Wohnung darstellt, rechtlich gesichert ist.

Ich habe keine Lust auf Streit oder Mietminderungsstress. Ein Gespräch werde ich im Vorfeld führen, aber etwas mehr Rechtssicherheit wäre fein.

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@sjdhhaesrsgf

Falls der Mieter Sperenzchen macht, solltest du auf dei kündigungsrecht nach §573 a BGB hinweisen - eine starke Waffe.

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@Gerhart

Grad mal nachgelesen - war mir gar nicht bekannt. Danke. Aber da ich neben der Einliegerwhg. auch noch das DG vermietet habe, sind es wohl mehr als 2 Wohnungen.

Zusätzlich bin ich mit dem Mieter sehr zufrieden und möchte eigentlich Stess vermeiden (aber trotzdem den Umbau....)

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