Hausmeister hält sich nicht an Datenschutz - was tun?

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3 Antworten

Nun, das mit der Tür klingt mir eher wie normales Gerede.
wahrscheinlich hatte die Hausmeisterin keinen Bock gehabt, die Tür zu justieren und daher gemeckert.

Wenn sie aber aus den Privatbereichen der Vermieter plaudert, würde ich die Dame einfach mal direkt ansprechen und sie bitten, dies zu unterlassen.

Getratsche fällt nicht unter Datenschutz. Ein moderner Ausdruck, der aber nicht alles abdeckt, was man nicht gerne in der Allgemeinheit verbreitet haben möchte.

Datenschutz bezieht sich ausschließlich auch die elektronische Weitergabe von in DV-Systemen gespeicherten Daten, nicht aber auf Hausmeister-Getratsche.

Würde der Hausmeister auf seinem Privatcomputer z. B. eine Excel-Tabelle anlegen, in die er je Wohnung und Mieter samt Adresse fein säuberlich sämtliche Reklamationen einträgt und diese Excel-Tabelle dann offen ins Internet stellen, wäre das eine gravierende Verletzung des Datenschutzes.

Nicht aber, wenn sich die Hausmeisterin bei anderen über Arbeit beschwert.

Gesetze helfen Dir wenig weiter, es sei denn, es kommt üble Nachrede oder Verleumdung ins Spiel, aber da war sie wohl noch weit weg. Sie darf auch nicht über Deine Wohnung, also das, was Du hinter der Tür hast, plaudern.

Dir hilft am besten Vertragsrecht:

Mit Sicherheit gibt es einen Hausmeistervertrag zwischen der Hausverwaltung und der Hausmeisterfirma, sowie einen Arbeitsvertrag zwischen der Firma und der Hausmeisterin.

Dein Vertragspartner ist Dein Vermieter.

Der direkte Weg wäre natürlich erst einmal das Gespräch mit der Hausmeisterin. Sie möge bitte künftig Tratschereien darüber unterlassen, wer sich z. B. wegen der Tür beschwert hat. Ebenso willst Du niemals mehr von anderen hören, was hinter Deiner Wohnungstür passiert und was nur von der Hausmeisterin stammen kann. Teile ihr mit, dass Du ansonsten dafür sorgen wirst, dass sie über Ihren Arbeitgeber Ärger bekommt. Du wirst schon die passende Formulierung finden.

Kommt nochmal was gravierendes vor, schreibe Deine Beschwerde dem Vermieter. Dieser muss sich dann an die Hausverwaltung wenden und diese wiederum der Hausmeisterfirma Bescheid sagen. Möglich, dass der Vermieter Dich bittet, dass Du Dich direkt an die Hausverwaltung wendest. Aber mit der Hausmeisterfirma hast Du nichts zu tun.

Die Hausverwaltung hat bestimmt im Vertrag Dinge stehen, wie ein Vertraulichkeitsgebot. Gleiches gibt es bestimmt auch im Arbeitsvertrag der Hausmeisterin. Sie riskiert im Wiederholungsfall mit Sicherheit ihren Job.

Das würde ich garnicht weiter aufbauschen, sonst tratscht die noch viel mehr hinter deinem Rücken. Für die meisten Mitbewohner wird es wohl sowieso uninteressant sein, wer was gemeldet hat solange es sie nicht persönlich betrifft. Das geht in einem Ohr rein und am anderen wieder raus. Übrigbleiben wird bei den meisten dann nur die Erkenntnis, daß die Tante quatscht.

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