Hauskauf mit Schulden - Zwangsversteigerung/ Pfändung möglich? Probleme mit Arge?

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6 Antworten

Lass es sein!

Da ich vom Bau bin, kann ich aber das Meisste selbst machen und es wäre auch sofort bewohnbar.

Und, das nötige Material, wie neue Fenster, Heizung, Isolierung und, und und kannst Du auch alles selber machen?

Da werden einige 10.000 Euronen, wenn nicht sogar 6 stellige Summen fällig.

Grundsteuer, Abwasser, Strom, Heiz- und Warmwasserkosten, Müllabfuhr usw. usw. kommen monatlich auch dazu und somit im Endeffekt ganz sicher teurer als eure jetzige Miete.

Über die Möglichkeit des Pfändens braucht man gar nicht nachzudenken, weil der ganze Plan ein Luftschloss ist.

Ich würde mich mit dieser Problematik mal an die Schuldnerberatung wenden, vielleicht haben die Tips.

Die Arge heißt jetzt Jobcenter. Das schaut, was an verwertbarem Vermögen da ist. Das ist ja nicht viel bei einem angezahlten Haus.

Ist es mehr als das Schonvermögen nach § 12 SGB II (zu dem auch ein angemessenes selbstbewohntes Eigenheim gehört!), gibt es ALG II nur noch als Darlehen laut § 24 Absatz 5.

Der Gerichtsvollzieher hat ganz andere Prinzipien! Warum sollte der kein Eigenheim unterm Hintern wegpfänden? Weil es mehr Schwierigkeiten bereitet als einen Fernseher zu pfänden?

Gruß aus Berlin, Gerd

Hallo Schnäppchenjäger AnCin

deine Frage anhand der gemachten Angaben möchte ich folgend beantworten.

Bei der gewählten Konstellation Mietkauf könnt es möglicherweise zu Problemen mit der Mietkostenübernahme seitens ARGE/Jobcenter kommen. Das JC übernimmt im Rahmen der KdU-Richtlinien die erforderlichen und notwendigen Kosten. Ihr habt aber doch offenbar keine Mietkosten sondern die monatlich von euch aufzubringenden monatlichen Raten zum Hauskauf (10.000,00 EURO abzahlbar in 72 Raten) könnten als Vermögensaufbau angesehen werden.

Klingt im ersten Moment recht paradox, dass seitens Jobcenter lieber für euch monatlich 800,00 EUR gezahlt werden, anstatt nun Aufwendungen von rund 140,00 EUR.

Weiteres Problem werden die euch im Nacken sitzenden Gläubiger sein, wenn die das Spitz bekommen, dass ihr in einem Grundbuch eingetragen seid, werden die sich möglicherweise ebenfalls einen Sicherungseintrag veranlassen.

Zum Verkauf etc. werden die euch nicht sogleich zwingen, sondern schlicht abwarten denn ihr spart ja kommende Jahre Vermögen an. Irgendwann aber werden die vorstellig.

Und letztlich, woher wollt ihr die erforderlichen Gelder zur Sanierung nehmen?

AnCin 27.12.2012, 11:16

Ja wie schon gesagt, müsste eine Sanierung nicht sofort gemacht werden, da es ja sofort bewohnbar wäre. Daher hatten wir geplant, Stück für Stück auszubauen. Die benötigten Gelder für Material usw. stückchenweise beiseite legen oder halt Stück für Stück kaufen. Sonderangebote, Restposten gibts immer wieder und sogar manch ein Bauherr verkauft übrig gebliebene Materialien für lau.

Wir stellen keine großen Ansprüche. Es muss keine Ölheizung sein, kein Solardach und auch kein Carport im Hof stehen. Geheizt wird erstmal per Ofen und Kamin, später soll mal eine Forsterheizung rein, welche man schon recht günstig bekommt. Heizkörper und diverse Materialien bekommt man auch hier und da gebraucht recht günstig.

Natürlichh gebe ich Euch allen Recht, dass dies ein Vorhaben ist, wo man wohl zig Jahre dran zu arbeiten hat. Aber ist das bei einem Haus nicht immer so?

Mal angenommen, man würde irgendwann das Haus an Jemanden verkaufen (Familie, Freunde oder sonstwer) der schuldenfrei ist. Dann könnte man doch sicher sein, dass man dort wohnen bleiben kann, oder?

Angenommen, irgendwelche Gläubiger lassen sich ins Grundbuch eintragen oder so. Wenn man die bedient, so dürfen die das Haus nicht versteigern oder doch?

Angenommen, es würde zwangsversteigert werden, dürfen die einen dann auf die Strasse setzen oder wären die verpflichtet einem einen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Und was wäre, wenn ein Gläubiger, der z.B. 1000 Euro zu kriegen hat, für das Haus 7000 bekommt. Müsste er uns dann die restlichen 6000 auszahlen?

Würde es rechtlich überhaupt gehen, das Haus zwangszuversteigern, weil einer der Besitzer (wären ja dann 2 Besitzer zu je 50%) Schulden hat? Schliesslich kann der andere Besitze ja nix für die Schulden des anderen.

Sicher alles etwas verzwickt und verwirrend aber ein eigenes Haus wo man sich Stück für Stück verwirklichen kann, wäre schon unser Traum und das Angebot ist echt verlockend.

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Die erste Frage die mich beschäftigt ist die, wie ihr den Ausbau eines alten Hauses finanzieren wollt, wenn ihr schon den Kaufpreis auf Raten zahlen müßt?

Da du vom Bau bist, kannst du sicher viel selbst machen. Allerdings bekommst du das nötige Material sicher nicht geschenkt!!! Außerdem fallen Versicherungen an, die ihr abschließen müßt, wenn Grundeigentum da ist! Von nötigen Rücklagen garnicht zu sprechen.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß das Haus (wenn es denn zu einem Abschluß kommen sollte), einfach auf deine Freundin überschrieben werden kann, nur damit du deine Schulden nicht zahlen mußt!

Warum zahlt ihr nicht den Betrag, den ihr für das Haus so locker aufbringen könnt an eure Gläubiger? Dann ließe sich auch ein Hauskauf problemloser gestalten!

AnCin 27.12.2012, 10:25

Danke erstmal für Eure Antworten...

Bezugnehmend zu Euren Beiträgen...

Laufende Kosten: Da meine Ex-Lebensgefährtin selbst ein eigenes Haus hat, weiß ich zumindest ungefähr, wie hoch die monatlichen Belastungen sind. Selbst sie kam mit Stromheizung einer gesamten Etage, Versicherung, Grundsteuer, Müllkosten, Wasser, Abwasser usw. nie auf 800 Euro im Monat. Und da zahlte sie allein schon 350 Euro Stromabschlag im Monat wegen den Heizungen, sonst wäre es weit weniger gewesen. Da wir auch keine Stromheizung haben und auch nicht haben wollen, wird der Stromabschlag weit weniger betragen.

Baumaterial und Kosten: Das Haus wäre sofort bezieh- und bewohnbar. Keinerlei Bauarbeiten wären für einen Einzug notwendig. Man könnte also alles Stück für Stück ausbauen. Sicherlich dauert dies länger als wenn man das nötige Kleingeld sofort hätte und alles auf einmal machen könnte. Gibt immer wieder mal Restposten-Angebote, Sonderangebote usw., wo man evtl. hier und da günstig an Baumaterial ran kommt.

Schulden: Der Betrag der Anzahlung liegt in keiner Relation zu den Schulden. Also man könnte damit keinesfalls die Schulden begleichen und dann seinen Haustraum erfüllen. Ein paar Zimmer ausbauen und vermieten und von diesen Einnahmen dann Stück für Stück die Schulden abtragen?

Meine Frage war auch dahingehend, ob man uns das Haus einfach so wegpfänden kann? Oder wegpfänden würde, da es ja eh keinen Wert hat solang es nicht ausgebaut und auch bezahlt ist?

Es geht hier nicht um irgendwelche Finanzierungen, die nicht oder nur schwer machbar sind oder um Baumaterial usw.

Natürlich wollen wir nicht das Geld in den Sand setzen und daher wollte ich mich vorab einmal informieren, welche Möglichkeiten wir hätten, um unser Vorhaben zu bewerkstelligen ohne alles zu verlieren.

Danke für Eure Beiträge !

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Ganz sicher ist das KEIN Troll-Beitrag ;-)

Es geht hier nicht darum, dass man seine Schulden nicht zahlen will. Man kann es einfach nicht. Die Summe für das Haus und Grundstück ist 4stellig und steht in keiner Relation zu den Schulden. Man erhofft sich durch Selbstausbau, was natürlich eine Weile dauert, dann später Zimmer vermieten zu können und von diesen Einnahmen Stück für Stück die Schulden abzutragen und natürlich auch für sich und seine Kinder etwas für die Zukunft aufzubauen. Das wäre natürlich nicht möglich, wenn einem das Haus und Grundstück nach kurzer Zeit weg gepfändet wird.

Wer kennt denn Möglichkeiten, wie einem das Haus nicht weggenommen werden kann bzw. wodurch gar kein Interesse an einer Zwangsversteigerung/ Pfändung bestehen würde?

Es gibt doch sicherlich Paragraphen, Gesetzeslücken oder irgendwelche Möglichkeiten?

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