Haustiere trotz mündlichem Verbot des Vermieters?

...komplette Frage anzeigen

13 Antworten

Hallo,

es entspricht auch durchaus den neuen gesetzlichen Vorschriften, dass im Mietvertrag KEIN Haustierhaltungsverbot enthalten ist.

Vielmehr muss jetzt jeder Mieter, der einen Hund oder eine Katze halten möchte, den Vermieter um Erlaubnis fragen.

Der Vermieter hat dann die Aufgabe, alle "Für" und "Wider" gegeneinander abzuwiegen und dann die Haltung zu erlauben oder aber mit gutem Grund abzulehnen.

Auch, wenn anderen Mietern die Haltung einer Katze erlaubt ist, bedeutet dies nicht, dass der Vermieter jetzt nicht auch ablehnen kann. Als Grund könnte er anführen, es gäbe bereits ausreichend Katzen, es hätte Schäden gegeben, die ihn dazu veranlasst hätten, keine Katzenhaltung mehr zu genehmigen etc. pp.

Bei einem ablehnenden Bescheid kann man natürlich eine richterliche Entscheidung herbeiführen - das dauert und kostet Geld. Ob diese positiv ausfallen wird, muss man abwarten.

Handelt man dem Verbot zuwider, so kann dies dazu führen, dass man eine Frist zur Abschaffung des Tieres erhält - das kann bis zur fristlosen Kündigung führen.

Ein nettes Gespräch mit dem Vermieter, bei dem man ihm die Lage des Tieres darlegt und ihm zusichert - auch schriftlich - für alle Schäden aufzukommen, bringt meist eher Erfolg.

Gutes Gelingen

Daniela

Wo finde ich dieses Gesetz, dass man den Vermieter nach Tierhaltung fragen muss?

1
@Menuett

Das ergibt sich aus dem  im März 2013 durch den Bundesgerichtshof wegweisenden Urteil (Az.: VIII ZR 168/12).
Eine entsprechende Klausel bzgl. einem generellen Tierhaltungsverbot im Mietvertrag ist demnach unwirksam, erklärten die Richter. Gleichzeitig aber wurde extra betont, dass ein
Mieter nicht ohne Rücksicht auf andere eine Katze oder einen Hund in der Mietwohnung halten darf. Es muss im Zweifelsfall immer abgeklärt werden, welche Mietpartei das schwerwiegendere Bedürfnis hat.

Dies obliegt dann in erster Instanz dem Vermieter.

4
@Menuett

lol - nein, ich glaube, du solltest das Urteil mal tatsächlich lesen.

Ich habe geschrieben, dass es darum ging, dass ein grundsätzliches Verbot im Mietvertrag nicht mehr rechtsgültig sein. Gleichzeitig aber wurde im Weiteren ausgeführt, dass dies nun nicht bedeutet, dass die Hunde- und Katzenhaltung ohne jegliche Einschränkung nun erlaubt sei.

Dazu solltest du mal ab Seite 10 die Absätze 24 und folgende lesen und verstehen.

0

Wobei die fristlose Kündigung auch wieder per richterlichem Entscheid durchgesetzt werden müsste, wenn man Einspruch erhebt. Ob DAS ein Vermieter macht, wenn eh schon X Katzen im Haus leben, wegen einer Katze mehr, ist fragwürdig.

0

Es kommt immer auf den Mietvertrag an. Der ist sozusagen das höchstwertige Rechtsgut.

Wenn da die Standardklausel steht, dass Haustiere nur mit Zustimmung des Vermieters gehalten werden dürfen, dann muss der Vermieter gefragt werden. Und kann Nein sagen - allerdings nicht ohne Grenzen. Bei Kleintieren etwa hat er kein Mitspracherecht, bei Katzen sehen die Gerichte das unterschiedlich. Du könntest auf Zustimmung klagen oder einfach eine Katze anschaffen, warten, bis der Vermieter dir deswegen kündigt, und gegen die Kündigung Widerspruch einlegen.

Aber auch da kommt es sehr auf die Gerichte vor Ort an. Je weiter im Süden du wohnst, umso vermieterfreundlicher sind die Gerichte. Außerdem dürfte der Vermieter von da an ständig bestrebt sein, euch irgendetwas "reinzudrehen", um euch loszuwerden.

Wenn im Mietvertrag überhaupt nichts zum Thema Tierhaltung steht, kannst du alles halten, was du willst. Vorausgesetzt, es kommt dadurch niemand zu Schaden und es entsteht keine unverhältnismäßige Belästigung anderer Mieter. Was aber bei einer oder zwei Katzen nicht zu erwarten ist. Den Vermieter musst du jedenfalls nicht vorher fragen.

Steht im Mietvertrag "Tierhaltung ist untersagt", dann ist die Klausel ungültig. Dann ist es so  wie wenn gar nichts dazu drinsteht.

Ich möchte mal zu bedenken geben, dass egal wie die rechtlichen Vorgaben aussehen, ein Vermieter, über dessen Kopf bzw. gegen dessen ausdrückliches Verbot ein Haustier angeschafft worden ist, dem Mieter vermutlich nicht mehr sehr gewogen wäre. Ob man dann so ein Verhältnis mit seinem Vermieter braucht ? Egal, ob das Recht auf eurer Seite ist oder nicht, die persönliche "Stimmung" ist meiner Meinung nach doch auch nicht zu vernachlässigen, um sich in seiner Wohnung wohlfühlen zu können.

Woher wollen Sie denn wissen, wem der Vermieter da was genehmigt hat?

Vielleicht fliegt der Neuzugang ja schon bald wieder raus!?!

Im Übrigen gelten für ihr Mietverhältnis ausschließlich die Vereinbarungen gemäß Ihrem Mietvertag.

Darin steht, das die Haltung von Haustieren grundstätzlich für Kleintiere, wie Zierfische und Vögel etc., grundsätzlcih genehmigt ist, die Haltung von Hunden und Katzen aber der Genehmigung durch den Vermieter bedarf.

Das haben Sie auch zu beachten!

Halten Sie sich nicht daran, werden Sie u.U. abgemahnt und bei erneutem Verstoß gegen den Abmahnungsgrund ggfs. fristlos gekündigt.

eine Katze anschaffen 

warum nur eine Katze wo man Katzen doch mind. nur zu zweit halten sollte.

http://www.katzen-fieber.de/einzelhaltung-katzen.php

außerdem würde ich nicht ohne ausdrückliche Erlaubnis des Vermieters ein Tier anschaffen, sowas trägt nicht gerade zu einem friedlichen Miteinander bei, Streit und diverse andere Probleme mit dem Vermieter wären vorprogrammiert.

wenn Ihr kein Tier halten dürft und dennoch eines haben möchtet, dann solltet Ihr Euch auch nach einem neuen Zuhause umsehen in dem Tierhaltung erlaubt ist.

***Allerdings wird im Mietvertrag kein Haustierverbot ausgesprochen***

Das es bei euch im Mietvertrag nicht mehr drin steht ist auch vollkommen richtig. 

Dennoch muss die Anschaffung eines Tieres genehmigt werden. Ihr habt gefragt,  er hat euch erklärt warum und das ist eine vollkommen berechtigter Grund. 

Er hatte immer Ärger in Zukunft und selbst jetzt noch. Schafft ihr euch trotz verbot eine Katze oder Hund an , kann die fristlose Kündigung erfolgen. Hatten wir hier sogar schon einige Fragen, wo genau das passiert ist. Nutz mal die Suchfunktion. 

Trotz verbot wurde ein Tier angeschafft, und dann erfolgte die Kündigung. 

Lasst es lieber bleiben, oder bezieht eine neue Wohnung wo Tiere erlaubt sind. 

Er kann nicht einfach ein Haustier verbieten, pauschal schon gar nicht.

Aber es kann bei einer Interessenabwägung dazu kommen, dass dem Vermieter weitere Haustiere insbesondere Hund oder Katze nicht zuzumuten sind.

Wenn du Antworten von juristischen Fachleuten haben möchtest solltest du einen Termin bei einem Rechtsanwalt machen, denn dazu sind Juristen da.

Ein Generelles Haustierverbot kann der Vermieter nicht aussprechen. Alle Tiere, die nur in der Wohnung bleiben und nach außen hin nicht weiter auftreten, kann er  nicht verbieten. Also Vögel, Katzen, Kaninchen, Hamster etc. 

Bei Hunden gibt es ein Urteil, das Hunde bis zu Katzengröße nicht verboten werden können.

Ausnahmen ihr überbevölkert eure Wohnung mit Tieren, Tiersammelsucht.

Natürlich können Hunde jeder Größe verboten werden.

2
@Dadosaft

Ja, denn dieses angebliche Urteil, dass kleine Minihunde als Kleintiere gelten, ist ein Märchen und existiert in dieser Form und Auslegung gar nicht.

4
@dsupper

Dieses angebliche Urteil stammt mit Sicherheit aus der gleichen Märchensammlung wie berühmten "drei Nachmieter"!

1

Nein, er könnte euch dann nichts.

Er müsste ausreichend begründen können, warum ihr keine Katze halten dürft. Das wird er aber nicht können, wenn auch andere Mieter Katzen halten.

"Halten mehrere Mietparteien im Haus einen Hund oder eine Katze, kann der Vermieter nicht willkürlich nur gegen eine davon vorgehen. Auch ein neuer Mieter darf dann ein weiteres Tier ins Haus bringen."

Quelle: https://www.bremermieterschutzbund.de/ratgeber/recht-von-a-bis-z/haustiere

2
@Deamonia

Es gibt durchaus auch völlig andere Urteile, denn

- ein Vermieter kann sich darauf berufen, dass es in seinen Wohnungen mittlerweile ausreichend Katzen gibt

- dass es zu Schäden am Mietobjekt gekommen ist

- dass er für die Zukunft gar keine genehmigungspflichtigen Haustiere mehr haben möchte und daher JETZT den Schlusspunkt setzt

.....

Einmal erlaubt bedeutet für einen Vermieter nicht, dass er für alle Ewigkeiten gebunden ist ...

4
@dsupper

Weis ich, aber bei reinen Hauskatzen wird es schon echt schwer das zu begründen

1
@Deamonia

lol - aber gerade reine Wohnungskatzen können aus Frust über ihre doch sehr artfremde eingeschränkte Haltung durchaus größere Schäden am Mietobjekt anrichten. Das geht von zerkratzten Wänden, Türen oder Zargen bis hin zu dauerhaft übelriechenden Unsauberkeiten, wenn die flüssigen Hinterlassenschaften z.B. in die Böden einziehen.

Diese Gefahr müssen Vermieter durchaus nicht hinnehmen. Zumal ja auch die Haltung EINER Wohnungskatze sehr zweifelhaft ist. Somit müsste sich ein Vermieter meist gleich mit zwei Wohnungskatzen einverstanden erklären.

2
@dsupper

Was dein "lol" soll muss ich nicht verstehen oder?

Das die Katzen Schäden verursachen, muss der Vermieter aber im Einzelfall erst mal beweisen. Wenn die Katzen nix machen, kann auch der Vermieter nix machen, vor allem kann er keine Katzen verbieten, mit dieser Begründung, wenn es bereits andere Katzen im Haus gibt, die keine Schäden angerichtet haben.

Die meisten Urteile gehen in die Richtung, das die Tierhaltung erlaubt wird/nicht verboten werden darf

1
@Deamonia

Nein, der Vermieter muss es eben nicht unbedingt beweisen, dass die angefragten Katzen Schäden anrichten könnten - wie sollte er das auch im Vorfeld machen?

Aber wenn er nachweislich schon Schäden hatte - das kann er beweisen. Und dann hat er durchaus gute Karten.

Sicher kommt es immer auf den Einzelfall an - das ist ja auch Sinn und Zweck dieser richterlichen Entscheidung. Aber ein Rechtsstreit, auf den es letzten Endes hinausliefe, ist teuer, kostet Geld und noch mehr Nerven und das Ergebnis ist völlig offen. Und verliert der Mieter, dann kommen auch noch die gegnerischen Kosten auf ihn zu.

Ich wollte dir nur aufzeigen, dass es mit deiner in der Antwort getätigten Aussage "Das wird er aber nicht können, wenn auch andere Mieter Katzen halten." so nicht wirklich stimmt und auch nicht so einfach ist.

0
@dsupper

@ Sarahlein2210

Genehmigt der Vermieter weder Hund noch Katze, dann hat sich der Mieter daran zu halten, wenn er keinen Ärger über eine Abmahnung oder gar in der Folge eine Kündigung riskieren möchte!

0

Ich glaube, wenn der Vermieter mündlich nein sagt, habt ihr dem Folge zu Leisten. In meinem Vertrag steht auch nichts von Haustieren.

Ich habe die Vermieter angesprochen ob z.B. eine Katze denn ok sei. (Hauskatze)

Die meinten, das sei kein Problem.

Kleintiere kann er nicht verbieten

Eine Katze oder ein Hund zählen aber nicht zu den Kleintieren, da weder Katze noch Hund in einer eigens dafür vorhandenen "Behausung" (= Käfig, Aquarium, Terrarium etc.) gehalten werden dürfen.

3

Hunde sind keine Katzen.....mit jedem Hund muss man mehrfach, bei Wind und Wetter "Gassi gehn"....Schmutz somit programmierbar

Was möchtest Du wissen?