Haustierverbot byebye?

16 Antworten

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Leider nicht, nein. Mieter dürfen Hunde und Katzen zwar nicht mehr einfach so verbieten, aber es wird trotzdem noch im Einzelfall entschieden, ob ein Verbot sinnvoll ist oder nicht - und wenn dadurch z.B. Nachbarn gestört oder der ach so teure Teppich zerstört werden könnte, kann man es wahrscheinlich vergessen..

Aber quasi muss der Vermieter einen Grund nennen, dass ich das Tier nicht halten darf.. und wenn keiner gegeben ist ? Also bei uns im Haus haben die untersten Nachbarn Katzen, aber alle anderen dürfen keine haben. Das wohl so ne Sonderregel, weil die im Erdgeschoss sind oder so. Dann müsste er es also denen verbieten oder mir erlauben oder nicht ?

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@Ukefalle

Nein. Das Urteil heißt nich, daß Mieter B auch einen Hund/eine Katze halten darf, nur weil Mieter A das schon darf. Einzelfallprüfung.

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@treblis

Sicher, aber in der Wohnung ist kein Unterschied, also wo sollte dann da ein Problem sein ? Kapier ich nich..

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@Ukefalle

treblis hat schon Recht.

Ukefalle, willst du denn (Wohnungs-)Katzen halten? Wenn ja, sprich doch den Vermieter nochmal beiläufig darauf an und frage nach dem Grund, wieso ihr es nicht dürft... ja, er muss jetzt einen nennen und gewissentlich abwägen, ob ein Verbot wirklich nötig ist

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Hallo, chiouu, du musst die Sache auch mal aus der Sicht des Vermieters sehen. Mein Vater vermietet in unserem Elternhaus eine Wohnung und muss sich wirklich einiges vom Mieter gefallen lassen, weil Mieter immer mehr Rechte bekommen. Das ganze Haus stinkt wie eine Kneipe nach Zigaretten, der Mieter klaut ihm regelmäßig die Zeitung, zahlt nur sporadisch und knallt ständig die Türen. In letzter Zeit reagiert mein Vater auf Tierhaare. Soll er vielleicht ausziehen, wenn der Mieter sich noch einen Hund anschafft? Die Haare liegen dann ja auch im Hausflur. Da der Mieter sehr faul ist, würde er auch die Hundehaufen liegen lassen die könnte mein Vater dann regelmäßig einsammeln. Er wird sich sofort eine Bescheinigung beim Arzt besorgen über seine Allergie...

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Hallo, ukefalle, ich denke die Richter des BGH Haben wie so oft die Folgen ihrer Entscheidungen nicht bedacht. Ich möchte nicht wissen, wie viele Hunde demnächst nicht artgerecht in viel zu kleinen Wohnungen gehalten werden. Ein Hund braucht Auslauf und muss auch mal, wenn Herrchen oder Frauchen gerade keine Zeit und Lust haben, im eigenen Garten herumtollen können. Noch mehr Hunde werden dann den ganzen Tag in einer kleinen Mietwohnung geduldig darauf warten, dass jemand nach Hause kommt und der Auslauf vieler Hunde besteht dann sicherlich darin, mal mit dem Aufzug zur nächsten Grünanlage hinunter gefahren zu werden, um ihr Geschäft zu erledigen. Wegen des vorprogrammierten Ärgers mit Nachbarn werden viele dieser armen Tiere dann im (vom Steuerzahler finanzierten) Tierheim landen. Auch die Arbeit, die Einschränkungen und die Kosten, die ein Hund verursacht, unterschätzen sicherlich viele. Wer vorher unbedingt einen Hund in einer Mietwohnung halten wollte, hatte da auch Möglichkeiten. Aus einer Laune heraus einen Hund zu kaufen (und ich befürchte, dass dies noch mehr Leute bald tun), ist der falsche Weg.

Hy, ukefalle, man kann nur hoffen, dass gerade Vermieter größerer Wohnungseinheiten und Wohnblocks einen Weg finden, dass eben nicht jeder sich ein Haustier anschaffen kann wie er lustig ist. Die Umgebung von Siedlungen, in denen viele Eigenheimer, (bis jetzt der Großteil der Hundebesitzer) leben, ist regelmäßig so mit Hundekot versaut, dass dort kein Naturerleben mehr möglich ist, was vor allem Kinder in ihrer Bewegungsfreiheit sehr einschränkt. Die vielen Hundehalter, die sich nicht an Leinenpflichten halten, tragen ebenso dazu bei. Dabei geben diese Eigenheimer zumindest nach außen hin vor, korrekt, sauber und ordentlich zu sein, indem sie z. B. regelmäßig brav Laub und Schnee aufkehren und ihre Hecken wie mit dem Lineal schneiden. Man kann sich dann vorstellen, welches Chaos (z. B. Verschmutzung, gefährliche Hunde, Gebelle und Gejaule von Hunden) in der Nähe von großen Wohnblocks oder Mietskasernen herrschen wird, wo es Menschen gibt, die ihren Müll aus dem Fenster werfen und wo viele Menschen leben, die Probleme haben, ihr Leben zu meistern. Das sind dann bestimmt nicht solche Hundehalter, die sich an Gesetze halten und oder die die Haufen ihrer Hunde entfernen. Spätestens jetzt sollte der Gesetzgeber hingehen und es verbieten, dass jeder seinen Hund regelmäßig auf öffentliche und fremde private Flächen führt, damit er dort pinkelt und kotet. Hundehalter in Mietwohnungen müssten verpflichtet sein, dem Hund, wie ein Katzenhalter es auch tut, ein Hundeklo in seiner Wohnung einzurichten und benutzen zu lassen. Früher machte der Hund seine Geschäfte auch auf dem Hof oder in seinen Zwinger, vor seine Hundehütte. Der Hund ist ja heutzutage Familienmitglied, er sollte dann beim Toilettengang auch als solches behandelt werden. Viele werden sich auch mit den Kosten übernehmen, denn ein Hund kann heutztage tausende Euro pro Jahr kosten (Haftpflicht, Hundesteuer, Krankenversicherung, Friseur, Urlaubsunterbringung, Futter, Zubehör,Schadensersatz bei (Beiss)unfällen; in einigen Bundsländern muss ein Hundeführerschein für alle Hunde gemacht werden, der kostet...). Es ist vorprogrammiert, dass dann gerade Menschen, die von Unterstützung leben, sich verschulden, oder das Geld fehlt dann für die Schulbücher oder die Versorgung der Kinder und dann muss wieder die Allgemeinheit zahlen, weil die Unterstützung ja angeblich zu niedrig ist. Die BGH Richter hätten die Folgen ihres Urteils vorher besser durchdenken sollen. Man muss jetzt erst einmal die Veröffentlichung des schriftlichen Urteils abwarten, das kann also einige Zeit dauern, bis Rechtssicherheit herrscht...

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