Wer kann mir den Ablauf und den Bieterkreis bei einer Immobilienzwangsversteigerung beschreiben?

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5 Antworten

Den kompletten Ablauf zu schildern würde viel zu weit führen.

Grundsätzlich kann jeder bei einer Zwangsversteigerung mitbieten. Nur in aller Kürze:  Auf Verlangen eines Beteiligten (in der Regel des Gläubigers) muß eine Sicherheitsleistung von 10% des gerichtlich festgesetzten Verkehrswertes bei Gericht hinterlegt werden. Das kann durch Vorab-Überweisung an die Gerichtskasse, durch bestätigten Scheck oder Bankbürgschaft erfolgen. Das Geld erhältst Du natürlich zurück, wenn es nichts wird. Sehr wichtig ist auch, daß Du das komplette Geld parat hast. Am Verteilungstermin, in der Regel vier bis sechs Wochen nach der Versteigerung ist die Zahlung fällig.

Schau Dir einfach mal zwei - drei Versteigerungen an, damit Du ein Gefühl dafür bekommst. Die Verhandlungen sind grundsätzlich öffentlich. Eine Anmeldung, wie ein anderer schrieb, ist nicht erforderlich. Die Termine werden rechtzeitig veröffentlicht,  sowohl in der örtlichen Tageszeitung recht weit hinten, kleingedruckt, unter "Amtliche Bekanntmachungen" als auch durch Aushang im Schaukasten des Gerichtsgebäudes.

Jeder kann teilnehmen. Sie brauchen Ihren Personalausweise und eine Bietgarantie in Höhe von 10 % des Verkehrswertes des Versteigerungsobjektes. die Garantie kann in Form einer Bankbürgschaft oder eines bestätigten Bak auf Bank Schecks erbracht werden. Beachten sie, dass die "Bietstunde" nur 30 min dauert! Versuchen Sie sich ein Bild vom Objekt zu machen, indem Sie es auch mal von innen sehen dürfen; vorausgesetzt, die Bewohner stimmen zu. Weitere Informationsmöglichkeit biete Ihnen das beim Gericht zur Einsicht ausliegende Gutachten.

Den Ablauf zu schildern, würde den Rahmen sprengen. Es ist aber sehr wichtig, die notwendigen Unterlagen dabei zu haben, wenn man vorhat, selbst zu bieten. Oft gibt es hierfür Merkblätter auf der Seite des zuständigen Vollstreckungsgerichts (Amtsgericht). Es ist auch ratsam vor dem eigentlichen Mietbieten einige andere Versteigerungen besucht zu haben, um sich mit dem Ablauf vertraut zu machen.

Evtl. nur nach vorheriger Anmeldung aber hin kann da prinzipiell jeder der das Geld hat.
Nur wird man kaum ein Schnäppchen machen. Wenn du ein Haus willst, wirst du nach dem Bieterkampf genau den Preis zahlen den das Haus auch wert ist... also nix von geiles Haus für unter 100.000 bekommen. Daraus wird in 99% der Fälle nichts.

lesterb42 24.08.2015, 12:38

Woher haben Sie diese Erkenntnis ?

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Es kann jeder einfach so hin, das ist in der Regel öffentlich. Mitbieten kann jeder, der die Sicherheitsleistung von 10% des Verkehrswerters der Immobilie an die Gerichtskasse hinterlegt hatte (Vorabüberweisung oder Bankbürgschaft) . Barzahlungen sind nicht mehr möglich.

Ansonsten gibt es hier gute Informationen:

http://www.schuldnerakuthilfe.com/zwangsversteigerung-immobilien.html

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