Haustier stirbt: Kind vorher informieren oder erst, wenn alles schon vorbei ist?

12 Antworten

Das ganze Leben ist ein Sterben und endet mit dem Tod. Man sollte Kinder schon damit vertraut machen dass der Tod Teil des Lebens ist. Dann verkraften Kinder auch den Tod ihrer Tiere und auch den Tod von Familienangehörigen leichter als wenn sie vor die Tatsache gestellt werden.

Ich habe ein ähnliches Erlebnis gehabt wie Du. Mein Tier verschwand, als ich in der Schule war. Es war wahrscheinlich krank, aber dennoch war es weg, als ich heimkam. Das wiederholte sich mit dem nächsten Tier noch einmal. Das hat mein Vertrauen in meine Eltern nachhaltig gestört. Ich bin fast 50 und dieses Erlebnis hallt noch immer in mir nach, wenn ich - wie jetzt - mit dem Thema konfrontiert werde.

Meine Frau und ich haben das mit unseren Kindern anders gemacht. Wir legten Wert darauf, daß nichts hinter ihrem Rücken geschieht, sondern sie mitbekommen, was mit einem Tier geschehen muß, das krank oder sehr alt ist. Sie erlebten wie wir, daß unsere tierischen Freunde alt werden, leiden und sterben. Es hat ihnen nicht geschadet, wie ich meine. Wir sind nett zu unseren tierischen Freunden und schätzen sie, so lange wir sie haben. Unsere Kinder machen das heute als Erwachsene genauso. Ich finde, die Wahrheit zu üben in solchen Dingen ist das einzig Wahre. Wenn man Märchen erzählt, kommen diese Lügen ohnehin irgendwann auf. Also: Willst Du Dein Kind erst betrügen und dann später noch einmal die Peinlichkeit der Aufdeckung erleben? Ich lege großen Wert auf Vertrauen in der Familie, deshalb riskiere ich sowas nicht. Gruß, q.

Bei mir gab es auch noch ein 2. Erlebnis mit einem kleinen Feldhasen. Den kannte ich zwar nur kurz, eine Nachbarin hat ihn aufgelesen, und ich hatte ihn in einem Gartenhaus und hab ihn mit der Flasche gefüttert, ein ganz süßes kleines Tier. Der war auch plötzlich weg, angeblich weggelaufen. Jahre später hat mir meine Mutter erzählt, dass sich meine Nachbarin nachträglich informiert hätte und der Hase wieder in die Wildnis gebracht wurde, also nix von wegen weggelaufen. War auch etwas seltsam das Ganze. Finde das sehr richtig, wie ihr das mit euren Kindern macht! Vielen Dank für die liebe Antwort!

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Hallo,

warum und weshalb jetzt der damalige Hund eingeschläfert worden ist, ist ja nicht ganz klar und ich antworte jetzt einfach bloß mal allgemein auf Deine Frage! Also meiner Meinung nach, sollte man ein Kind schon darauf vorbereiten, z.B. wenn der Hund jetzt schon sehr alt ist und gebrechlich, dem Kind erklären, was mit dem Hund ist (schon sehr alt usw.-wo er hinkommt geht es ihm dann besser usw) Der Hund ist ein Freund des Kindes und es muss sich wie jeder andere meiner Meinung nach von ihm verabschieden können. Wenn der Hund bei einer OP versterben sollte, sollte auch vorher mit dem Kind besprochen werden, was passieren könnte. Bei einem Autounfall z.B. kann das Kind natürlich nicht vorbereitet werden, aber auch darüber mit dem Kind reden und es trösten! Natürlich kommt es immer auch drauf an, wie alt das Kind ist, wenn sie zu klein sind, verstehen sie das ja eh noch nicht, aber so wie jetzt Du mit 15 Jahren den Hund verloren hast, wird Dir das ewig nachhängen, weil Du Dich nicht von ihm verabschieden konntest!

LG

Hallo Minischweinchen

Entschuldigung dass ich mich einmische. Es wird arabella70 nicht EWIG nachhängen.

Da lehnst Du dich ein wenig zuweit aus dem Fenster, finde ich. Du projezierst da etwas in die Zukunft von der wir heute überhaupt keine Ahnung haben.

Schmerzlich ist es für arabella70 allemal und ist für mich absolut nachvollziehbar. Jetzt hat sie die Chance sich zu beweisen und ihr Recht wahrzunehmen, zudem ihrer Persönlichkeit Anerkennung zu verschaffen.

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@Robbinson

Wieso wird das nicht ewig nachhängen? Sicher könnte es das tun! Als unser Hund eingeschläfert wurde, war ich 8 Jahre, inzwischen bin ich 32. Mein Vater kam irgendwann ohne Hund nach Hause. Das sie krank war, wussten wir. Das es an diesem Tag passieren würde nicht. Auch heute noch denke ich an den Hund und wenn ich es gewusst hätte, hätte ich mich anders von dem Hund verabschiedet.

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@miniwo

Seltsam und traurig, wieviele Eltern das offenbar so handhaben. Und es stimmt: es hing mir wirklich nach, ich hatte so zw. und 16 und 19 eine sehr depressive Phase. Das wäre vermutlich auch mit einem anderen Auslöser passiert, aber ich kann es zeitlich tatsächlich an diesem Erlebnis festmachen. Kann Deine Aussage nur unterstützen.,

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Hallo Minischweinchen + alle anderen: ihr seid wie immer klasse, vielen Dank für die lieben Antworten! Minischweinchen, Dein Nick gefällt mir!

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