Hauskauf sichern durch vorkaufsrecht?

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4 Antworten

Das Vorkaufsrecht muss beim Notar eingetragen werden. Dann kann der Verkäufer aber immer noch nach einem anderen Käufer suchen. Wenn der andere Kaufinteressent mit dem Verkäufer zum Notar geht, etwa weil dieser mehr Kaufpreis gewillt ist zu zahlen, werdet Ihr vom Notar unterrichtet. Ihr habt dann die Möglichkeit in den dann bereits bestehenden Kaufvertrag zu den Konditionen einzusteigen, wie diese dort festgelegt wurden. Ihr müsst also auch denn den höheren Preis bezahlen. Dieser Ablauf funktioniert aber nur, wenn Ihr bereits mit dem Verkäufer beim Notar gewesen seid und ein Vorkaufsrecht in das Grundbuch eintragen habt. Erkundigt Euch bei einem Notar. Der Verkäufer muss dabei natürlich mitwirken!

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Kommentar von germanyep007
19.07.2011, 10:07

hallo seegeist,

vielen danke für deine ausführung.

würde ein kaufvertrag den ich mit dem verkäufer abschließe, auch auf wackeligen beinen stehen?

ep007

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Mein Vorredner schreibt: "Das Vorkaufsrecht muss beim Notar eingetragen werden."

Die Richtung ist richtig, die Details sind unpräzise.

Grundsätzlich: Nur die Eigentumsvormerkung (oder Auflassungsvormerkung oder Eigentumsverschaffungsvormerkung ... alles das gleiche) im Grundbuch, d. h. von einem Notar veranlasst, sicher den Erwerb bevor die Eigentumsübertragung (= Eigentumsumschreibung im Grundbuch) erfolgen kann.

Möglich sind zivilrechtliche Vereinbarungen, wie Reservierungsvereinbarung (höherwertig - Reservierungsvereinbarung mit Anzahlungs- und Schadensersatzregelung). Derartiges kann die Parteien zu "moralischen Wohlgefallen" veranlassen, viel mehr aber nicht.

Wenn der Verkäufer nicht (mehr) will, kann der Erwerbsinteressent vielleicht u. U. einen Schadensersatz ableiten bzw. geltend machen - das Grundstück wird er aber deshalb auch bloß nicht bekommen.

Ein sogenanntes Vorkaufsrecht muss letztlich auch wieder beim Notar protokolliert werden und im Grundbuch gesichert werden, falls sich ein Verkäufer - aus welchen Beweggründen auch immer - darauf einlassen sollte. Schlussendlich kann man auch gleich der Kaufvertrag beurkunden.

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Kommentar von RAMA27
19.07.2011, 10:52

Ich habe schon die Reservierungsvereinbarung mit "Reservierungsgebühr" privatrechtlich vereinbart. Die Vereinbarung beinhaltete eine Reservierung für den Zeitraum der Erstellung eines Bodengutachten (Baugrunduntersuchung) sowie das Rücktrittrecht, wenn zusätzlich Aufwendungen / Kosten (Baugrundverbesserungsmaßnahmen) größer als 20% des Kaufpreises erforderlich werden.

Trete ich grundlos vom Erwerb zurück, fällt die Reservierungsgebühr an den Verkäufer.

Das Gutachten war OK - ich habe das Grundstück bekommen.

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Kommentar von germanyep007
19.07.2011, 14:38

uns geht es in erster linie darum, (verkäufer und käufer, wir sind beides privat leute) damit jeder etwas in der hand hält und keine unstimmigkeiten aufkommen musste eine vetragliche brück geschaffen werden bis der notartermin steht

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Seegeist und DerHans hat es schon gesagt...NEIN, eine private schriftliche Vereinbarung hat rechtlich keine Bindung.

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Wirklich sichern könntest du den Hauskauf nur, wenn diese Vorkaufsrecht notariell gesichert wäre. Grundstücksgeschäfte bedürfen grundsätzlich der Beurkundung.

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