Hausratentsorgung nach Kündigung

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10 Antworten

Also, wenn denn der Mietgegenstand zurückgegeben wurde, darf ein Vermieter sein Pfandrecht ausüber und verwerten. Wurde der Mietgegenstand nicht zurückgegeben, darf der Vermieter diesen nicht einmal öffen geschweige denn betreten, so jedenfalls die Gerichte hier in Leipzig.

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Die Sperrmüllvariante kann für dich sehr teuer werden. Der Mieter kommt eines Tages mit einer langen Liste von Gegenständen und fordert Schadenersatz. Ist denn die Kündigungsfrist überhaupt schon abgelaufen? Vorher hast du überhaupt keine Veranlassung. Die Adresse kannst du bei der zust. Meldestelle erfahren. Nimm d. Mietvertrag mit zum Nachweis des berechtigten Interesses. Für etwa 6 Euro bekommst du da die mündliche Auskunft, schriftl. wird es teurer. Dann kannst du dem Mieter per Einwurfeinschreiben eine Frist zur Beräumung setzen. Erst dann, wenn er in Verzug kommt, dürftest du räumen (lassen) und die Kosten dem Mieter in Rechnung stellen.

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Wenn er den Abholtermin nicht eingehalten und er auch nicht erreichbar ist, musst Du Sperrmüll anmelden; Du bist ja verantwortlich für die Optik aber auch für eventuelle Verletzungsgefahr für Dritte.

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Kann ich den Hausrat mit der Sperrmüllabfuhr entsorgen lassen

Auf legalem Weg jedenfalls nicht. Da Dir die Sachen nicht gehören, ist eine Entsorgung nicht zulässig. Du müsstest streng genommen die Sachen auf Kosten des Mieters einlagern. Hier wäre - abhängig von Menge und Art des Hausrats - zu überlegen, die Sachen auf dem Flohmarkt zu verkaufen und den Erlös bei Gericht zu hinterlegen.

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Wird Gerümpel unerlaubt auf dem Hof oder Keller abgestellt, kann der Vermieter die Entsorgungskosten nach Meinung einiger Gerichte nicht auf alle Mieter umlegen. (AG Trier WM 99, 551)Er muss sich an den Verursacher halten. Ist der Verursacher aber nicht zu ermitteln, muss der Vermieter selbst für die Kosten aufkommen. Das Landgericht Berlin MM 96, 327 ist hingegen der Auffassung das der Vermieter die Kosten auf alle Mieter abwälzen kann, wenn der Verursacher nicht ausfindig zu machen ist.
Eine Meldeauskunft kann in Textform z.b. eMail angefordert werden. Die Auskunft kommt auf dem Postwege mit der Gebührenrechnung über 9 €.

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Wie lange ist der Auszug denn her? Da du dich nicht mit ihm in Verbindung setzen kannst, würde ich vier Wochen nach dem letzten Kontakt den ganzen Kram rausschaffen. Dann hatte er wirklich ausreichend Gelegenheit, sich zu kümmern, und ich denke, das wird ggf. ein Gericht genauso sehen.

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Als erstes mußt Du Dir die neue Adresse beim Bürgeramt besorgen denn, er muß sich ab, und neu anmelden. Wenn Du die Adresse hast, kannst Du weitere Schritte einleiten. Wenn bis dato Dein Kram nicht abgeholt wird,wird er auf Deine Kosten entsorgt und die Rechnung wird Dir von der Entsorgungsfirma zugeschickt.

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Besorge Dir beim Einwohner-Meldeamt eine Auskunft über die aktuelle Adresse. Da Du ein berechtigtes Interesse daran hast, wirst Du die neue Anschrift erhalten. Kostet ein paar wenige Euronen.

Anschließend sende einen Brief per Einwurf-Einschreiben an den Herrn mit angemessener Fristsetzung, die Dinge zu entfernen (4 Wochen sollten locker genügen) und drohe ihm gleichzeitig an, bei Nichtabholung die Sachen auf seine Kosten entsorgen zu lassen.

Falls dies so geschieht, sende ihm eine Rechnung über die Entsorgungskosten und Arbeitszeit oder zieh' die Kosten von der Kaution ab.

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du kannst es von einer firma entsorgen lassen, und ihm die rechnung zu kommen lassen. mußt aber erst in vorkasse gehen. das ist mit sicherheit eine langwierige angelegenheit. oder du entsorgst es selbst und bist den müll los.

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Kommentar von FordPrefect
12.07.2013, 09:00

Eine Entsorgung ist unzulässig (Unterschlagung). Es ist zwar m.E. nach auch nicht damit zu rechnen, dass sich der Besitzer nochmal meldet, aber ausscjhließen kann man es nicht. Zumindest sollte man dann aber vor Zeugen eine Bestandsaufnahme machen (Fotos), um den Zeitwert festzuhalten. Das ist immer heikel (ähnlich wie das Einlagern von Möbeln zwangsgeräumter Mieter).

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Ich würde bei der Mietervereinigung nachfragen !!

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Kommentar von meini77
12.07.2013, 09:32

Der Mieterverein ist für Vermieter nicht zuständig, sondern Haus & Grund

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